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Notation und Aufführung

Ringvorlesung: Text.Notation.Performance - Interdisziplinäre Perspektiven

wird veranstaltet vom Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek, der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien in Kooperation mit dem Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien.

Diese Ringvorlesung widmet sich ausgehend von aktuellen Forschungspositionen zur Materialität von „Text“, „Notation“ und „Werk“ dem Spannungsfeld von Text und Aufführung, Notation und Improvisation, Werk und Inszenierung an den Schnittstellen von Wissenschaft und Kunst. Dabei wird bewusst ein breites Spektrum interdisziplinärer, künstlerisch-wissenschaftliche Zugänge präsentiert – die sowohl literatur-, theater-, musik-, tanz- und filmwissenschaftliche sowie performancetheoretische Überlegungen und intermediale Fragestellungen als auch künstlerische Positionen umfassen.

Die Ringvorlesung ist Teil des großangelegten Forschungsschwerpunkts „Notation und Aufführung“ des Interuniversitären Forschungsverbunds Elfriede Jelineks, in dem das Verhältnis zwischen Text und Werk, Text und Inszenierung bzw. Partitur und musikalischem Ereignis sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch diskutiert wird.

Die Ringvorlesung findet im März und April online statt: https://www.ifvjelinek.at/
Danach, je nach Corona-Situation, weiter online oder an der Universität Wien, Hörsaal 21, Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 8, HP.254A.

 

Programm und Termine:

Di 9.3.2021 15:00-16:30 
Pia Janke (Institut für Germanistik, Universität Wien) & Rosa Eidelpes (Zentrum für Wissenschaft und Forschung, MUK): 
Einführung

Di 16.3.2021 15:00-16:30 
Sibylle Krämer (Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien, Leuphana Universität Lüneburg): 
Die Kreativität des Skripturalen

Di 23.3.2021 15:00-16:30 
Stefan Krammer (Institut für Germanistik, Universität Wien): 
Zwischen Werk, Text und Performanz

Di 13.4.2021 15:00-16:30 
Gerhild Steinbuch (Institut für Sprachkunst, Universität für angewandte Kunst Wien): 
Worte trotz allem

Di 20.4.2021 15:00-16:30
Melanie Unseld (Institut für Musikwissenschaft, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien):
Ohne alle Noten? Freies Fantasieren und Notation 
Beobachtungen zur musikalischen Praxis des 18. und 19. Jahrhunderts

Di 27.4.2021 15:00-16:30
Gregor Herzfeld (Institut für Musikwissenschaft, Universität Wien) & Julia Purgina (Studiengang Saiteninstrumente, MUK):
Wozu überhaupt improvisierte Musik notieren?
Theorie und Praxis eines vermeintlichen Widerspruchs

Di 4.5.2021 15:00-16:30
Gabriele Klein (Institut für Bewegungswissenschaft, Universität Hamburg):
Spuren des Tanzes
Die Übersetzung von Choreografien in Manuskripte

Di 11.5.2021 15:00-16:30
Monika Meister (Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft, Universität Wien):
Übersetzen. Text und Theater

Di 18.5.2021 15:00-16:30
Karoline Exner (Studiengang Schauspiel, MUK) & Jolantha Seyfried (Studiengang Tanz, MUK):
Performativität der Notation in Theater und Tanz

Di 1.6.2021 15:00-16:30
Clemens Risi (Institut für Theater- und Medienwissenschaft, Universität Erlangen-Nürnberg):
Beyond Interpretation
Zum Verhältnis von Notation und Aufführung in der Oper aus aufführungstheoretischer Perspektive

Di 8.6.2021 15:00-16:30
Dirk D’Ase (Studiengang Tasteninstrumente, Musikleitung und Komposition, MUK) & Anke Charton (Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft, Universität Wien):
Spielräume außerhalb des Linearen

Di 15.6.2021 15:00-16:30
Mariama Diagne (Institut für Kulturmanagement und Gender Studies, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) & Anne do Paço (Wiener Staatsballett):
In Bewegung: Zur Rolle des Körpers im Tanz

Di 22.6.2021 15:00-16:30
Rosemarie Brucher (Institut für Wissenschaft und Forschung, Vizerektorin, MUK):
Notation & Geschlecht
 

Hier finden Sie den Veranstaltungsfolder.

Gender & Diversity

Racial and Ethnic Diversity in Classical Music Curation

Workshop with Uchenna Ngwe and Eric Lamb

In this workshop we will focus on inclusivity in the context of programming classical music concerts and events. It is known that classical music curation is dominated by male composers of white European descent and within that closed circle, concert programming is increasingly limited to a handful of names and further, only a handful of works. In this discussion we will discuss and uncover:

• research methods for searching out composers from more diverse cultural backgrounds
• curatorial-activism in Western art music
• the notion of tokenism in classical music concert curation
• significant classical composers from underrepresented backgrounds
• collaborative composition and performance as methods of inclusion
• cultural hybridity and Western art music
• our personal experiences as Western classical musicians of colour
• the black student in the conservatory system (academia)

 

Lecturers: Uchenna Ngwe and Eric Lamb


Uchenna Ngwe
Uchenna Ngwe is Artistic Director and founder of Decus Ensemble – a chamber group specialisingin music composed for wind and strings - and is also a PhD researcher investigating presentation of the work of historical Black classical musicians in Britain. Her academic explorations into creative practice investigate the lives and work of historical Black classical musicians in Britain from the perspective of a performercurator-activist. She is founder of plainsightSOUND – an online research project uncovering and promoting the work of historical Black classical musicians. In addition to being a busy freelance musician and educator, Uchenna has been a contributor and presenter on BBC Radio 3 and is artistic director of Decus Ensemble – a flexible, mixedinstrumental group dedicated to performing lesser-known and underexplored works for classical chamber ensemble. Born in London, Uchenna studied oboe and cor anglais at Trinity College of Music, and her performances have taken her across Europe, Africa and Asia.

 

Eric Lamb
Flutist Eric Lamb is in demand internationally as a concerto soloist, recording artist, recitalist, concert curator and chamber musician. Eric is Lecturer of Flute Performance and Head of Woodwind, Brass and Percussion at the International Academy for Music and Performing Arts in Vienna, Austria. Before this appointment, he held a two-year position as Lecturer of Music at the University of Auckland School of Music in New Zealand where he taught both chamber music and flute. A student of Michel Debost and Kathleen Chastain at Oberlin Conservatory of Music, he completedhis studies at the Hochschule für Musik Frankfurt, Germany with Thaddeus Watson (Orchestral andConcert Soloist Diplomas) and later at the Sculoa di Musica di Fiesole with Chiara Tonelli. Formerly a member of the International Contemporary Ensemble (ICE), he is presently member of both Ensemble Reconsil, Quasars Ensemble and guest principal flutist in orchestras and ensembles throughout Europe.

 

Fr 18.06.2021 14:00 -17:00

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online zur Verfügung stehen. 

Eintritt frei
Aktive Teilnahme für alle Studierenden der MUK mit Anmeldung in MUK.online.

 

Gender & Diversity

Musiktheater und Musiktheaterbetrieb im Wan­del der Geschlechterrollen

Präsentation und Gesprächstermin mit Prof.in MMaga.Julia Purgina (Bratschistin und Komponistin)

Im Herbst 2020 wurde das Musiktheater „Der Durst der Hyäne“ der Komponistin Julia Purgina uraufgeführt. Prof.in Julia Purgina wird über ihr Werk, den Kompositionsprozess und die Herausforderung der Umsetzung eines Musiktheaters sprechen. Ausgehend von ihrer Arbeit als Komponistin und dem weiblichen Führungsteam, das dieses Werk aufgeführt hat, sollen auch Querverweise zu Geschlechterrollen gemacht werden. Dabei werden auch Geschlechterrollen aus einigen Werke thematisiert, die von den MA-Oper Studierenden der MUK im Sommersemester des Studienjahres 20/21 einstudiert wurden.

 

Vortragende: Julia Purgina

Julia Purgina studierte Konzertfach Viola (Wolfgang Klos/mdw und Ulrich Knörzer/UdK) und Komposition (Erich Urbanner und Chaya Czernowin/beide mdw). Alle Studien schloss sie mit ausgezeichnetem Erfolg ab. 
Mit der Erfahrung als Orchestermusikerin (vormals im RSO Wien und seit einigen Jahren im Wiener Kammerorchester) beschloss Julia Purgina, sich im Bereich der Neuen Musik zu spezialisieren und ihre solistischen und kammermusikalischen Ambitionen mit ihren kompositorischen Interessen zu verknüpfen. Gemeinsam mit Roland Freisitzer leitete sie bis 2016 das Ensemble Reconsil und war Gründungsmitglied der Komponist*innen-Interpret*innengruppe Ensemble Lux. Aktuell spielt sie bei Studio Dan und gelegentlich im Klangforum Wien.

Durch die enge Zusammenarbeit mit vielen österreichischen und internationalen Komponist*innen entstanden zahlreiche Werke, die der Bratschistin gewidmet sind und von ihr auch aufgeführt wurden, u.a. bei wichtigen Festivals wie Wien Modern, den Bregenzer Festspielen oder für Rundfunkübertragungen. Im Gegenzug kann Julia Purgina als Komponistin auf Kooperationen mit namhaften Orchestern, Ensembles und Musiker*innen verweisen, die aktiv Uraufführungen bestellen und diese in aller Welt zum Klingen bringen (z.B. Wiener Symphoniker, Radio-Symphonieorchester Wien, sirene Operntheater, Helsingborg Symphony Orchestra, Wiener Concertverein, Oberon-Trio, Hugo Wolf Quartett, Ensemble Kontrapunkte u.a.).

Das interpretatorische Schaffen Julia Purginas ist auf zahlreichen Tonträgern festgehalten, wobei die 14-teilige CD-Box Exploring The World mit dem Ensemble Reconsil aus dem Jahre 2014/15 besonders hervorgehoben werden soll. Die mehr als 80 Werke auf dieser CD-Box geben einen Überblick über das aktuelle, weltweite Musikschaffen. Die eigene Werkliste umfasst neben Orchester- und Ensemblewerken, einer Oper, Solokonzerten und Chorstücken auch kleiner besetzte kammermusikalische und solistische Werke.
Seit einiger Zeit hält Julia Purgina vermehrt Workshops und Vorlesungen im Bereich der Neuen Musik an österreichischen und internationalen Universitäten.


Mi 09.06.2021 18:30


Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via MS Teams unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://teams.microsoft.com/l/meetup-join/19%3ameeting_ODI2YWVjYWYtNGE1Ni00ODE1LWI2YzYtYjIwN2ExNWQ4ZTE0%40thread.v2/0?context=%7b%22Tid%22%3a%2266dd484b-fdd9-43ee-9ff6-b0e397e0b813%22%2c%22Oid%22%3a%22ff6d2819-650e-4b2a-a7b6-80561b19f47f%22%7d


Aktive Teilnahme nur für Studierende der MUK, externe Zuhörer*innen herzlich willkommen!

 

Acousmatic Instrumental Composition

Präsentation der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsmethoden

(Gastvortrag in englischer Sprache)

“Acousmatic” instrumental composition, a concept arisen as a direct consequence of the invention and the availability of electroacoustic means of musical production, has been my constant query during the composition of the PhD portfolio (2013-2018), where I have been exploring how to apply the findings of “acousmatic” music into instrumental composition.
It consisted in the creation of compound musical gestures with the clear intention of masking the recognition of the instrumental source. This objective is mainly achieved by combining timbral strategies and special instrumentation techniques.
The final aim of this new instrumental synthesis is to foster listeners’ aural perception boundaries, guiding their attention towards the mental process of listening itself, due to the loss of all connotation with the physical origin of the sound.

 

Vortragender: Dr. Daniel Fígols-Cuevas

Dr. Daniel Figols-Cuevas is a catalan composer and sound artist born in Barcelona. He also studied cello and Physics in Barcelona University before starting composition studies with Luis Naón in ESMuC (Barcelona), with Mathias Spahlinger in Freiburg (Germany) and with Stefano Gervasoni in Paris Conservatoire (CNSMDP, France). Simultaneously he studied orchestration with Denis Cohen and electronics with Yan Maresz at IRCAM, where he focused his effort and interest in real-time electronics, interactive music installations, computer assisted composition and automated orchestration techniques.

His music, mostly inspired by a fruitful combination of astrophysics and psychoacoustics, has been commissioned and performed world-wide by Klangforum Wien (Austria), Neue Vocalsolisten Stuttgart (Germany), Ensemble Vocal Exaudi (UK), Nouvel Ensemble Moderne (Québec), Orchestre National Lorraine (France), SWR Symphonieorchester Stuttgart, BCN216 (Barcelona), Vertixe Sonora (Spain), Lontano Ensemble (UK), Musica Qu Lacoza (Japan), Quatuor Tana (Belgium), UMS ’n JIP (Switzerland) and Ensemble Diagonal (France). He has received international awards and scholarships, notably the Impuls Award 2012 in Vienna, Via-nova Orchestra Composition Competition in Weimar, the Societé Royale d’Harmonie Composition Prize in Belgium and the King’s College London PhD Award and the Caja Madrid foundation and la Obra Social La Caixa foundation scholarships. After receiving his Master degree in composition at CNSMDP in 2012, he obtained a PhD in composition at King’s College London under George Benjamin and Silvina Milstein supervision. Since 2013 he also teaches at King’s College London.

Parallel to his pedagogic and compositional activities his interest yields towards live electronics performance and its research with his duo PlusTex for cello, flute and computer live electronics. 

 

 

Di 01.06.2021 17:30-19:00

Aktive Teilnahme nur für Studierende der MUK, externe Zuhörer*innen herzlich willkommen!
Eintritt ab 17:25 Uhr

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online über diesen Link in MS Teams zur Verfügung stehen.

Kunst und Politik

Interdisziplinäres Symposium – Wissenschaft.Kunst.Politik – Aktivismus & Partizipation

Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek

Wie können Kunst und Wissenschaft in den politischen Diskurs und in gesellschaftliche Debatten eingreifen, wie werden sie wirksam, wann zur politischen Aktion? Welche Funktion haben dabei Kunstinstitutionen und Universitäten? Und ist das überhaupt ihre Aufgabe?

Diesen Fragen widmet sich das zweitägige interdisziplinäre Symposium „Wissenschaft.Kunst.Politik – Aktivismus & Partizipation“, das der Interuniversitäre Forschungsverbund Elfriede Jelinek in Kooperation mit dem Schauspielhaus Wien und der Central European University am 28. und 29.5.2021 veranstaltet.

Verhandelt werden aktuelle Tendenzen aktivistischer Ästhetik und Forschung, neue Formen der Partizipation und Immersion, der Zusammenhang von Kunst/Wissenschaft und sozialer Praxis sowie zukünftige Modelle des Umgangs mit dem öffentlichen Raum in diesem Zusammenhang.

Höhepunkt der Veranstaltung ist eine chorisch-performative Intervention vor dem Schauspielhaus Wien mit einem Text, den Thomas Köck exklusiv für den Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek verfasst hat: „eine sehr kurze sehr grundsätzliche überlegung für harfe chor und schlagwerk“. Schauspieler*innen und Mitarbeiter*innen des Schauspielhauses nehmen an dieser Intervention ebenso teil wie Studierende der Universität Wien und der MUK.

Mit: Gerald Bast, Eva Blimlinger, Claudia Bosse, Rosemarie Brucher, Kai van Eikels, Andrea Heinz, Lisz Hirn, Michael Ignatieff, Pia Janke, Veronica Kaup-Hasler, Thomas Köck, Maria Kronfeldner, Andreas Mailath-Pokorny, Monika Meister, Johanna Mitulla, Milo Rau, Christoph Reinprecht, Tomas Schweigen, Schauspieler*innen und Mitarbeiter*innen des Schauspielhaus Wien, Studierenden der Universität Wien und der MUK


Konzeption und Organisation: Pia Janke, Andrea Heinz

 

Fr 28.05.2021 17:00
Schauspielhaus Wien

Porzellangasse 19
1090 Wien

begrenzte Platzzahl, Anmeldung bis 17.5. unter jelinek.germanistik@univie.ac.at


Sa 29.05.2021 15:00
Central European University, Auditorium


ausschließlich online im Livestream zu sehen unter: https://ifvjelinek.at/


Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie unter:
https://www.ifvjelinek.at/veranstaltungen/kunst-politik-wissenschaftkunstpolitik-2021

Hier finden Sie den Veranstaltungsfolder des Symposiums.

Associationen. Johann Strauss (Vater) & Söhne: Perspektiven – Forschungsfelder

Veranstaltung im Rahmen des Forschungsprojektes Josef Strauss 2020

Fr 28.05.2021 15:00 – 18:00
online via Zoom
Anmeldung bis spätestens 26. Mai 2021 bei Eva-Maria Bauer per E-Mail unter eva.bauer@donau-uni.ac.at

 

mit einem Impulsvortrag von Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke
Strauss Johann. Site-specificity und Strauss‘ Musik. Kulturelle Strategien des Wiederaufbaus

„Musikstadt Wien“ und Johann Strauss bilden eine Liaison der ersten Stunde, was die Selbstdefinition dieser Stadt betrifft. Die Liaison war nicht immer so transparent und auch nicht so ungefährlich wie es den Anschein hat. Gegenseitige Dependenzen und der Verweis auf übergeordnete, nicht gerade musikimmanent begründete Interpretationen, stellen die Beziehung zwischen Musikstadt Wien und Johann Strauss ins Licht einer liaison assez dangereuse. Die Zeitsequenz 1945–1955, der sogenannte Wiederaufbau, lässt einige Züge dieser wohl dosierten Strauss-Strategie erkennen. Anhand ausgewählter Veranstaltungen im öffentlichen Raum soll auf die Bedeutung von Strauss‘ Musik im Kontext einer für den Beginn der Zweiten Republik symptomatischen Gefühlspolitik hingewiesen werden.


Weitere Details zum Programm finden Sie hier.

Notation. Imagination und Übersetzung

Buchpräsentation

Die vorliegende Publikation Notation. Imagination und Übersetzung entstand aus einer von Susana Zapke konzipierten Tagung, die gemeinsam vom IFK und der MUK im Mai 2018 veranstaltet wurde, und befasst sich aus einer breit angelegten multidisziplinären Perspektive mit der Frage nach den Grundstrukturen von Imagination und den Möglichkeiten und Grenzen ihrer visuellen Darstellbarkeit. Definitionen von Notation in Bezug auf die Verschriftlichung von Bewegung, Schritt und Pose, von Klang und Rhythmus im Raum, von Organisationsformen der Stimmen, von Stille, aber auch von Sagbarem und Unsagbarem, von Lebendigem und Totem bilden eine historische Konstante der wissenschaftstheoretischen und performativen Auseinandersetzung mit Kunst sowie der Materialisierung künstlerischer Ausdrucksformen selbst.

Bei der Buchpräsentation werden mehrere AutorInnen in einer offenen Diskussion zur variantenreichen Definition von NOTATION Stellung nehmen. 

 

Susana Zapke ist Musikwissenschaftlerin und Romanische Philologin. Sie ist Professorin für Musikgeschichte an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien (MUK) und leitete zahlreiche drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte, aktuell: "Music Mapping Vienna" (FWF). Von 2014 bis 2019 war sie Prorektorin und Vorständin des Instituts für Wissenschaft und Forschung an der MUK. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zum Thema NOTATION in der Musik.

 

Do 20.05.2021 18:15 - 20:00


Den Link zur Teilnahme am IFK_LIVE ZOOM-Meeting finden Sie hier: https://www.ifk.ac.at/index.php/kalender-detail/buchpraesentation-susana-zapke-notation-imagination-und-uebersetzung.html

Der Meeting Room ist ab 18.00 Uhr geöffnet. Wir freuen uns auf Ihre Online-Teilnahme!

Gender & Diversity

Musiktheater und Musiktheaterbetrieb - Was bewirkt eine Dirigentin in hisstory?

Präsentation und moderiertes Gespräch mit Prof.in Antanina Kalechyts

Die europäische Musiktradition stützt sich auf tief verwurzelte Fundamente männerdominierter Strukturen. Lange Zeit gab es den Künstler und den Auftraggeber. In den Curricula von Musikstudien und anderen musikalischen Ausbildungen werden musikhistorische Entwicklungen (Notationen, Tonsystemen, Aufführungspraxen u.v.m.) als allgemeine Basis gelehrt, es werden Werke und Biografien herausragender Genies besprochen. Die Musikbetriebe unterstehen zumeist einer männlichen Leitung und im Repertoire des Musiktheaterbetriebs herrschen Werke von Künstlern vor.

Im Laufe der Zeit gelang es Frauen, Eingang in diese Strukturen zu finden. So können (dürfen) Frauen gregorianische Choräle singen und aufführen, (dürfen) Frauenrollen in Musiktheaterwerken selbst darstellen und (dürfen) Führungsfunktionen ausführen – etwa jene der Dirigentin. 

Die Dirigentin Antanina Kalechyts bewegt sich als Professorin für Gregorianik und Liturgik in einem zutiefst männlich geprägten Umfeld, als Dirigentin für Musiktheater betritt sie ein Berufsfeld, in dem Frauen noch in der Minderzahl agieren. Zu überwindende Hürden, sich ergebende Chancen und in Gang gesetzte Entwicklungen werden aufgezeigt und reflektiert.

 

Vortragende: Antanina Kalechyts

Antanina Kalechyts, geboren in Minsk (Weißrussland), ist Absolventin der Studienrichtungen Kirchenmusik (Schwerpunkt Gregorianik und Orgel), Konzertfach Orgel und Orchesterdirigieren an der Kunstuniversität Graz, wo sie 2016 im Fach Gregorianik dissertierte. Ein Bachelor in Instrumentalpädagogik Orgel rundet ihre umfangreiche Ausbildung ab.

Von 2008 bis 2009 war sie als Domorganistin in Graz tätig. 2009 bis 2017 war sie in der Lehre an der Kunstuniversität Graz in den Klassen für Orchester- und Chordirigieren sowie im Opernstudio Mumuth tätig. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des Ensembles Graces & Voices, das sich der Interpretation des gregorianischen Chorals sowie zeitgenössischer Musik widmet. 2014 debütierte Antanina Kalechyts als Dirigentin und musikalische Assistentin beim Lehár Festival Bad Ischl. Es folgten Engagements als Dirigentin im Bereich Operette, Oper, Konzert und Kirchenmusik.

Seit 2016 übernimmt Kalechyts die musikalische Assistenz bei zahlreichen Produktionen der Neuen Oper Wien. Seit 2018 ist sie Gastdirigentin des Ensembles für Neue Musik Reconsil (Wien) und kooperiert u. a. mit dem Sirene Operntheater.


Mi 19.05.2021 17:00

Aktive Teilnahme nur für Studierende der MUK, externe Zuhörer*innen herzlich willkommen!


Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://zoom.us/j/96021983296?pwd=Z3l0RXcrQzNTcWZ5T0JGRFIvcEZ5Zz09

Meeting-ID: 960 2198 3296
Kenncode: WAWSu5

Transgressive Contours of the Body (Riot at the Border)

Präsentation der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsmethoden

(Gastvortrag in englischer Sprache)

In this lecture/discussion I would like to share with the students the strategies and methodologies I have used to devise my MA performance project and dissertation “Transgressive Contours of The Body” (Riot at the Border). "
A new work often begins with an idea, or sometimes just a vague feeling, an impulse. It is a suggestion for a direction, a wide open possibility, an artist is yet to learn where s/he is going, what s/he will encounter on the way and, ultimately, what exactly s/he wants to say. An artistic research shapes the work and leads the artist through experimentation, exploration and application of theoretical/practical findings.

In this lecture we will discuss about practice-theory relationship and exchange, how one informs the other and vice versa, and how to apply these to one’s developing work." I will also share with the students the outcomes of my research, from Foucault’s ideas of the historical inscriptions on the surface of the body to Connor’s research on skin as the milieu for mingling with the environment. We will then discuss the strategies I have used to implement the aforementioned ideas into my work.

 

Vortragende: Sonia Roshal

Sonia Roshal is a visual artist, exploring and working in many different medias with the emphasis on performance. Sonia believes that every production develops a unique vocabulary/language, hence all her performances diversify one from another but are united in expressive physicality. Often informed by personal experiences her works are the explorations of the human behaviour, political theatre, life and death, patterns and sensibilities. 


Di 11.05.2021 17:30-19:00

Aktive Teilnahme nur für Studierende der MUK, externe Zuhörer*innen herzlich willkommen!
Eintritt ab 17:25 Uhr
 

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://us04web.zoom.us/j/76127878855?pwd=b2FRclYxdC9pVFA4amtUZktOdzAxdz09

Meeting ID: 761 2787 8855
Passcode: 226309

Kunst und Politik

Interdisziplinäres Online-Symposium - Kunst.Politik.Moral

wird vom Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek und dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum in Kooperation mit dem Tanzquartier Wien und dem Österreichischen Kulturforum Warschau veranstaltet.

 

Das Symposium bildet den Höhepunkt des Forschungsschwerpunkts „Kunst & Politik“, der sich, ausgehend von Elfriede Jelineks Werken, mit grundsätzlichen Aspekten politischer Ästhetik befasst: Was ist „politische Kunst“ heute? Wie könnte/sollte Kunst „politisch“ sein? Und mit welchen ästhetischen Strategien wird Kunst politisch wirksam?

Das Symposium fragt nach den Zusammenhängen von Kunst, Politik und Moral. Ausgehend von Elfriede Jelineks politischer Haltung werden das Spannungsverhältnis von Kunst und Moral, die Position von Intellektuellen in unterschiedlichen politischen Systemen, Repression und Skandalisierung kritischer Kunst im internationalen Vergleich sowie die Möglichkeiten politischer Ästhetik zwischen Postmoderne und Populismus diskutiert.

Das Symposium verbindet die Wissenschafts- und Kunststandorte Wien und Warschau: zwei Tage werden aus dem Tanzquartier Wien, zwei aus dem Österreichischen Kulturforum Warschau gestreamt. Ausschnitte aus der Inszenierung von Elfriede Jelineks Rechnitz (Der Würgeengel) des Theaters in der Josefstadt sind ebenso zu sehen wie Wojtek Blecharzʼ Rechnitz. Opera (Anioł Zagłady) als Mitschnitt aus dem TR Warszawa.

Konzeption und Organisation: Pia Janke, Andrea Heinz

Die Symposiumstage sind ab der jeweils angegebenen Uhrzeit für 24 Stunden als Stream auf www.ifvjelinek.at zu sehen.

 

Programm:

Sa 1.5.2021 18:00
aus dem Tanzquartier Wien
Stream:
https://www.ifvjelinek.at

Begrüßung: Pia Janke, Andrea Heinz

Brigitte Jirku: Zur Kunst politischen Schreibens. Provokation ade

Gespräch: „Ich habe es jetzt lange genug versucht ...“ – Aufbruch oder Resignation?
Mit Silke Felber, Anita Mayer-Hirzberger, Doron Rabinovici, Kristine Tornquist, moderiert von Andrea Heinz

Gespräch: Zwischen Postmoderne und Populismus: Perspektiven politischer Ästhetik
Mit Rosemarie Brucher, Natascha Strobl, Doris Uhlich, moderiert von Christian Schenkermayr

Dirk D’Ase, Miroslava Svolikova: europa flieht
Mit Julia Mikusch, (Schauspiel), Schlagwerk: Junghyun Oh, Linus Rastegar
Einleitung: Dirk D´Ase, Miroslava Svolikova

 

So 2.5.2021 15:00
aus dem Tanzquartier Wien
Stream:
https://www.ifvjelinek.at/

Elfriede Jelinek: Rechnitz (Der Würgeengel) - Ausschnitte mit Sona MacDonald
(Produktion des Theaters in der Josefstadt, Inszenierung: Anna Bergmann)

Pia Janke im Gespräch mit Monika Meister und Barbara Nowotny
Statements: Anna Bergmann, Oskar Deutsch, Daniela Strigl, Heidemarie Uhl

Gespräch: Kunst als Tagespolitik? Ästhetik und Aktualität
Mit Didier Eribon, Olga Flor, Geoffroy de Lagasnerie, David Weberman, moderiert von Jens Kastner

Gespräch: Kunst & Moral
Mit Łukasz Chotkowski, Katarzyna Kalwat, Oliver Marchart, Stefan Schmidl, moderiert von Andrea Heinz und Artur Pełka

Ausschnitte aus Wojtek Blecharz: Rechnitz. Opera (Anioł Zagłady)
(Produktion des TR Warszawa, Inszenierung: Katarzyna Kalwat)


Mo 3.5.2021 18:00
aus dem Österreichischen Kulturforum Warschau
Stream:
https://www.ifvjelinek.at

Begrüßung: Rupert Weinmann, Leiter des Österreichischen Kulturforums Warschau

Agnieszka Jezierska-Wiśniewska:
Jelineks ästhetischer Protest im Namen der Schweigenden, gegen die politischen Schreihälse

Gespräch: Staatskunst oder Nestbeschmutzung? Politische Kunst im internationalen Vergleich
Mit Zuzana Augustovà, Karoline Exner, Anton Pelinka, Weronika Szczawińska, moderiert von Monika Szczepaniak

Gespräch: „Eine Frau darf kein Werk haben“
Mit Claudia Breger, Mumina Hafez, moderiert von Stefan Krammer

Łukasz Chotkowski und Agata Koszulińska (Studierende der Theaterakademie Warschau):
Die Schutzbefohlenen – Atlantide


Di 4.5.2021 18:00
aus dem Österreichischen Kulturforum Warschau
Stream:
https://www.ifvjelinek.at

Begrüßung: Maciej A. Soborczyk, Leiter der Österreich-Bibliothek Warschau

Tatjana Griessler, Sabrina Weinzettl:
Jelinek online. Elfriede Jelinek: Werk und Rezeption

Anna Majkiewicz:
Zwischen Kunst und Politik
Der Theaterskandal um die polnische Inszenierung von Jelineks Prinzessinnendramen im Teatr Polski

Gespräch: „Solche Stücke [...] wollen wir nicht auf unseren Bühnen sehen!“
Die Rezeption von Jelineks politischen Texten in Polen
Mit Bożena Chołuj, Anna Majkiewicz, Monika Muskala moderiert von Sabrina Weinzettl


Soweit möglich, wird das Symposium in deutscher und polnischer Sprache gestreamt, Simultandolmetscher: Maciej Zgondek, Jarosław Sobczak. Informationen auf Polnisch / Wszystkie informacje dotyczące sympozjum znajdą Państwo także po polsku: https://ifvjelinek.at/veranstaltungen/sympozjum-online-sztukapolitykamoralnosc/

Gender & Diversity

Musiktheater und Musiktheaterbetrieb in Gegenwart und Zukunft - eine Reflexion aus der Praxis

Präsentation und moderiertes Gespräch mit Lotte de Beer (Design. Intendantin der Volksoper Wien)

Jahrhunderte lang war musikdramatische Darstellung, egal ob in Planung, künstlerischer Entstehung oder Präsentation, eine männliche Domäne. Bis heute bilden Werke von Komponisten und Librettisten des klassisch-romantischen Kanons die Programme der Musiktheater. Und bis heute dominieren Männer die Führungspositionen des Musiktheaterbetriebs in der sogenannten westlichen Hochkultur. Frauen und Menschen anderer Geschlechteridentitäten sind aktiver Teil des Musiktheaterbetriebs. Doch sind sie gleichwertig beteiligt?

Eine biografische Kurzpräsentation und das anschließende moderierte Gespräch werden folgende Fragen thematisieren: Wo befindet sich das Musiktheater im 21. Jahrhundert? Unterliegen Musiktheaterwerke und der Musiktheaterbetrieb noch den binären Geschlechterrollen von Mann und Frau? Wie gestaltet sich der Kanon jener Werke, die der Betrieb produziert und präsentiert? Darf man Werke vorheriger Jahrhunderte noch traditionell inszenieren, oder ist man als Interpret*in dazu verpflichtet, die Aspekte Diversity und Gender einzubeziehen? Ist es zeitgemäß, Werke männlicher — mit dem Geniebegriff konnotierter — Künstler, immer wieder neu auf die Bühne zu bringen, oder wird es notwendig, Musiktheater anders zu denken? Was kann Musiktheater gesellschaftlich bewirken und sind es, provokant formuliert, die Künstlerinnen und Intendantinnen, denen es obliegt, den Perspektivenwechsel neu auszurichten, Dualismen aufzubrechen und die Tradition der Reproduktion historischen Kulturguts zu überwinden?
 

Vortragende: Lotte de Beer

The Dutch opera director Lotte de Beer is to become the new Director of Volksoper Wien from September 2022. Lotte de Beer was born in 1981 and studied theatre directing at the Hogeschool voor de Kunsten in Amsterdam. She quickly attracted attention with her first productions – Benedict Weisser’s Penthesilea, based on the play by Kleist, at the Kameroperahuis Zwolle and Sinem Altan’s and Kerem Can’s Tango Türk at the Neuköllner Oper Berlin. Peter Konwitschny brought her to Leipzig Opera, where her first production was Clara S. (Chatzopoulou) and her other productions included Janáček’s The Cunning Little Vixen and Die arabische Prinzessin. She was then invited to the Holland Festival and the Munich Biennale.
She now has many impressive opera productions to her name all over Europe, including: Humperdinck’s Hänsel und Gretel, Robin de Raaff’s Miss Monroe and Rossini’s Il barbiere di Siviglia at the Dutch National Opera, Henze’s Boulevard Solitude at the Royal Danish Theatre in Copenhagen, Mozart’s Così fan tutte at the Staatstheater Braunschweig, Massenet’s Manon at Opera Zuid, Puccini’s La Bohème and Traviata Remixed after Verdi at the Wiener Kammeroper, Georges Bizet’s Les pêcheurs de perles and Tchaikovsky’s The Maid of Orleans at the Theater an der Wien, Puccini’s Il trittico at the Bavarian State Opera, Berg’s Lulu at Leipzig Opera, Tchaikovsky’s Eugen Onegin in Bielefeld, Dvořák’s Rusalka and Bizet’s Carmen at the Aalto-Theater Essen, Wagner’s The Flying Dutchman and Verdi’s Falstaff at Malmö Opera, Jommelli’s Didone abbandonata at Theater Basel, Verdi’s Don Carlos at the Stuttgart State Opera, Handel’s Alcina at the Deutsche Oper am Rhein, Rossini’s Mosé in Egitto in Bregenz and most recently Verdi’s Aida at the Paris Opéra.

Together with the conductor Steven Sloane, Lotte de Beer formed the Amsterdam company Operafront, of which she is the Artistic Director. Operafront’s aim is to arouse enthusiasm for the art form of opera among a new generation of theatre goers.Her productions with Operafront include Moonstruck Intoxication (a triple bill with works by Henze, Schönberg and Maxwell Davies) and Caliban (a world première based on Shakespeare, composed by Moritz Eggert).
In 2015 de Beer received an award in the Newcomer category at the International Opera Awards. In 2018 she was given the Distinguished Artist Award of the International Society for the Performing Arts (ISPA). In 2020 she was nominated in the Best Director category at the International Opera Awards. In June 2021 Lotte de Beer will stage Le nozze di Figaro at the international Festival d’Aix-en-Provence.

 

Mi 14.04.2021 15:00-16:30

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: 
https://us02web.zoom.us/j/82939940445?pwd=dERGbHJZMmk0Z2F3bWpDd3cyOUhMdz09#success

Aktive Teilnahme für alle Studierenden der MUK mit Anmeldung in MUKonline.

 


Weitere geplante Termine der Veranstaltungsreihe:

Mi, 19.5.2021, 18:30—20:00 Uhr
Musiktheater und Musiktheaterbetrieb — Was bewirkt eine Dirigentin in his story? 
Antanina Kalechyts (Dirigentin, Professorin an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien)

Mi, 9.6.2021, 18:30—20:00 Uhr
Musiktheater und Musiktheaterbetrieb im Wandel der Geschlechterrollen. 
Julia Purgina (Komponistin, Professorin und Studiengangsleiterin an der MUK) 

Gender & Diversity

Wenn das Weiterkommen erschwert wird… Hindernisse für Frauen in der klassischen Musikbranche

Im Zuge der Globalisierung befinden sich Musiker*innen in einer Ära stets wechselnder Arbeitsbedingungen. Viele streben nach einer internationalen Karriere und einer besseren Lebensqualität, um erfolgreich künstlerisch tätig sein zu können. Doch es gibt viele Hindernisse, die strukturell und nicht individuell sind und daher auch nicht von einzelnen Individuen beseitigt werden können.

Der Vortrag widmet sich diesen strukturellen Hindernissen, denen Frauen in der klassischen Musik in verschiedenen Kulturräumen häufig ausgesetzt sind. Anhand von Beispielen gibt die Vortragende Einblicke in strukturelle Arbeitsbedingungen von Musikerinnen, um die Bewusstheit und Reflexion im Umgang mit Künstlerinnen zu fördern und die Chancengleichheit in der Kunstszene voranzutreiben.


Vortragende: Jui-Lan Huang

Jui-Lan Huang, taiwanesische Pianistin, von der deutschen Presse gefeiert und von dem legendären Pianisten Anatol Ugorski als “hochbegabt mit Können und künstlerischem Talent” beschrieben, wurde in Deutschland ausgebildet und lebt derzeit in Wien.
Als vielseitige Pianistin gibt Huang häufig Soloabende, Klavierkonzerte und Kammermusik-Konzerte und trat in vielen renommierten Konzertsälen wie dem Konzerthaus Berlin, Gasteig München und der Slovenská Filharmónia auf. Inspiriert von der Natur und einer Mischung aus westlichen Künsten und asiatischer Philosophie gründete sie die Konzertreihe “Art of Silence”, die regelmäßig in Europa und Asien stattfindet und Literatur, Fotografie und bildende Kunst miteinander verbindet.

Ihr narrativ-thematischer Zugang zur Programmgestaltung ermöglicht sowohl ein breit gefächertes Repertoire als auch die nahtlose und elegante Einbindung von, zum Teil wenig bekannten, Komponistinnen verschiedener Epochen und Länder in traditionelles „Abo-Konzert“ Repertoire. Hierbei schafft sie eine Brücke des Verständnisses für das Publikum und trägt maßgeblich zur Vermittlung der Musik von Frauen und zu der Erhöhung von Diversität in der Welt der klassischen Musik bei. (Univ.-Prof.in Dr.in Jean Beers)


Mi 17.03.2021 18:30-20:00
 

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://us05web.zoom.us/j/3062133011?pwd=STRsUVlLeUNJUTVmQW9mTWtPQUY1QT09


Hier finden Sie den Link zur Aufnahme des Vortragshttps://we.tl/t-hQ1qzIx2ju

MUK meets IFK

Aus dem Haus. Tanzende Verhältnisse im Theater der Operette

Als Spielart der Boulevardkomödie unterhält die Operette seit ihren Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine enge Beziehung zur Großstadt, ihren Straßen und der Menge, die dort unterwegs ist. In Paris und anderen Metropolen Europas wurde diese Menge als Unruhestifterin seit 1789 gleich mehrfach auffällig. Zudem prägte sie das Stadtbild dadurch, dass sie im Vergnügungsleben ihrem Bewegungsdrang freien Lauf ließ.

Der Vortrag geht den Operettenchoreographien der mobil gemachten Menge nach und beleuchtet die Verquickungen dieses Unterhaltungstheaters sowohl mit der politischen Geschichte moderner Massenbewegungen als auch mit den industriellen Revolutionen in Verkehr und Technik, dank deren die Verhältnisse ständig neu zum Tanzen gebracht werden. Ihnen verdanken die Theaterfeste dieser turbulenten Musikdramen ein ebenso buntes wie nomadisches Personal, das den häuslichen vier Wänden – bis dahin typischer Komödienschauplatz – freiwillig den Rücken kehrt, wenn es denn überhaupt ein Heim besitzt.

Vortragende: Ethel Matala de Mazza 

Ethel Matala de Mazza ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungen gelten der Literatur- und Theoriegeschichte des politischen Imaginären, der Theorie und Ästhetik kleiner Formen sowie Wechselbeziehungen zwischen Demokratie und Massenkultur. 2018 erschien ihre Monographie Der populäre Pakt. Verhandlungen der Moderne zwischen Operette und Feuilleton (Frankfurt/Main: Fischer Verlag).

 

Do 11.03.2021 18:15

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://us02web.zoom.us/j/89956066410
 

Hier finden Sie eine Aufnahme der Audiospur des Vortrags: https://www.ifk.ac.at/medien-detail/ethel-matala-de-mazza-aus-dem-haus-tanzende-verhaeltnisse-im-theater-der-operette.html​​​​​​​

Gender & Diversity

Gastvorträge mit Dr.in Stacy Wolf

Die Gastvorträge, mit einer Dauer von 90 Minuten und anschließender Diskussion, werden in englischer Sprache gehalten.
 

Women in Broadway Musical Theatre from the 1950’s to Today

From Maria in The Sound of Music to Elphaba and Glinda in Wicked to Angelica Schuyler in Hamilton, vibrant women characters have graced the Broadway musical stage, singing and dancing their way into the hearts of audiences. At the same time, these characters are in conversation with U.S. society, both reflecting and shaping cultural values about gender. In this talk (with clips and slides), Wolf will lead a journey through Broadway musical theatre history from the 1950s until today to examine what women do in musical theatre and why it matters.
 

Mo 22.02.2021 19:00-20:30

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://princeton.zoom.us/j/93918326029

 

Sondheim’s Women and University Musical Theatre in the Age of #MeToo

The women characters in Stephen Sondheim’s musicals, such as Joanna in Company, the Witch in Into the Woods, and Mrs. Lovett in Sweeney Todd, are among the most complex characters in the musical theatre canon. They are challenging and rewarding roles to sing and to act. They also ask performers to embody characters who are wronged, dismissed, or demonized. What is the appeal and what are the trials of these roles for college-age actors? In this talk (with slides) based on interviews with directors, actors, and designers, Wolf examines why young theatre makers are drawn to such characters and how they navigate these roles in in the age of #MeToo.


Do 25.02.2021 19:00-20:30 

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://princeton.zoom.us/j/96282733665

 

Lecturer: Dr. Stacy Wolf
is a Professor of Theater and American Studies and Director of the Program in Music Theater, Princeton University, New Jersey, USA and Co-editor of The Oxford Handbook of the American Musical.
Monographs: A Problem Like Maria: Gender and Sexuality in the American Musical (2002), Changed for Good: A Feminist History of the Broadway MusicaI (2011), Beyond Broadway: The Pleasure and Promise of Musical Theatre Across America (2020)
 

Die Vorträge sind öffentlich zugänglich. Alle Studierende und alle Lehrende sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Der Zoom Link kann auch an interessierte Personen außerhalb der MUK weitergeleitet werden.
MUK-Studierende können zusätzlich nach Interesse die Lehrveranstaltung „Vertiefende Theorie: Genderthemen im Musical"  für ECTS-Punkte besuchen.

Gender & Diversity

Gastvortrag von Ekheo

KI - Stimme, Gender und Identität

Stimme ist ein wichtiger Teil unserer Identität. Eigenschaften von Flüchtigkeit, Vergänglichkeit und Einmaligkeit werden mit der Stimme verknüpft. Sie ist zudem formbar, beweglich und veränderbar. Wir können über den Klang der Stimme sehr differenziert Informationen wahrnehmen bzw. bewerten. Dabei ist die Stimme nicht nur als Medium von Inhalten bedeutend, sondern vielmehr ist der Klang selbst, in dem uns der Inhalt vermittelt wird, Träger von Botschaften, die wir bewusst oder unbewusst dechiffrieren. Stimme ist Teil eines verwobenen zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Systems von Klängen, das Interaktion schafft – ein permanenter Austausch, dem man sich kaum entziehen kann.

Wie wird Stimme wahrgenommen und bewertet? Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Was ist die Bedeutung der natürlichen Stimme und der künstlichen Stimme? Wie kann die Stimme der künstlichen Intelligenz, als performativer Akt authentisch eingesetzt werden? Die Verkörperung der KI ist Stimme, daher ist es notwendig neue Denkansätze über deren Gestaltung und technologischen Einsatz zu entwickeln, die sowohl ethisches Denken, künstlerische Untersuchungen und einen kulturellen Dialog einschließen.

Sound Studies ist ein junges, interdisziplinäres Forschungsfeld, das auch in der künstlerischen Auseinandersetzung immer präsenter wird. In der Theorie der auditiven Kultur beschäftigen wir uns mit der klanglichen Umwelt und deren Einfluss auf gesellschaftliche Strukturen. Im Zentrum steht hier die Wahrnehmung, das Auditive rückt in den Vordergrund. Wir sprechen von einem “Sonic Turn”, also einer Verschiebung von der rein visuellen Wahrnehmung zu dem Verstehen von Kultur, Politik und Gesellschaft auf klanglicher, also auditiver Ebene. Ekheo stellen in ihrem künstlerischen Forschungsprozess die Stimme als Phänomen in den Fokus.

Auch am Beginn ihres Vortrags widmen sie sich dem Phänomen Stimme, der Stimmwirkung und den geschlechtsspezifischen Unterschieden der Physiologie. Anschließend werfen sie die Frage nach der Genderneutralität auf und untersuchen, welche Rolle die künstliche Stimme dabei spielt, welche Werte sich in ihr widerspiegeln und wie Genderstereotypen fortgeschrieben werden.

Im 3. Teil des Vortrags zeigen sie anhand des Zugangs von Sound Artist Holly Herndon und mit Soundbeispielen ihres Kollektivs Wege auf, Zuschreibungsmuster kompositorisch und performativ aufzubrechen. Im Anschluss an den Vortrag kann in einem offenen Q&A Setting diskutiert werden.

 

Vortragende: Ekheo
Aude Gouaux-Langlois und Belinda Sykora gründeten 2016 während ihres Masterstudiums „Sound Studies“ an der UdK Berlin das Künstlerkollektiv Ekheo. Ihre Arbeiten setzen sich spartenübergreifend mit Stimme und Klang auseinander und umfassen u. a. künstlerische Forschung auditiver Kultur, Performance und experimentelle Musik.

 

Fr 18.12.2020 19:15

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom unter diesem Link zur Verfügung stehen: https://us02web.zoom.us/j/84982565666?pwd=S0xzbjV0UmtiU2FIVE5CWnd5TjFZQT09

Gender & Diversity

Gastvortrag von ​​​​​​​Maria Fuchs

Gender-Konstruktion durch Film und Musik: Transmediale Texturen weißer, heroischer Männlichkeit am Beispiel Luis Trenkers.

Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass der Südtiroler Bergsteiger, Filmemacher und Geschichtenerzähler Luis Trenker für mehrere Generationen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg die Alpen für den Durchschnittskonsumenten in Deutschland und Österreich verkörperte. Ursprünglich als Ufa-Filmstar der frühen Bergfilme hervorgegangen, gelang es ihm seine Person als Marke des heldenhaften und kernigen Naturburschen zur großen Beliebtheit auszubauen, seine „Outdoor-Männlichkeit“ mit der Kunst des Filmemachens zu verbinden und im Rahmen von Tourismus und Alpinismus kommerziell dienstbar zu machen. Trenkers Image als kerniger Männertyp hat sich auch innerhalb der Musikindustrie als zuverlässige Referenz erwiesen, wenn Andreas Gabalier in Süddeutschen Zeitung als der Luis Trenker unter den Popstars beschrieben wird.

Dieser Vortrag möchte ausgehend vom Bergfilm der 1930er Jahre und speziell des medialen Phänomens Luis Trenker die Konstruktionsprozesse heroischer Imaginationen in der transmedialen Verknüpfung zwischen Film und Musik beleuchten. Dabei wird die Funktion der Musik (speziell der Lieder) in Trenkers Filmen ebenso beleuchtet wie die Art und Weise Trenkers Inszenierung innerhalb der Musikindustrie, die seit den 1930er Jahren kontinuierlich das Bild weißer, männlicher Heldentypen formen und traditionelle Geschlechterbilder im Kontext von ,Tradition‘ und ,Heimat‘ adressieren.

Vortragende: Maria Fuchs

 

Mi 16.12.2020 17:10
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Johannesgasse 4a
1010 Wien

Diese Veranstaltung wird an dem oben genannten Termin online via Zoom zur Verfügung stehen.

"Stimmführungsanalyse nach Heinrich Schenker" mit Thomas Cornelius Desi

„Music was destined to reach its culmination in the likeness of itself.“

(Heinrich Schenker)

Der Workshop-Vortrag Stimmführungsanalyse nach Heinrich Schenker ist eine Einführung in die Grundlagen der Reduktionsanalyse und Schichtenlehre. Als „Kick-Off“ werden Grundregeln des Kontrapunkts und Technik der „Dekolorierung“ so erklärt, dass die Erkenntnis strukturellen Zusammenhangs in tonalen Kompositionen praktisch anwendbar wird für Instrumentalisten und Komponisten.

 

Vortragender: Thomas Cornelius Desi

Workshopleitung: Markus Prause

 

Thomas Cornelius Desi studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Musiktheorie sowie Dirigieren und Komposition, war musikalischer Leiter des Orchestervereins der Gesellschaft der Musikfreunde Wien und der Musiktheatergruppe Totales Theater Wien. 1992 wurde er persönlicher Assistent von Diether de la Motte für Musiktheorie an der mdw.

Desi besuchte Kompositionsseminare bei Brian Ferneyhough (Royaumont, Szombathely), an der University of Berkley (USA), sowie bei Rodney Sharman und Louis Andriessen (Amsterdam). Aufführungen von Kompositionen erfolgten u. a. vom Österreichischen Ensemble für Neue Musik, Die Reihe, Les Percussions de Strasbourg, dem Sinfonieorchester Ostrau, dem Mozarteum Orchester Salzburg, Ensemble Ictus, Stuttgarter Vocalsolisten. Zwischen 1994 und 2014 spezialisierte sich Desi in über vierzig eigenen Produktionen auf neues Musiktheater, die in GarageX, dietheater, Wiener Konzerthaus, Brut, Ankerbrotfabrik, Semperdepot sowie am Theater Nestroyhof Hamakom, aber auch in Bregenz (Bregenzer Festspiele), Paris (Festival Oberkampf) und Rotterdam (Operadagen) zu sehen waren. Sein Opernprojekt Tarkovski. The 8th Film war für den Fedora-Opera-Prize 2018 nominiert.

Für 2020 ist die Uraufführung seiner Oper Die Verwechslung durch das Sirene-Operntheater (Wien) geplant sowie die Uraufführung eines neuen Streichquartetts durch das für die Universität für Musik und darstellende Kunst gebaute Streichquartett von Geigenbaumeister C. Schachner. 1989 gründete Desi gemeinsam mit Christian Utz das Ensemble KlangArten – Neue Musik, das er musikalisch leitete und 1994 das Musiktheater-Ensemble ZOON. Als Musiker mit Live-Elektronik trat er in der Frankfurter Gruppe TEXTxtnd auf, kuratierte das Musiktheater-Performance-Festival Das Offene Ohr im OK Linz 1993, das Producer-Meeting NewOp11 für neues Musiktheater im WUK-Wien, organisierte die mehrteilige Musik-/Wissenschaftsreihe Re-Cycling Wien.

Zusammen mit Eric Salzman publizierte Desi das Werk The New Music Theater: Seeing the Voice, Hearing the Body sowie über die Theaterarbeit von Zoon Vom Projekt zum Produkt als Prozess und über die Wiener Musiktheaterszene. Theaterworkshops in London 2010 bzw. New York 2009 und 2013 ergänzten die Arbeit sowie Lehraufträge zur Neuen Musik nach 1945 bzw. Neues Musiktheater an der Universität für Musik Wien. Seit 2014 ist Thomas Desi künstlerischer Co-Leiter des von ihm mitbegründeten Festivals MUSIKTHEATERTAGE WIEN.

 

Fr 11.12.2020 10:00 - 12:00
MUK, virtueller Raum
 

Notation und Aufführung

Online-Symposium: Aktualisierung oder Auslöschung? Die Kunst der Überschreibung

Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek
Interdisziplinäres Online-Symposium

Das Symposium, das in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum und Wien Modern stattfindet, befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen künstlerischem Werk, seiner Interpretation und Tradierung – und den damit verbundenen Praktiken der Fort-, Neu- und Weiterschreibung. Ausgangspunkte sind Elfriede Jelineks künstlerische Produktionstechniken und die Intertextualität in ihren Arbeiten.

Wie ist die spezifische Materialität von Kunstwerken in den verschiedenen Künsten – in Literatur, Musik, Theater, Oper, Tanz und bildender Kunst – zu fassen und zu beschreiben? Welche (intermedialen) Formen der Weiter- oder Überschreibung kommen bei der Analyse und Rezeption eines Werks zum Einsatz? Und welche Auswirkung haben gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf künstlerische Formgebungsverfahren und die Überlieferung von Kunstwerken? Diese Fragen werden in Form interdisziplinärer, künstlerischer und wissenschaftlicher sowie künstlerisch-wissenschaftlicher Beiträge erörtert.

Das Symposium ist Teil des großangelegten Forschungsschwerpunkts „Notation und Aufführung“, in dem das Verhältnis zwischen Text und Werk, Text und Inszenierung bzw. Partitur und musikalischem Ereignis sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch diskutiert wird. Es knüpft inhaltlich an die Ausstellung „Beethoven bewegt“ im Kunsthistorischen Museum an sowie an die von Wien Modern im Kunsthistorischen Museum geplante Uraufführung von Georg Friedrich Haasʼ Komposition „ceremony II“, die nun um ein Jahr verschoben wurde.
 

Konzeption und Organisation: Pia Janke, Rosa Eidelpes

Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie unter: https://www.ifvjelinek.at/veranstaltungen/notation-und-auffuehrung-aktualisierung-oder-ausloeschung-2020/

 

Do 26.11.2020 17:30
Stream: https://www.ifvjelinek.at

Do 10.12.2020 17:30
Stream: https://www.ifvjelinek.at

 

Die Symposiumstage sind ab der jeweils angegebenen Uhrzeit für 24 Stunden als Stream auf https://www.ifvjelinek.at zu sehen.

Hier finden Sie den Veranstaltungsfolder.

Beethoven visuell. Der Komponist im Spiegel bildlicher Vorstellungswelten

Buchpräsentation

Ludwig van Beethoven (1770–1827) gilt als Protagonist einer der wirkungsmächtigsten medialen Diskurse der Kulturgeschichte mit geradezu universeller Reichweite. Die Vorstellungen über den Komponisten selbst bzw. darüber, wofür er sinnbildlich stand und heute noch steht, haben zur Konstitution und Verstetigung seines Mythos in Musik, Literatur, Film und anderen visuellen Medien beigetragen.

Werner Telesko, Susana Zapke und Stefan Schmidl werfen mit Beethoven visuell ein neues Licht auf die beeindruckende "Ikonografie" des Komponisten: Beethoven in der Natur, in seiner materiellen Umwelt, aber auch in Verbindung mit dem Immateriellen bilden dabei die wichtigsten Themengebiete der bildlichen Vorstellungswelten.
 

Di 17.11.2020 19:00
Musiksammlung der Wien-Bibliothek im Rathaus

Loos-Räume, Bartensteingasse 9
1010 Wien

MUK meets IFK

Von Übermarionetten und somnambulen Schauspieler*innen

Welches künstlerische Potenzial bergen Zustände des Halbbewusstseins? Was haben Somnambule mit Marionetten gemein? Und welche Vorzüge halten diese gegenüber herkömmlichen Schauspieler*innen bereit? Rosemarie Brucher geht diesen Fragen auf den Grund.

Sowohl in Heinrich von Kleists Schrift Über das Marionettentheater (1810) als auch in Edward Gordon Craigs schauspieltheoretischen Überlegungen zur „Übermarionette“ am Beginn des 20. Jahrhunderts wird eine allzu große Bewusstheit der ausführenden Künstler*innen als nachteilig für den künstlerischen Prozess bewertet. Dem gegenüber stehen Versuche, Zustände des Halbbewusstseins, wie sie beispielsweise den Somnambulismus kennzeichnen, für die Kunst nutzbar zu machen. Deren Erschließung bildet das Zentrum der sich über die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts generierenden Psychowissenschaften und findet um 1900 nun auch Eingang in kunsttheoretische Fragestellungen. Der Vortrag fokussiert diese Adaptionen bewusstseinstheoretischer Überlegungen in einer Gegenüberstellung von Kleist und Craig und deren jeweiligen Überlegungen zur (Über-)Marionette.

Vortragende: Rosemarie Brucher

 

Do 12.11.2020 18:15
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Johannesgasse 4a
1010 Wien

Gender & Diversity

Rassismuskritische Praxis im Schauspiel mit Steffen Jäger

Kunst lebt von Perspektivenvielfalt. Um zu gewährleisten, dass Menschen mit Rassismuserfahrungen gleichberechtigt und gleichwertig am Schauspielbetrieb teilhaben können, bedarf es einer umfassenden institutionellen Selbstreflexion. Um rassistische Strukturen (an)erkennen zu können, ist es notwendig, gesellschaftliche Normen grundlegend zu hinterfragen – unter Einbeziehung der Perspektive von Schwarzen Menschen und People of Color.

Wir gehen der Frage nach, was rassistische Diskriminierung mit uns, unserer Kunst und den Institutionen zu tun hat, in denen wir wirksam sind – und wie Schauspielpraxis und Macht miteinander wirken. Wo begegnen wir rassistischen Mustern und Handlungsweisen und wie können wir ihnen entgegenwirken?

Der Workshop befasst sich in zwei Etappen mit den Grundlagen rassismuskritischer Praxis: Im ersten Teil werfen wir einen Blick auf gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge und untersuchen Schlüsselbegriffe und -konzepte von Diversität und strukturellem Rassismus. In einem zweiten Schritt betrachten wir anhand einer Reihe von aktuellen Fallbeispielen, wie diskriminierende Bühnenmittel und Organisationsstrukturen im Theater zu einer permanenten (Re)Produktion von Ausschlussmechanismen führen können. Wir entwerfen Lösungsansätze, um Diversität und Diskriminierungsfreiheit in unserem Arbeitsumfeld aktiv zu stärken.

Vortragender: Steffen Jäger
 

Mi 07.10.2020 10:00 - 13:00
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Bräunerstraße 5, Raum 2.33
1010 Wien

Mi 04.11.2020 10:00 - 13:00
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Bräunerstraße 5, Raum 2.33
1010 Wien
 

Diese Veranstaltung wird an den oben genannten Terminen online zur Verfügung stehen.

Präsentation und Eröffnungssymposium

Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek

In Keynotes, Dialogen, Gesprächen, künstlerischen Interventionen sowie mehreren „Laboren“ werden im Rahmen des großen Eröffnungssymposiums des Interuniversitären Forschungsverbunds Elfriede Jelinek grundsätzliche Aspekte des Spannungsfeldes von Wissenschaft und Kunst diskutiert sowie die Schwerpunkte des Interuniversitären Forschungsverbunds vorgestellt und gemeinsam erste Fragestellungen dazu entwickelt.

Ausgehend von Jelineks Werken, Themen und Verfahren sind diese vier Schwerpunkte die Bereiche „Kunst & Politik“, „Geschlecht und Gewalt“, „Notation und Aufführung“ und „Musik.Theater“.


Do 22.10.2020 19:00
aus dem Tanzquartier Wien
Stream: https://www.ifvjelinek.at/

Fr 23.10.2020 17:30
aus der Alten Kapelle der Universität Wien
Stream: https://www.ifvjelinek.at/

Sa 24.10.2020 15:00
aus dem MUK.Podium 
Stream: https://www.ifvjelinek.at/
 

Konzeption und Organisation: Pia Janke, Andrea Heinz, Christian Schenkermayr
 

Die Symposiumstage sind ab der jeweils angegebenen Uhrzeit für 24 Stunden als Stream auf https://www.ifvjelinek.at zu sehen.

Hier finden Sie den Veranstaltungsfolder .

 

Gender & Diversity

Gastvortrag mit Katrina Daschner: Hiding in the Lights

Vortrag von Katrina Daschner: "In meinem Vortrag möchte ich mein achtteiliges Filmprojekt Hiding in the Lights (2012-2020) vorstellen. Insbesondere die verschiedenen Publikumsräume in den Filmen, wie sie im Verhältnis zu den Performenden stehen, erscheinen mir spannend im Kontext der MUK zu besprechen.

Was eröffnen oder auch verunmöglichen die diversen Theaterarchitekturen zwischen dem Publikum und den Performenden auf der Bühne könnte also eine konkrete Frage lauten, der wir im Anschluss an meine Präsentation mit den Studierenden nachgehen. Oder welche Rolle spielt Rhythmus bei der Montage? Kann ein Film musikalisch sein ohne Musik zu verwenden? Je nach Zusammensetzung der Studierenden werden sich unterschiedliche Interessen ergeben in welche Richtung wir die Filme im Anschluss diskutieren können.

Hiding in the Lights ist eine filmische Serie, die aus insgesamt 8 Teilen besteht. Das Drehbuch zu dieser Serie von 8 Kurzfilmen basiert in fragmentarischer Weise auf der „Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler. In der Traumnovelle wird von einem scheinbar harmonischen Ehepaar erzählt, das über die vielen Jahre geschwisterliche Züge bekommen hat. Die 8 Kurzfilme beleuchten in der Serie unterschiedliche Momente dieses Paares. Bei meinen filmischen Variationen ist dieses Ehepaar ein queeres Frauenpaar, das sich in einem ähnlichen Entfremdungsmoment innerhalb ihrer langjährigen Beziehung befindet, wie das Ehepaar in der Traumnovelle. Die einzelnen Teile stellen unterschiedliche Fantasien, Begierden und Zustände der beiden dar und zeigen Reisen in dieses flüchtige Selbst. Es bleibt - wie im Buch - offen ob diese Erlebnisse erträumte Gedanken oder real gelebte Träume sind. Gleichzeitig öffnen sich in der Serie auch verschiedene theatralische und filmische Räume (konkrete Bühnen- und Kinoräume), in denen die Handlungen situiert sind.

Die beiden Hauptpersonen begeben sich in die Performance- und (sexualisierten) Gedankenräume und kommen sich letztlich durch das Visualisieren ihrer Fantasien wieder näher. Gezeigte (Bühnen-)räume, Objekte und Kulissen werden insbesondere durch die Montage zu gleichwertig agierenden Protagonist*innen des Films, zu handelnden Objekten und Oberflächen. Hiding in the Lights ist auch eine Serie von Kurzfilmen über das Eigenleben von Bühnenräumen. Jeder Kurzfilm wird in einer anderen Bühnenarchitektur gefilmt, wobei der Fokus auf dem Publikumsraum im Verhältnis zur Bühne liegt. In den verschiedenen Zeiten und Stilen der Bühnen werden die unterschiedlichsten Vorstellungen über diese (Macht-) Beziehung zwischen Publikum und Performer*in erzählt. Diese Konstellationen stehen in enger Wechselwirkung zu den Choreografien der Performer*innen im Film. Durch die Montage verschmelzen die Ebenen, so dass nicht nur über die Projektionen eines Paares und ihre Fantasien erzählt wird, sondern genauso über das Verhältnis von Publikum und Bühne und über die symbiotische Liaison zwischen Farben, Formen, Rhythmus und Texturen."
 

Vortragende: Katrina Daschner

Katrina Daschner wurde in Hamburg geboren. Sie lebt seit über 20 Jahren als Künstlerin und Filmemacherin in Wien, wo sie auch mehrere Performance Salons gründete. Zuletzt hostete sie den queeren CLUB BURLESQUE BRUTAL (2009-2014) im brut Theater. Von 2005 – 2010 lehrte sie an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2010 erhielt sie den Otto-Mauer-Preis. 2016 bekam sie den Hauptpreis beim Drehbuchwettbewerb" If she can see it she can bei it" (ausgelost vom Drehbuchforum und dem ÖFI). Für ihren Kurzfilm Pferdebusen erhielt sie 2017 den „Diagonale Preis für Innovatives Kino“. 2018 erhielt sie den „Outstanding Artist Award für experimentellen Film“ vom BKA. 2017 – 2019 war sie Teil des Theorie Kuratoriums im Tanzquartier Wien.

In ihren Arbeiten, die sie international in Ausstellungen und bei Filmfestivals zeigt, beschäftigt sie sich u.a. mit (genderspezifischen) Machtstrukturen und der Darstellung von queerer Sexualität sowie dem Transfer von Bühnensprache in den Ausstellungs- und Filmkontext.
 

Do 22.10.2020 18:30
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, Erkersaal

Johannesgasse 4a
1010 Wien


Eintritt frei

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lehrveranstaltung Wissenschaftliches Kolloquium statt.
Teilnahme nur für Studierende der MUK (Anmeldung unter MUKonline). Kein Zutritt für externes Publikum.

 

Gender & Diversity

Gastvortrag und Workshop mit Kimberly Marshall (Arizona State University)

Understanding and Overcoming Historical Impediments to the Development of Women Composers in Western Music

(Gastvortrag und Workshop in englischer Sprache)

Dieser Vortrag untersucht das Vermächtnis von Komponistinnen vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis ins 21. Jahrhundert, eine Zeit in der viele Frauen erfolgreiche Karrieren als Komponistinnen verfolgen.

Noch vor Jahrzehnten war es eine übliche Frage, warum es in den historischen Aufzeichnungen keine Komponistinnen aufscheinen, die es „wert waren“, neben den legendären Komponisten in die Geschichtsschreibung der westlichen Musik aufgenommen zu werden. Der Vortrag geht der Frage nach, wie westliche Kunstkritik den Komponisten definiert und beleuchtet dies im Gegensatz zu Musikschaffenden in anderen Kulturen, die bereits ethnomusikalisch untersucht wurden. Zudem wird aufgezeigt, wie sich Komponistinnen in früheren Jahrhunderten - trotz erheblicher Hindernisse betreffend ihre Ausbildung und die Ausübung ihres professionellen Lebens - entwickelt haben. Neuere Forschungen haben faszinierende Beispiele von Musikerinnen aufgedeckt, die systematisch übersehen wurden, als Musikwissenschaftler die Geschichte der Musik definierten.

Warum wurden sie ausgelassen? Welche Voreingenommenheit oder gar Vorurteile kamen zu tragen, als bestimmte Komponisten oder Genres in den musikhistorischen Aufzeichnungen priorisiert wurden? Wie haben sich diese Vorurteile aufgrund sich wandelnder sozialer Faktoren im späten 20. Jahrhundert verändert?

Der Vortrag schließt mit der Hervorhebung der Arbeit erfolgreicher Komponistinnen in unserer Zeit.
 

Im Orgel-Workshop zum Gastvortrag Understanding and Overcoming Historical Impediments to the Development of Women Composers in Western Music sollen mit den Studierenden am Instrument Werke von einigen der zuvor besprochenen Komponistinnen erarbeitet werden.

 

Vortragende: Dr.Phil. Kimberly Marshall

Kimberly Marshall ist eine international renommierte Interpretin, Forscherin und Pädagogin. Sie hatte Lehraufträge an der Stanford University und der Royal Academy of Music in London inne. Aktuell lehrt sie als Professorin für Orgel an der Arizona State University, wo sie von 2006 bis 2012 Direktorin der School of Music war. Zusätzlich wirkt sie als Gastprofessorin an der Malmö Academy of Music in Schweden.

Marshall ist als Spezialistin für Alte Musik anerkannt und hat an vielen der bedeutendsten historischen Orgeln Europas konzertiert. Sie ist ebenso bekannt für Ihre Interpretationen des zeitgenössischen Orgelrepertoires, insbesondere der Musik von György Ligeti. Ihre Tonträger und Videos zeugen von der großen Bandbreite Ihres Repertoires und ihrer Interessen, von Arnolt Schlick und italienischen Komponisten des 16. Jahrhunderts bis zu Chen Yis Dunhuang Fantasy.

Kimberly Marshall engagiert sich für die Förderung der Musik in lokalen und globalen Gemeinschaften. Unter anderem wirkt sie als Beraterin für das Musikinstrumentenmuseum (MIM) in Phoenix. Videoproduktion für dessen laufende Ausstellungen entstanden in Guanajuato (Mexiko), Toulouse (Frankreich) und Florenz (Italien).

Ausgewählte Publikationen:

  • Iconographical Evidence for the Late-Medieval Organ in French, Flemish and English Manuscripts. New York: Garland, 1989.
  • Rediscovering the Muses: Women's Musical Traditions. Boston: Northeastern University Press, 1993. (edited collection of essays)
  • The Organ in Recorded Sound: An Exploration of Timbre and Tempo. Göteborg: Göteborg Organ Art Center, 2012. (edited collection of essays)

     

Mo 19.10.2020 10:30 - 12:15
Vortrag im MUK.Orgelsaal

Johannesgasse, Raum 4.04
1010 Wien

Mo 19.10.2020 13:00 - 16:00
Workshop in der Jesuitenkirche (Alte Universitätskirche)

Dr.-Ignaz-Seipel-Platz
1010 Wien


Eintritt frei

Teilnahme ausschließlich für Orgelstudierende der MUK nach Anmeldung bei den zuständigen Lehrenden. Kein Zutritt für externes Publikum.

 

Projekt: Notation und Aufführung

Der Schwerpunkt „Notation und Aufführung“ widmet sich, ausgehend vom Inszenierungscharakter und der jeweils spezifischen Materialiät von Elfriede Jelineks Texten sowie von ihren Techniken der Über- und Fortschreibung, den unterschiedlichen Notationsformen in den verschiedenen Künsten.

Das Spannungsfeld zwischen Notation und Improvisation, zwischen dem Text und seiner Aufführung bzw. dem Werk und seiner Inszenierung wird dabei sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch bzw. wissenschaftlich-künstlerisch erforscht.
Gefragt wird u.a. nach Unterschieden in der Materialität von textuellen, audio-visuellen und musikalischen, aber auch von nicht-abstrakten, körperlichen „Notationen“: Wie lässt sich die schöpferische bzw. archivierende Funktion von Aufzeichnungspraktiken in den unterschiedlichen Künsten beschreiben? Ist ein Werk erst im Moment der Aufführung „vollständig“? Welche Transformationen erfahren Notationssysteme im medialen Wandel?

Ein besonderer Fokus wird dabei auf Jelineks Arbeiten für das Theater, ihre Libretti für Musiktheater und Tanz, ihre eigenen Kompositionen und ihre Texte für die Kompositionen anderer Künstler*innen gelegt: Jelineks Bezüge zur Musik manifestieren sich nicht nur in ihren literarischen „Sprachpartituren“, sie komponierte auch selbst und verfasste Texte für Opern, Musik-und Theaterprojekte und beschäftige sich essayistisch mit dem Werk Franz Schuberts, den sie als ihren Lieblingskomponisten bezeichnete. Darüber hinaus nahmen zahlreiche Komponist*innen wie Patricia Jünger, Olga Neuwirth und andere Jelineks Werk zum Ausgangspunkt für ihre musikalische Arbeiten.

Der Forschungsschwerpunkt macht die bei Jelinek angelegte Verbindung zwischen Text und Musik und ihre intermediale und kunstübergreifende Vernetzung zum Programm und initiiert wissenschaftlich-künstlerische Arbeitsgruppen und interdisziplinäre und internationale Symposien und Workshops in Wien und New York sowie eine Ring-Vorlesung an der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Ziel ist es, neue Forschungspositionen und Ansätze an den Schnittstellen von Wissenschaft und Kunst zu entwickeln, die sich in experimentellen Forschungsformaten mit Manifestationsformen von „Notationen“ und dem Prozesscharakter von Aufführungen im Spannungsfeld zwischen Partitur und Körper, Schriftlichkeit und Mündlichkeit sowie Text und Ereignis befassen.

Das Projekt „Notation und Aufführung“ startet mit vier Arbeitsgruppen, die zu spezifischen Fragestellungen arbeiten und dabei wechselseitig die jeweiligen Teilergebnisse reflektierend miteinbeziehen. Die Arbeitsgruppen setzen sich aus Mitgliedern der Universität Wien, der Musik und Kunst Privatuniversität, International Scientific Partners des Interuniversitären Forschungsverbunds sowie externen Kooperationspartner*innen zusammen.
Die Ergebnisse der Projektarbeiten werden der Öffentlichkeit laufend im Open Access auf der Homepage des Interuniversitären Forschungsverbunds Elfriede Jelinek sowie auf einem neu angelegten Portal zu Wissenschaft und Kunst öffentlich gemacht. Am 18.6.2020 folgt eine multimediale Best-Off-Präsentation der bisherigen Arbeitsergebnisse des Schwerpunkts, mit Kommentaren von Peter Weibel und Sybille Krämer.
 

Mi 10.06.2020
Online-Konzert

Notation und Interpretation grafischer Symbole
Mit Julia Purgina

Julia Purgina und Hannes Schöggl, Alessandro Traina und Tobias Meissl geben einen Einblick in ihr musikalisches Forschungslabor zu Notation und Aufführung. Vergleichbar mit dem „Einfrieren und Auftauen eines Gedankens“, wird die Notation als transformierender Prozess beschrieben, der sowohl von Seite der Komponist*innen als auch der Aufführung belebt werde. Grafische Symbole des Komponisten Helmut Lachenmann sind Ausgangsmaterial für ein Experiment, das als Online-Konzert nachzuhören ist.

Fr 12.06.2020
Video-Performance

Verkörperungen: Zur Performativität von Notation in Theater und Tanz
Mit Karoline Exner und Jolantha Seyfried

Do 18.06.2020
Streaming Event

Eine Zwischenbilanz
Mit Kommentaren von Sybille Krämer, Clemens Risi und Peter Weibel

Selten wie ein Feiertag

Radiosendung auf Ö1

Rares aus den ORF-Archiven, ausgewählt von Marie-Theres Himmler.
Am 21.05 war Andrea Amort, Tanzhistorikerin und Kuratorin zu Gast bei Ö1.
Die Sendung ist bis 28.05.2020 auf der Website von Ö1 abrufbar.

Symposium „perfectly in balance with myself“

„perfectly in balance with myself“: Das kammermusikalische Spätwerk von Hans Gál (1890–1987)

„During the latest twenty or twenty five years of my life as a composer, I mainly wrote chamber music. It was because of the intimacy and the feeling of being perfectly in balance with myself. I can’t express it in any different way.“

(Hans Gál 1986, in: Martin Anderson: Hans Gál in Conversation, Journal of the British Music Society, Vol 9, 1987)

Im Rahmen des Langzeitprojektes Hausgeschichte-Zeitgeschichte rund um die (Vor-)Geschichte(n) unserer Universität – die MUK –, wird im Sommersemester erneut ein ehemaliger Absolvent und Klavierdozent des Neuen Wiener Konservatoriums (1909 – 1938), der Wiener Komponist HANS GÁL (1890–1987) Gegenstand einer sowohl künstlerischen als auch wissenschaftlichen Auseinandersetzung sein. 

Das Symposium und die Workshops unter dem Titel "Das kammermusikalische Spätwerk von Hans Gál" widmen sich der Interpretation und historischen Kontextualisierung seines Spätwerks für Klavier und Altblockflöte. 

Eine erste CD-Aufnahme ausgewählter Spätwerke, eingespielt von Bernhard Parz und Sabrina Frey(Accademia dell’Arcadia) wird zu diesem Anlass präsentiert. Workshops über die stilistischen Eigenheiten dieser selten gespielten und kaum bekannten Werke werden von den Interpreten Bernhard Parz und Sabrina Frey angeboten. 

In Vorträgen und Diskussionen, bei denen auch die Tochter von Hans Gál, Eva Fox-Gál, als Gastreferentin eingeladen wurde, werden der Leiter von Exil-Arte, Gerold Gruber, die Gál-Interpreten Bernhard Parz und Ulrich Krah, der Curator der Hans Gàl Ausstellung im Jüdischen Museum Marcus Patka und die Musikhistorikerin Susana Zapke Fragen etwa nach dem Schicksal jener Wiener Komponisten, die ins Exil vertrieben und nach dem Krieg in Vergessenheit gerieten sowie nach der Rezeptionsgeschichte resp. der stilistischen Einordnung einer Musik, die sich entgegen dem damals herrschenden Zeitgeist, explizit zur Melodie und Harmonie bekannten, nachgegangen.  

Konzept: Bernhard Parz, Susana Zapke
 

Mo 16.03.2020
MUK.podium

Johannesgasse 4a
1010 Wien

Eintritt frei


Programm:
13:00-14:00  Masterclass solistisch, für Flötisten, Pianisten und alle Interessenten von Bernhard Parz bzw. Sabrina Frey
14:00-14:15  Begrüßungsworte:  Bernhard Parz und Susana Zapke 
14:15-14:45  Susana Zapke, Hans Gál, ein Absolvent des Neuen Wiener Konservatoriums
14:45-15:15  Jörg Ulrich Krah, Zwischen Tradition und Progression - Hans Gál und sein kompositorisches Umfeld aus der Perspektive des Jahres 2020

Musikalische Aufführung 

15:15-15:45  Bernhard Parz, Wiener Klang: Annäherungen an die Klangimagination
15:45-16:15  Gerold Gruber, Die Sammlung Hans Gál im exil.arte Zentrum der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 

Kaffeepause

Musikalische Aufführung

16:30-17:00  Eva Fox-Gál, Mein Vater Hans Gál: Biografische und werkimmanente Zusammenhänge 17:00-17:30  Podiumsdiskussion: E. Fox-Gál, B. Parz, M. Patka, G. GruberU. Krah und S. Zapke
19:30  Konzert & CD-Präsentation

Tanz - Signale - Symposium

Streiflichter und weniger Bekanntes aus Anlass seines 150. Todestages

Vortrag: Dr. Thomas Aigner MSc, Ein „Impromtus“ von Josef Strauss.

Josef Strauss, Impromptus für kleines Orchester o. op.
Sinfonieorchester der MUK
Einstudierung und Leitung: Andreas Stoehr

Frühlingsluft
Operette von Adolf Müller jun. nach Melodien von Josef Strauss
Der Universitätslehrgang Klassische Operette der MUK setzt sich künstlerisch mit diesem Werk auseinander
Leitung: Wolfgang Dosch
Koordination: Susana Zapke

In Kooperation mit dem Wiener Institut für Strauss-Forschung

Fr 13.03.2020 10:00-12:00

Vivaldi Saal
Johannesgasse 8
1010 Wien

Eintritt frei

 

Publikation von Steffy Hofer

Steffy Hofers Artikel Eyebody® – Kontakt im Raum II ist in der Zeitschrift sprechen publiziert worden.

Publikation

Hofer S. (2019): Eyebody® – Kontakt im Raum II. Wie wir durch unseren Blick, unsere Hände und unser Sprechen Räume kreieren können. In: sprechen. Zeitschrift für Sprechwissenschaft Sprechpädagogik – Sprechtherapie – Sprechkunst, 67, 13 - 24. 

Des Weiteren wurde Sie  wurde eingeladen im Wintersemester 2019-20 sowie im Sommersemester 2020 in Regensburg und Halle Saale Zur Bedeutung sprecherischer Elementarprozesse in der modernen Sprechwissenschaft und Sprecherziehung Vorträge zu halten.

13. März 2020, Martin Luther Universität, Halle-Wittenberg
Sprechkunsttagung
02. - 29. September 2019, Regensburg

Wer war Ludwig van?

Die Frage scheint einfach zu sein, denn über kaum einen anderen Komponisten ist so viel geforscht, nachgedacht und geschrieben worden. Fest ins kulturelle Gedächtnis haben sich dabei Vorstellungen eingegraben, die Beethoven als „grollenden Titan“, als Genie oder als übernationale Größe beschreiben. Dabei hat jede Zeit ihre eigene Imagination von Beethoven: Die Gegenwart stößt sich kaum mehr an popkulturell-bunten Beethoven-Vorstellungen, während um 1900 Beethoven als Überwinder und Held Identifikationsfigur für Militarismus und Nationalismus war.

Eine Wiener Vorlesung, die der Frage nachgeht, wie diese Bilder mit jenem Pianisten und Komponisten zusammenhängen, der 1792 nach Wien kam, in der Wiener Aristokratie bestens vernetzt war und gefördert wurde, und der im kulturellen Soziotop Wiens zur Zeit von Belagerung, Krieg und politischen Umbrüchen künstlerisch neue Wege suchte.

Podiumsdiskussion mit Birgit Lodes (Universität Wien), Melanie Unseld (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) und Susana Zapke (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien)

Moderation: Helmut Jasbar (Ö1)


Mit Live-Musik Studierender der MUK und der mdw

Mi 11.03.2020 19:00 - 21:00
VHS Floridsdorf
Angerer Strasse 14
1210 Wien

Eintritt frei, Infos und Tickets unter +43 1 271 62 16 0

Carte blanche à Agata Zubel

2020 geht die Carte blanche der MUK an die polnische Komponistin und Sängerin Agata Zubel (geb. 1978 in Breslau). Laut New York Times ist sie „one of Europe’s most accomplished and internationally successful contemporary classical composers and vocalists“

Programmiert hat Zubel für diesen Anlass nicht nur eigene Instrumentalkompositionen (violin concerto, mother lode II), sondern auch Werke, bei denen sie selbst als Gesangssolistin mitwirkt: In Chapter 13 vertont und interpretiert sie mit Leichtigkeit und Frische die Geschichte des Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Éxupery.
Passenderweise kombiniert sie ihre eigenen Kompositionen mit den Folk Songs von Luciano Berio, die für sie als Sängerin reizvoll sind, weil sie für jeden Song eine neue Stimmfarbe auswählt. Ein Credo, das ihr auch beim Komponieren wichtig ist: Jedes Stück verlangt seine eigenen Farben, Strukturen und Rhythmen – und für diese kann Agata Zubel aus einer nicht enden wollenden Palette an Möglichkeiten schöpfen.


Programm:

Agata Zubel (geb. 1978)
mother lode II (2017)
violin concerto (2014)
Chapter 13 für Sopran solo und Ensemble (2015)

Luciano Berio (1925–2003)
Folk Songs für Mezzosopran und sieben Instrumente (1964)

Agata Zubel, Sopran und Mezzosopran
Julia Turnovsky, Violine
Dirigent: Andreas Stoehr


Mi 11.03.2020 20:00

Wiener Musikverein
Gläserner Saal/Magna Auditorium
Musikvereinsplatz 1
1010 Wien

Kartenpreise: € 23,–/19,–/Stehplatz 6,–
Abendkassa für Studierende € 11,–

Karten beim Wiener Musikverein erhältlich unter +43 1 505 81 90 oder tickets@musikverein.at

Salon Différance: Kunst & Erregung

Kunst & Erregung ist der Debütabend der Veranstaltungsreihe Salon Différance. Die Veranstaltung im Salon-Format ist eine neue Kooperation des Instituts für Wissenschaft und Forschung (IWF) der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) und dem Tanzquartier Wien (TQW). Der Auftakt der Reihe befasst sich mit Kunst, die erregt – Körper und Gemüter. Dabei stehen Grenzverletzungen und Tabubrüche, die Ekel oder Scham hervorrufen, ebenso im Fokus wie der gezielte Einsatz von Sexualität. Als Strategien der Provokation, der Kritik und Subversion prägen diese insbesondere seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts künstlerische Ausdrucksformen sowie ästhetisch-theoretische Konzepte. Zugleich wird Pornografie – nicht zuletzt aus queerfeministischer Perspektive – als Kunst neu entdeckt.

Didi Bruckmayr (Fuckhead)
Sarah Held (Pimmel Porn Protest)
Julischka Stengele (Performancekünstlerin)
Marcus Alexander Stiglegger (Filmwissenschafter)

Moderation: Rosemarie Brucher (Prorektorin der MUK)

Fr 6.3.2020

18.30 Uhr: Performance Julischka Stengele: Bodies of Water (Karten: € 15/10,-)

19.30 Uhr: Salon Différance (Eintritt frei)

Tanzquartier Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien

Die Frau meiner Träume

Kick-Off des Forschungsprojekts

Die Frau meiner Träume (D 1944) ist einer der großen Revuefilme des europäischen Kinos. Uraufgeführt im vorletzten Jahr des Zweiten Weltkriegs, prägt ihn eine halluzinatorisch-eskapistische Eigenart, die Spiegel seiner Entstehungszeit ist. Die Musik des Films, komponiert von Franz Grothe (1908–1982), trug entscheidend zum Charakter dieser Produktion bei. In einem Forschungsprojekt der MUK, das durch die Unterstützung der Franz Grothe-Stiftung möglich geworden ist, wird nun eine historisch-kritische Edition der Filmmusik erarbeitet, die anhand des erhaltenen originalen Notenmaterials die gesamte Partitur des Films verfügbar macht und mit einem wissenschaftlichen Kommentar kontextualisiert, analysiert und deutet. 

Anlässlich des Beginns der Arbeiten präsentiert der Studiengang Musikalisches Unterhaltungstheater sowie Instrumentalstudiere der MUK die bekanntesten Nummern der Frau meiner Träume sowie weitere ausgewählte Schlager von Franz Grothe. Begleitet wird der Abend von Studiengangsleiter Michael Schnack und Projektleiter Stefan Schmidl, die in dieses prägnante Kapitel der Film- und Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts einführen.

Fr 31.01.2020 19:00

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
MUK.theater 
Johannesgasse 4a
1010 Wien

Eintritt frei

Konzert des Barockorchesters der MUK

In Kooperation mit dem Festival Resonanzen im Wiener Konzerthaus, dem renommiertesten Festival für Alte Musik in Wien, präsentiert sich das Barockorchester der MUK auch in diesem Jahr mit einem einzigartigen Programm. Zu den Besonderheiten des Festivals zählen u. a. Aufführungen von uneditierten bzw. neu entdeckten Werken des Barock – heuer Ausschnitte aus dem Oratorium Il martirio di S. Giovanni Nepomuceno von Nicola Porpora aus der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Gemeinsam mit den Preisträger*innen des Gesangswettbewerbes der Innsbrucker Festwochen für Alte Musik bringt das Barockorchester unter dem Motto UNIkate Einmaliges und bisher Ungehörtes zur Aufführung. Jährliche Editionen zeigen Forschungsergebnisse des Studiengangs Alte Musik und tragen wesentlich zum Aufbau einer eigenen Schriftenreihe am Institut für Wissenschaft und Forschung der MUK bei.

Inhaltliche Konzeption: Michael Posch, Peter Reichelt
Musikalische Leitung: Jörg Zwicker

Mi 22.01.2020 18:00

Wiener Konzerthaus
Berio-Saal
Lothringerstraße 20
1030 Wien

Eintritt frei

Jazz & Gender

aus der Reihe „TransXgression: Kunst – Skandal – Entgrenzung“

Podiumsdiskussion mit Jazzmusiker*innen, Journalist*innen, Pädagog*innen und Wissenschafter*innen

Nur 20% der Jazzmusiker*innen im deutschsprachigen Raum sind Frauen – der Anteil der Instrumentalistinnen liegt sogar noch deutlich darunter. Zwar sieht es bei den jüngeren Generationen etwas besser aus, doch noch immer gibt es weit weniger weibliche als männliche Jazzstudent*innen und Jazzmusiker*innen. Dass es nicht am musikalischen Niveau liegt, beweisen nicht zuletzt die Absolventinnen der MUK regelmäßig. Doch was sind dann die Gründe für die ungleiche Verteilung? Warum bestehen Schulbigbands zumeist noch zur Hälfte aus Musikerinnen, die Studierendenschaft an den Universitäten dann nur noch zu knapp einem Viertel? Wie können mögliche Lösungsansätze aussehen und in welchem Alter und an welchem Ort müssen sie ansetzen, um effektiv zu wirken?

Mit André Doehring, Magdalena Fürnkranz, Swea Hieltscher, Yvonne Moriel und Marlene Schnedl.

Moderation: Ines Dominik Reiger

Eine Veranstaltung des Studiengangs Jazz der MUK.
(Studiengangsleiter: Lars Seniuk)

Do 19.12.2019 15:00

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Erkersaal (2. Stock), Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Eintritt frei

 

In Kooperation mit Ö1.

Workshop „Crip Choreography“ mit Michael Turinsky

aus der Reihe „TransXgression: Kunst – Skandal – Entgrenzung“

Michael Turinsky defines crip choreography as a critical artistic practice that takes its departure from the specific materiality and lived experience of a body marked as disabled, its spatial and temporal, affective and libidinal facticity, and that from  there takes a leap towards a complexity of ideas relating to politics and/or aesthetics.
In this workshop Michael will share both his conceptual as well as his physical practice. Core issues to be explored will be repetition and difference, slowness, regular and irregular vibration, negativity and pleasure.

Michael Turinsky lebt und arbeitet als Choreograf, Performer und Theoretiker in Wien. Sein Interesse gilt zum einen der eingehenden Auseinandersetzung mit der spezifischen Phänomenologie des als „behindert“ markierten Körpers, dessen spezifischen In-der-Welt-seins, dessen Verhältnis zu Zeitlichkeit und Rhythmus, Affekt und Affektproduktion, Geschlecht und Sexualität, Sichtbarkeit und Undurchsichtigkeit; und zum anderen der rigorosen Auseinandersetzung mit Diskursen rund um die produktive Spannung zwischen Politik und Ästhetik. Zwischen 1998 und 2005 studierte er Philosophie an der Universität Wien. Als Performer kollaborierte er u.a. mit Bert Gstettner (S*Cargo, Soliman*Revisited, Tanz*Hotel All*Inclusive), Barbara Kraus (Fuck all that shit), Legitimate Bodies/Robin Dingemans/Mick Bryson (The point at which it last made sense) und Doris Uhlich (Ravemachine). Zu seinen wichtigsten choreographischen Arbeiten zählen Heteronomous male (2012), My body, your pleasure (2014) sowie seine letzten Arbeiten Second Skin – Turn the beat around (2016), Second Skin - Master of Ceremony (2016) und REVERBERATIONS (2018). Seine Kollaboration Ravemachine mit Doris Uhlich erhielt 2017 den Nestroy-Spezialpreis.
Michael Turinsky hielt Vorträge und Workshops u.a. an den Universitäten Linz und Salzburg, an der College Art Association in New York, am Tanzquartier Wien sowie beim Impulstanz-Festival und veröffentlichte in unterschiedlichen Fachzeitschriften und Journalen.

Di 17.12.2019 14:00 - 17:00

MUK, Studio 1 (Raum BRA 4.12)
Bräunerstraße 5
1010 Wien

Eintritt frei

Aktive Teilnahme (physical practise) nur für Tanzstudierende der MUK

 

Symposium

„100 Jahre Zwölftonmusik — Josef Matthias Hauer und seine Zeit“

Josef Matthias Hauer (1883, Wiener Neustadt — 1959, Wien) komponierte seit 1911 atonal und fand 1919 mit der Komposition Nomos op. 19 (zwei Jahre bevor Schönberg mit seinem Walzer op. 23 Nr. 5 erstmalig eine Zwölftonkomposition schuf) zu seinem Absoluten des „Zwölfton-Gesetzes“. Hauer setzte sich konsequent dafür ein, dass die Zwölftonordnung allgemeiner Sprachboden der damals neuen Musik wurde.

Dazu sagte Hauer bereits im Jahr 1911: „Es wurde mir zuteil, das Grundprinzip der Zwölftonmusik zu entdecken, die Grundlage der Zwölftongesetze, die dieselben sind, welche Chaos und Kosmos scheiden, die die Kräftespiele der Ordnung lenken. Warum „zwölf“? Zwölf Töne deshalb, weil sie die äußerste Grenze des intuitiven Hörens (des in sich geschlossenen Quinten- und Quartenzirkels) sind. Zwölf ist die Zahl des Kreislaufes, der zwölf Monate des Jahres, der zwölf chemischen Bestandteile des Blutes. Die zwölfstufige Temperatur ist die denkbar stärkste Annäherung an die Intervalle der Obertonreihe, so dass also die Pole der Musik (der melische, atonale Himmelspol des Temperaturkreises und der rhythmische, tonale Erdenpol der Obertonreihe) sich in den zwölf Stufen aufs Engste berühren und ineinander übergreifen.“
 
Seitdem stieß diese Art der Dodekaphonie auf breites Interesse bei den nachfolgenden Generationen von Komponisten, nahm Prinzipien der elektronischen Musik vorweg und wurde Jahre später sogar in der Jazzmusik angewandt. Mit den Expert*innen Robert Michael Weiß, Walter Ernst Haberl, Joachim Diederichs und Susana Zapke werden – eingebettet in Aufführungen durch Studierende der MUK und Robert M. Weiß – in diesem Symposium Hauers Leben, Schaffen und Kompositionstechniken genauer unter die Lupe genommen.

Zugleich mit dem Symposium wird im ersten Stock in der Johannesgasse eine von Robert M. Weiß konzipierte „Zwölftonmaschine“ aufgestellt: Nach der Eingabe von 12 Tönen in einen chromatischen Tonkreis wird exakt nach Hauers Algorithmen jene Folge von 12 Vierklängen (Kontinuum) generiert, welche die Basis für ein Zwölftonspiel darstellt. Dieses Kontinuum ist natürlich zu hören und in Hauers Zwölftonschrift zu sehen. Darüber hinaus kann das Resultat via Internet auch „nach Hause“ mitgenommen werden.

PROGRAMM:

10.00—11.00 Uhr:
Robert M. Weiß: 100 Jahre Zwölftonmusik: 100 Jahre Hauers Zwölftonmusik
Erklärung des Systems des Zwölftonspiels mit Musikbeispielen, u. a. von J. M. Hauer (Nomos op. 19), J. S. Bach, W. A. Mozart und K. H. Berger
Robert M. Weiß, Klavier


11.00—12.00 Uhr:
Walter Ernst Haberl: Improvisations- & Kompositionstechniken im Hexachordsystem
Erklärung des Systems mit Musikbeispielen von W. Byrd, J. S. Bach, A. Berg, I. Stravinsky, B. Britten, G. Ligeti und K. Jarrett
Burcu Gündogdu, Klavier


12.00—13.00 Uhr
J. M. Hauer: Zwölftonspiel 31. August 1948 für Violine und Klavier (oder Cembalo)
Moena Zushi, Violine
Nanako Takaki, Klavier

J. M. Hauer: Zwölftonspiel 10. Juli 1956 für Klavier zu 4 Händen
Hyena Cho, Klavier
Sagae Hibiki, Klavier

Robert M. Weiß: Eine auf das Hauersche Zwölftonfolge basierte Komposition für Klavier
Robert M. Weiß, Klavier

Joachim Diederichs: Werdegang und Entwicklung des J. M. Hauer


13.00—14.00 Uhr: Pause


14.00—15.00 Uhr
J. M. Hauer: An eine Rose für Bariton und Klavier (Hölderlin-Lieder)
J. M. Hauer: Am Abend für Bariton und Klavier (Hölderlin-Lieder)
Seongchan Bahk, Bariton
Sagae Hibiki, Klavier

J. M. Hauer: Zwölftonspiel 28. August 1948 für Flöte und Klavier (oder Cembalo)
Katharina Geroldinger, Flöte
Hyena Cho, Klavier

J. M. Hauer: Zwölftonspiel 19. Februar 1953 für Klavier
Hyena Cho, Klavier

Susana Zapke: Versuch einer Farbenlehre. J. M. Hauer und Johannes Itten


15.00—16.30 Uhr:
Robert Weiß: Workshop über die Zwölftonspiele mit Vorspiel auf Musikinstrumenten

Do 12.12.2019 10:00 - 17:00

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien,

MUK.studio (4.Stock)
Johannesgasse 4a
1010 Wien

Eintritt frei

 

Brüder, Töchter, Freunde und verkleidete Frauen: Beethovens Transgressionen

aus der Reihe „TransXgression: Kunst – Skandal – Entgrenzung“

Der Vortrag kommentiert zunächst einleitend den Text der "Ode an die Freude", bekanntlich Europahymne seit 1986, um danach den Wandel des Frauenbildes zwischen 1805 und 1814, also zwischen "Leonore" und "Fidelio", zu beleuchten. Schließlich werden einige Filmszenen in Erinnerung gerufen und interpretiert, vorrangig aus Stanley Kubricks "A Clockwork Orange" (von 1971).

Thomas Macho ist seit 1. März 2016 Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften (IFK)

Die Veranstaltung bildet den Auftakt der neuen Reihe MUK meets IFK.

Mi 4.12. 18:00

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Erkersaal (2. Stock), Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Im Anschluss laden wir zu einem Glas Wein.

In Kooperation mit dem IFK.

Die Gegenwart des Roten Wien: Musik

»Die politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Brechungen, die Wunden des Kriegs und der Trübsinn des Alltags wurden durch das offizielle Ausrichten von Musikfesten, wie sie zuvor in Wien in diesem Ausmaß nicht da gewesen waren, kompensatorisch aufgehoben.« So schreibt Susana Zapke in ihrem Essay zur musikalischen Proletariatskultur, erschienen im Katalog zur Ausstellung Das Rote Wien. 1919-1934.

Mieze Medusa, *1975, Autorin und Rapperin. Vorreiterin und Mitgestalterin der österreichischen Poetry-Slam-Szene.

Wolfgang Fichna ist Historiker und beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Musik, Wiener Popkultur und der Geschichte des Alpinismus. Publikationen zum Thema: They Say I'm Different …“. Popularmusik, Szenen und ihre AkteurInnen (hg. mit Rosa Reitsamer, 2011); David Josef Bach. Die Vermittlung der Musik der Moderne in der sozialdemokratischen Kulturpolitik (In: Schwarz/Spitaler/Wikidal [Hg.]: Das Rote Wien 1919–1934. Ideen, Debatten, Praxis. 2019, S. 348–351.)

Susana Zapke, seit 2009 Professorin für Musikwissenschaft an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien; Prorektorin und Vorstand des Instituts für Wissenschaft und Forschung an derselbigen 2014–2019. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Interactive Music Mapping Vienna. 1945 up to the present day (FWF-Forschungsprojekt), Das Rote Wien und die Utopie einer Arbeiterkultur. Zuletzt erschienen: Partituren der Städte (mit Stefan Schmidl, 2015), Urbane Polyphonie. Lebens(t)raum Stadt (2018).

Vor hundert Jahren gewann die Sozialdemokratie bei den ersten freien Wahlen in Wien die absolute Mehrheit. Damit begann eines der größten sozialen Experimente der Zwischenkriegszeit, in dem Kultur eine zentrale Rolle spielte, da man den Sozialismus durch demokratische Bildung zu realisieren versuchte. Das Rote Wien scheiterte an der Weltwirtschaftskrise und an politischen Gegnern. Was ist von seiner Kultur übrig geblieben? Welche Kontinuitäten gibt es, welche Brüche? Wo erscheint das Neue Wien alt und wo das aktuelle Wien veraltet? An fünf Abenden werden WissenschaftlerInnen, LiteratInnen und KünstlerInnen diesen Fragen in Dialogen zwischen Kunst und Wissenschaft nachgehen. (G. Waldner)

Gernot Waldner, *1982, Literaturwissenschaftler am Robert-Musil-Institut. Beteiligung an den Ausstellungen Das Rote Wien. 1919-1934 (Mitarbeit) und Geschichte und Gegenwart von ISOTYPE im Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum (Kuration); Publikationen zu zeitgenössischer und zu Literatur der Zwischenkriegszeit. Übersetzungen aus dem Englischen und dem Italienischen.

Do 28.11.2019 18:00
Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Eintritt frei

Workshop für präpariertes Klavier und Komposition mit Ingrid Schmoliner

aus der Reihe „TransXgression: Kunst – Skandal – Entgrenzung“

Studierende aus den Klavierklassen der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Ingrid Schmoliner, Komponistin und Pianistin
Rosemarie Brucher, Prorektorin der MUK
Bernhard Günther, Intendant Wien Modern

Ingrid Schmoliners Auftragskomposition für das diesjährige Wien Modern Festival (MNEEM, UA am 29. November im Wiener Konzerthaus, Großer Saal) liegen mit XIE und ZURAS jene Klavierstücke aus dem Jahr 2017 zugrunde, die die Komponistin in ihrem Workshop an der Musik und Kunst Privatuniversität thematisiert.
Beide Stücke bewegen sich kreisend in reichen Ober – und Untertonreihen im repetitivem Charakter um Knotenpunkte, die im Klavier gezielt mit Holz und Metall präpariert sind. Im Workshop werden diese Elemente aufgebaut und die Stücke auszugsweise erarbeitet. Dabei werden rhythmische Strukturen wie auch klangliche „Illusionen“, die der kompositorischen Idee innewohnen, probiert und beleuchtet, um damit gleichzeitig auch die kompositorischen Quellen von MNEEM künstlerisch zu beforschen.
Die Arbeit mit den Studierenden mündet in ein knapp einstündiges Gesprächskonzert, bei dem sich Schmoliner gemeinsam mit Rosemarie Brucher, Prorektorin der MUK, und Wien Modern Intendant Bernhard Günther auch dem Diskurs zur Stellung von Frauen als Erfinderinnen von Musik widmen wird.

Ingrid Schmoliner
Die Komponistin, Pianistin und Sängerin Ingrid Schmoliner lebt und arbeitet als freischaffende Musikerin, Komponistin, Kuratorin und Pädagogin in Wien. Bereits vor und während des klassischen Studiums am Landeskonservatorium Klagenfurt mit Hauptfach Klavier war ihre Musik geprägt durch das Interesse an improvisierter, experimenteller und zeitgenössischer Musik.
Durch die vielseitige Aus- und Weiterbildung in Stimmbildung, Obertongesang, Jazzgesang und Jodeln sang sie als Gastsolistin an der Grazer Oper in Zusammenarbeit mit dem südtiroler Komponisten Hannes Kerschbaumer in der zeitgenössischen Oper Buio. Im Chorwerk Muataerdn für acht Chorgruppen, drei Dirigenten, Percussion, und Alt Solo unter der Leitung von Franz Jochum schrieb der steirische Komponist Denovaire das Alt Solo für Ingrid Schmoliner.
Künstlerisch bewegt sie sich in den Genres Neue Musik, experimentelle - improvisierte Musik, Avantgarde, Free Jazz, Folkfusion, Volksmusik.
Neben ihrem Soloprogramm und anderen Kollaborationen arbeitet sie konstant mit ihren Ensembles Watussi (Pascal Niggenekemper, Joachim Badenhorst) und Para (Elena Kakaliagou, Thomas Stempkowski), Duobesetzung mit Elena Kakaliagou.
Die Musik von Nabelòse wurde von Didem Pekün (Regie, Buch, Produzentin) für den essayistische Roadmovie Araf ausgewählt und gezeigt (Berlinale/CEU, Budapest – Hungary/ locus athens exhibition Geometries, Athens – Greece/ Istanbul Film Festival/Documentary Competition, Istanbul – Turkey Alchemy Film and Moving Image Festival, Hawick - Scotland).

Di 26.11.2019

10.00–13.00 Uhr: Workshop
15.00 Uhr: Gesprächskonzert

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Erkersaal (2. Stock), Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Eintritt frei

In Kooperation mit Wien Modern.

postscriptum B. Beethoven-Katzer Kontraste.

In der international besetzten Tagung „Von der Kunst, Kultur zu bewahren. The art of preserving culture“ gelang erstmals eine überaus erfolgreiche Kooperation des Instituts für Wissenschaft und Forschung (IWF) sowie des Studiengangs Tasteninstrumente der MUK mit dem Institut für Österreichische Geschichte der Universität Wien.

Die Tagung, die mit hervorragenden ExpertInnen aus den Bereichen der historischen Kulturwissenschaften, der Restaurierung und Archivierung, der Musikwissenschaft und der Musikinterpretation besetzt war, fand am 14. und 15. November 2019 in den Räumlichkeiten der historisch-kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Wien statt. Den InitiatorInnen Adelheid Krah (Universität Wien), Susana Zapke und Bernhard Parz (MUK) gelang unter dem Motto „Altes trifft Neues“, das in zwei Sektionen von Historikern und Musikern behandelt wurde, eine perfekte Vernetzung. Denn während von Seiten der historischen Wissenschaft eine breite Erschließung bisher unbekannter Materialien durch Digitalisierung neue Sichtweisen eröffnet, zeigte sich in der Neuinterpretation der Beethoven-Cellosonaten durch den Cellisten Jörg-Ulrich Krah und den Pianisten Bernhard Parz und deren Gegenüberstellung zu drei Auftragswerken postscriptum zu B. 1–3 des Komponisten Georg Katzer, wie der Zeitgeist Beethovens der Jahre 1796–1815 im Spektrum zwischen Revolution und Friedenssehnsucht in der Musikkultur von damals bis ins Jetzt fortwirkt.

Dies wurde als neuer Aspekt der Interpretation sehr deutlich beim Gesprächskonzert postscriptum B. Beethoven-Katzer-Kontraste am Abend des 14. November im MUK.podium, souverän moderiert von Susana Zapke (IWF), die mit ihren Forschungsschwerpunkten in der Mediävistik und in der Neuen Musik für diese interdisziplinäre Kooperation prädestiniert war, und die mit Die westgotische Liturgie im Spiegel einer utopischen Identität oder von der Kunst, Kultur zu bewahren auch das Impulsreferat der Tagung übernommen hatte.

Das IWF und der Studiengang Tasteninstrumente zeigten einmal mehr, wie innovativ fachübergreifende Forschung – historisch informiertes Spiel, zeitgenössischer Musik und wissenschaftliche Untermauerung – an der MUK gelebt wird, und zeugt von der herausragenden Artistic Research-Kompetenz des Hauses.

Do 14.11.2019 19:30

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Eintritt frei

In Kooperation mit dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien.

Von der Kunst, Kultur zu bewahren

Die westgotische Liturgie im Spiegel einer utopischen Identität oder von der Kunst, Kultur zu bewahren

4. Tagung der Arbeitsgemeinschaft "En route to a shared Identity"

Als die westgotische Liturgie zugunsten der fränkisch-römischen Liturgie am 22.März des Jahres 1071 im aragonesischen Kloster von San Juan de la Peña endgültig ersetzt wurde, ging eine millenarische Kultur zugrunde. Diese drastische, vom Papst Gregor dem VII. (Hildebrand von Soana) und König Sancho Ramirez von Aragon und Navarra, getroffene Entscheidung, sollte jedoch nicht ohne Wiederstand umgesetzt werden. Während die monastischen Zentren im Nordspanien - die Königreiche von Aragon, Kastilien, Asturien sowie die katalanischen Grafschaften - relativ zügig die Reform voran trieben, wollten die südlichen Zentren, allen voran Toledo als die Hauptstadt des westgotischen Reichs an der Perpetuierung des alten Ritus, d.h. der eigenen Kultur festhalten. Der melancholische und etwas verzerrte Versuch, die Kultur zu bewahren, führte zu einer Neu-Erfindung der eigenen Kultur und zur Mythisierung eines anzestralen Erbes.

Vortragende: Univ. Prof. Dr.in Susana Zapke
Begrüßung: Univ.-Doz./PH Dr.In Adelheit Krah, SL
Moderation: Prof. Dr. Friedrich Edelmayer

Do 14.11.2019 15:15-16:00

Marietta-Blau-Saal der Universität Wien, Hauptgebäude, Erdgeschoss

Entente Musicale

Gustav Mahler und seine 4. Sinfonie

Wie ein altes Bild auf goldenem Grund…
Diesen poetischen Vergleich meinte Gustav Mahler (1860−1911) ziehen zu müssen, als seine Frau Alma auf die ästhetische Ambivalenz der 4. Sinfonie hinwies − einem Werk, das in Form und Gehalt im Schaffen des Komponisten eine deutliche Sonderstellung einnimmt. Denn mit ihr schließt sich ein programmatischer Themenkreis, der bereits in den ersten drei Sinfonien Mahlers dominierte: das komplexe Verhältnis des Menschen zu Natur und Religion. Der kaleidoskopischen Buntheit der Musik spüren die jungen Musiker*innen der MUK nach.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Wissenschaft und Forschung (IWF) findet ein Einführungsgespräch mit Dr. Wilhelm Sinkovicz zu Mahlers 4. Sinfonie mit Musikbeispielen statt.

Sinfonieorchester der MUK
Sopran: Tina Josephine Jäger
Musikalische Leitung: Andreas Stoehr
Einführungsgespräch: Dr. Wilhelm Sinkovicz


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Do 07.11.2019 19:30
RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a 1040 Wien
Karten: € 15,– (ermäßigt € 9,–)

It's a Match!

aus der Reihe „TransXgression: Kunst – Skandal – Entgrenzung“

Wie argumentiert man musikalisch? Was hat Tanz mit Inklusion zu tun? Haben Schauspieler*innen womöglich multiple Persönlichkeiten? Und: Was wissen Sie eigentlich über den österreichischen Revuefilm?

Sie wollen Antworten? Wir geben Sie Ihnen und zwar in Dating-Form! Das Institut für Wissenschaft und Forschung (IWF) unter der Leitung der neuen Prorektorin Ass.Prof.inDr.in Rosemarie Brucher lädt Sie herzlich zum wissenschaftlichen Speed-Dating mit Mitarbeiter*innen der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Die Begrüßung erfolgt durch Rektor Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Musik und kulinarische Freuden runden den Abend ab.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Do, 24. Oktober 2019, 17.00–19.00 Uhr

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Erkersaal (2. Stock), Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Eintritt frei

Rosalia Chladek Reenacted - Part II

Im Rahmen der Ausstellung "Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne"

Künstlerinnen der freien Szene tanzen Widmungen an wegweisende Persönlichkeiten der Wiener Tanzmoderne: Rosalia Chladek, Hanna Berger und Gertrud Kraus.

Ein Schwerpunkt in der Ausstellung wie auch im Eroica-Saal des Theatermuseums gilt Rosalia Chladek (1905 Brünn – Wien 1995). Die Choreografin hat in den 1980ern einige ihrer Werke auf junge TänzerInnen übertragen. Deren Kenntnis macht es möglich, dass 2019 eine neue Generation das Potential der Erb-Stücke untersucht. Ergänzt wird dieses Programm mit Werken, die Hanna Berger und Gertrud Kraus gelten.

Mit Farah Deen, Martina Haager, Eva-Maria Kraft, Loulou Omer, Eva-Maria Schaller und Katharina Senk.

Fr  11.10.2019 19:30 
Sa 12.10.2019 19:30
So 13.10.2019 11:00

Theatermuseum, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
Karten: € 22 Steh- und Polsterplätze € 12

In Kooperation mit dem Theatermuseum.

MasterClasses Contemporary Spanish Artists: Iñaki Alberdi (Akkordeon)

Mittwoch, 12. Juni 2019, 10.00 - 13.00 Uhr sowie 15.00 - 18.00 Uhr 
Donnerstag, 13. Juni 2019, 10.00 - 13.00 Uhr
Donnerstag, 13. Juni 2019, 19.00 Uhr, Abschlusskonzert
Vivaldi-Saal, ÖJAB-Haus, Johannesgasse 8, 1010 Wien

Meisterkurs mit dem Akkordeonisten Iñaki Alberdi und Studierenden der MUK.

Dank der großzügigen Unterstützung der Spanischen Botschaft in Wien bietet die MUK seit 2017 regelmäßige Masterclasses mit weltweit anerkannten spanischen KünstlerInnen an. Die Ergebnisse der Masterclasses werden im Rahmen eines Konzertes in der spanischen Botschaft präsentiert.

Im Studienjahr 2018/19 stehen zwei GastprofessorInnen auf dem Programm: der Akkordeonist Iñaki Alberdi und die Pianistin Rosa Torres-Pardo.

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Gefördert durch die Spanische Botschaft in Wien.

Orte des Roten Wien: Tanzsaal im Karl-Seitz-Hof

Samstag, 11. Mai 2019, 14.30 Uhr
Tanzsaal des Karl-Seitz-Hofes, Jedleseer Straße 66 /Ecke Dunantgasse, 1210 Wien

Das IWF kooperiert wieder einmal mit dem Wien Museum beim Auftakt zum Rahmenprogramm der Ausstellung Das Rote Wien 1919 - 1934, der am Samstag, den 11. Mai, um 14.30 Uhr im Tanzsaal des Karl-Seitz-Hofes  statt finden wird.

AbsolventInnen der MUK werden zu diesem Anlass gemeinsam mit dem 1. Gemeindebauchor ein buntes Repertoire an Arbeiterliedern der Sozialdemokratie vorführen. Dazu werden Wolfgang Fichna (Historiker), Georg Vasold (Kunsthistoriker) und Susana Zapke (Musikwissenschaftlerin) im Gespräch den programmatischen Hintergrund von Musik und Architektur in der Ersten Republik erläutern und mit musikalischen Beispielen belegen. 

SolistInnen: Philipp Landgraf, Agovi Branimir, Elisabeth Fahrmann (AbsolventInnen der MUK)
Pianist: Gunwoo Yoo (Studierender an der MUK)
Konzeption: Wolfgang Fichna, Georg Vasold und Susana Zapke
Musikalische Leitung: Mag. Martin Strommer (1. Gemeindebauchor)

Zur Geschichte des 1. Wiener Gemeindebauchors:

Seit 2008 wird bei wohnpartner die Stimmgabel geschwungen: Rund 80 SängerInnen des 1. Wiener Gemeindebauchors stehen bei jährlich bis zu 25 Auftritten in Wiener Gemeindebauten, aber auch bei Chorfestivals im In- und Ausland auf der Bühne.
Mit der Gründung des 1. Wiener Gemeindebauchors verfolgt wohnpartner die Idee, unterschiedliche Menschen durch die gemeinsame Sprache der Musik miteinander zu verbinden.

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Freier Eintritt.

Präsentation: Die Kunst der Inklusion

Dienstag, 07. Mai 2019, 14.00 - 15.00 Uhr,
Tanzsaal 1, MUK, Bräunerstraße 5, 1010 Wien 

Modellierung polyästhetischer Ansätze in der Inklusion
Schüler*innen der Schule für sehbehinderte Kinder – Zinckgasse präsentieren erste   Forschungsergebnisse ihres Projektes. 

Anhand einer Fotoausstellung, Installationen und einer Einladung zum aktiven Mitmachen geben die Schüler*innen dem Publikum Einblicke in ihre aktuelle Arbeit.

Die Intersektion Kunst und Behinderung ist eine vielfach beschriebene, aber selten kritisch reflektierte Schnittmenge, die es im Sinne eines breiten Verständnisses weiter zu denken gilt. In diesem Projekt wird ein Ansatz präsentiert, welcher sich abseits von künstlerischen Sonderprogrammen, in denen Menschen mit Behinderungen zeigen, was sie "trotzdem" können, positioniert. Dieser Ansatz geht über eine Reduktion auf nur eine Kunstform sowie die Fokussierung auf eine bestimmte Form von Behinderung hinaus. 
Anhand ausgewählter Workshops zur Modellierung polyästhetischer Ansätze in der Inklusion mit musikalischen, tänzerischen und bildnerischen Elementen wird erläutert, wie Polyästhetik einen Beitrag zu inklusiver Unterrichtsgestaltung leisten kann. Daraus ergibt sich ein Weiterdenken der Intersektion Kunst und Behinderung in Bezug auf Polyästhetik und Inklusion nicht nur im professionellen kunstschaffenden Betrieb, sondern auch in der Schule.

Nora Schnabl-Andritsch, Virginie Roy und Michelle Proyer begleiten das Projekt seit 2017 im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Die Kunst der Inklusion am Institut für Wissenschaft und Forschung.

Symposium: Individualismus in Zeiten der Avantgarde

28. -  29. März 2019
Vivaldi-Saal, ÖJAB-Haus, Johannesgasse 8, 1010 Wien

Im Rahmen der Carte Blanche à K. Penderecki veranstaltet das Institut für Wissenschaft und Forschung in Kooperation mit dem Adam Mickiewicz Institut in Warschau ein Internationales Symposium mit dem Titel Individualismus in Zeiten der Avantgarde. K. Penderecki steht im Mittelpunkt der diesjährigen Carte Blanche, die seit 2014 herausragende KomponistInnen der Gegenwart zu einer Master Class einlädt. Die Ergebnisse aus der intensiven Zusammenarbeit mit den Studierenden werden am 29. März im Gläsernen Saal / Magna Auditorium des Wiener Musikvereins präsentiert. Die Kammermusik, jene Gattung bei der „man die eigentliche Größe eines Komponisten“ erkennt (Krzysztof Penderecki), bildet den Schwerpunkt dieses Konzertes. Während die frühen Streichquartette der 1960er-Jahre von Krzysztof Penderecki eine radikale avantgardistische Kompositionsweise widerspiegeln, zeigen sich im Spätwerk Rückbezüge auf den klassischen Kanon (z.B. Franz Schubert) und persönliche Kindheitserinnerungen („Klezmermusik“). 

Neben Vorträgen von Roman Berchenko, Daniel Elphick, Marcin Gmys, Stefan Keym, Aleksander Laskowski und Susana Zapke wird auch ein Podiumsgespräch mit Krzystof Penderecki selbst Einblicke in das Schaffen des Künstlers gewähren.

Moderation: Dirk D’Ase und Susana Zapke

Programm

Ausstellungseröffnung: Alles tanzt

Mittwoch, 20. März 2019, 18.00 Uhr
Theatermuseum, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien

Wien zählte bis in die 1930er Jahre zu den internationalen Umschlagplätzen für modernen Tanz. Die Ausstellung, die das Theatermuseum in Kooperation mit der MUK ausrichtet, unternimmt den Versuch, die für die europäische Tanzmoderne zentralen Tänzerinnen und Choreografinnen wie Grete Wiesenthal, Gertrud Bodenwieser und Rosalia Chladek in die große Wien-Erzählung einzuschreiben. Die von Andrea Amort kuratierte und Thomas Hamann gestaltete Schau verbindet den gesellschaftskritischen Geist von damals mit modernen Statements von bekannten ChoreografInnen wie Doris Uhlich.

Im Zuge der Ausstellung gestalten TänzerInnen der MUK sowie der freien Wiener Szene ein Rahmenprogramm mit Rekonstruktionen und Reenactments der historischen Soli von Rosalia Chladek im Eroica-Saal des Theatermuseums.

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Programm

Vortrag von Susana Zapke

„…das Lied der Arbeit bedeutet mehr als eine Sonate von Mozart…“

Arbeiterkultur und Arbeiterlied

Dienstag, 19. März 2019, 17.00 - 19.00 Uhr
Universität für Angewandte Kunst, Vordere Zollamtstraße 7, 1030 Wien

Der Vortrag findet im Rahmen des Seminars Ästhetik und Politik von ao. Prof. Dr. Ernst Strouhal statt.

Zwischen 1919 und 1934 wurde in Wien Sozial-, Bildungs,- und Wohnpolitik in radiakler Weise neu gedacht und reformiert. Die Liedzeile Mit uns zieht die neue Zeit war eine der berühmtesten Losungen des Roten Wien.
Was bleibt von der sozialen und politischen Utopie des Roten Wien? Ist sie ein Vergangenes, das ästhetisiert und verklärt wird, oder ist sie heute in besonderer Weise wieder aktuell?

Tanz-Signale 2019 - Die Geburt der Wiener Operette: musikalische und historische Wurzeln

Freitag, 15. März 2019, 10.00 - 13.00 Uhr
Vivaldi-Saal, ÖJAB-Haus, Johannesgasse 8, 1010 Wien

Von 14. bis 17. März 2019 finden zum wiederholten Mal die vom Wiener Institut für Strauss-Forschung ins Leben gerufenen Tanz-Signale statt. Der Universitätslehrgang Klassische Operette (Leitung: Wolfgang Dosch) setzt sich künstlerisch sowie wissenschaftlich mit dem österreichisch-wienerischen Singspiel, den Zaubermärchen und weiteren Gattungen, die als Wurzeln der „Wiener Operette“ im eigentlichen Sinne gedient haben, auseinander. Anlässlich seines 200. Geburtstags wird das Programm dem Operettenkomponisten Franz von Suppé (1819—1895) musikalischen Tribut zollen.

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Programmübersicht
Konzertprogramm

Im Rahmen des Forschungsprojektes IMMV Interactive Music Mapping Vienna.
Dieses Projekt wird vom Österreichischen Wissenschaftsfond gefördert.
AR 384-G24 Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK)
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MasterClasses Contemporary Spanish Artists: Rosa Torres Prado (Klavier)

11. und 12. Dezember 2018, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Meisterkurs mit der international gefeierten Pianistin Rosa Torres Prado und Studierenden der MUK.

Dank der großzügigen Unterstützung der Spanischen Botschaft in Wien bietet die MUK seit 2017 regelmäßige Masterclasses mit weltweit anerkannten spanischen KünstlerInnen an. Die Ergebnisse der Masterclasses werden im Rahmen eines Konzertes in der spanischen Botschaft präsentiert.

Biographie
Rückblick

Im WS 2018/19 stehen zwei GastprofessorInnen auf dem Programm: der Akkordeonist Iñaki Alberdi und die Pianistin Rosa Torres-Pardo.

Gefördert durch die Spanische Botschaft in Wien

Symposium: Ideologische Lehr- und Lerngemeinschaft

Die Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus und nach 1945

Dienstag, 11. Dezember 2018, 09.00 - 18.00 Uhr, 
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Ausgehend vom Fallbeispiel der 1938 etablierten Musikschule der Stadt Wien werden im Rahmen des Symposiums vergleichbare Aspekte nationalsozialistischer Musikpolitik in Wien analysiert und deren Folgen für die Nachkriegsentwicklung in der Musikausbildung reflektiert. Fragen nach Raub und Restitution von Musikinstrumenten, Büchern und Noten spielen dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie die Auseinandersetzung mit verfolgten Lehrkräften und die politische Nähe von Mitgliedern des Lehrkörpers zum Nationalsozialismus. 
Das Symposium ist Teil des Forschungsprojekts Hausgeschichte - Zeitgeschichte.

Eröffnungsrede: Dr. Andreas Mailath-Pokorny

Vortragende: Univ.-Prof. Dr. Andrea Amort, Univ.-Prof. Wolfgang Dosch, ao. Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Gerold Gruber, Dr. Lynne Heller, Dr. Monika Löscher, Dr. Kathrin Raminger, Univ.-Prof. DDr Oliver Rathkolb, Stephan Turmalin, Doz. Dr. Michael Wladika, Univ.-Prof. Dr. Susana Zapke

Veranstaltung
Programm
Plakat

Vortrag: Rassistische Musikpolitik in Wien 1938–1945 am Beispiel der Musikschule der Stadt Wien in der Johannesgasse

Dienstag, 27. November 2018, 19.00 Uhr
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Im Rahmen des Forschungsprojekts Hausgeschichte – Zeitgeschichte findet der Vortrag von Univ. Prof. DDr. Oliver Rathkolb am 27. November 2018 mit dem Titel Rassistische Musikpolitik in Wien 1938 - 1945 am Beispiel der Musikschule der Stadt Wien in der Johannesgasse statt.

Als im August 1945 die Wiedereröffnung der ehemaligen „Hauptanstalt der Musikschulen der Stadt Wien“ unter dem Namen „Konservatorium der Stadt Wien“ bekannt gegeben wurde, wurde zwar dessen neuer Direktor Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Fischer als Nazi-Opfer vorgestellt, die Geschichte der Lehranstalt in der NS-Zeit und die Umstände ihrer Gründung und der Nachwirkungen blieben im Dunkel. Auch im August 1938 wurde schon bei der Anordnung zur Einrichtung der „Errichtung der Musikschule der Gaustadt Wien“ durch den NS-Gauleiter Odilo Globocnik bewusst nicht erwähnt, dass diese Musikschule Vermögenswerte und teilweise auch Lehrpersonal der von den Nationalsozialisten aufgelösten Vereine Neues Wiener Konservatorium, Wiener Volkskonservatorium und des bereits nach 1934 zwangsaufgelösten Konservatoriums für volkstümliche Musikpflege in Wien übernommen hatte.

In diesem Vortrag sollen die institutionellen und personellen Brüche und Kontinuitäten seit 1933 bis 1945 mit Fokus auf die NS-Musik- und Propaganda-Kulturpolitik analysiert und auf die Folgen für das Wiener Musikleben hin  thesenhaft interpretiert werden.

Der Vortrag versteht sich als Auftakt zum Symposium Ideologische Lehr- und Lerngemeinschaft am 11. Dezember im MUK.podium.

Eintritt frei

 

Vortrag: Form - An Adventure of the Persistent Mind

Fieldtrip 1: The Sonata Form

Montag, 26. November 2018, 16.00 - 18.00 Uhr,
MUK JOH 4.15, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Interdisziplinäres Seminar zusammen mit der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien.
Vortragende: Dr. phil Isben ÖNEN M. Arch, B. Arch. und Emre Yavuz

Details

Zeitenschwelle 1918 - Szenische Lesung mit Studierenden der MUK

Samstag, 03. November 2018, 18.30 Uhr
Festsaal, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Aus Anlass des 100jährigen Gedenkens an das Jahr 1918 und seine weitreichenden Folgen bis in die Gegenwart hinein veranstaltet die Österreichische Akademie der Wissenschaften einen internationalen Kongress. Unter dem Titel „Vermessung einer Zeitenschwelle. Die Bedeutung des Jahres 1918 in europäischer und globaler Perspektive“ werden Dynamiken und Machtverhältnisse aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dabei werden Stimmen aus den Ländern der ehemaligen Siegermächte, als auch aus denen der Besiegten und ihrer Nachfolgestaaten sowie aus neutralen Staaten zu Wort kommen. Themenkomplexe wie „Zerfall und Wandel“ oder „Friede – Macht – Recht“ werden ebenso diskutiert wie die Traumata der Nachkriegsgesellschaften.

Zur Eröffnung des Kongresses lesen Studierende des Studiengangs Schauspiel gemeinsam mit Schauspielern des Theaters in der Josefstadt aus dem Stück 3. November 1918 von Franz Theodor Csokor. Das Stück handelt  vom Zerfall der k. u. k. Armee im November 1918 und spielt in den letzten Tagen des Krieges unter Soldaten und Offizieren in einem Lazarett in den Kärtner Karawanken.

Szenische Einrichtung: Frank Panhans 
Schauspieler des Theaters in der Josefstadt: Alexander Absenger (MUK-Absolvent 2009), Joseph Lorenz, Paul Matic und Peter Matic

Mit den MUK-Studierenden Dominik Dos-Reis, Jonas Goltz, Marius Huth, Lorena Mayer, Ferdinand Nowitzky, Peter Rahmani und Tobias Resch
Sivo Penev, Trompete 
Hannes Schöggl, Schlagwerk

Details
Kongressprogramm

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der ÖAW

Symposium: Beethoven visuell. Der Komponist im Spiegel bildlicher Vorstellungswelten

Dienstag, 30. Oktober 2018, 13.00–18.00 Uhr
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Das Symposium Beethoven visuell. Der Komponist im Spiegel bildlicher Vorstellungswelten findet in Kooperation mit dem Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) statt. Es gilt in drei thematischen Schwer- punkten zu zeigen, wie wesentlich die „Platzierung“ von Vorstellungen Beethovens in die Natur, in das Interieur und in das Immaterielle zur Konstitution und Verstetigung des Komponisten-Mythos beigetragen hat. Natur, Interieur und das Immaterielle bilden in diesem Sinn die Grundpfeiler einer „Ikonografie“ des Komponisten im engeren Sinn zugleich sind sie aber zentrale Sinnschichten im Werk und in der Deutung Beethovens.

Das abschließende Konzert (ab 19.00 Uhr) findet in Kooperation mit der Beethoven Society for Music and Research statt.

Moderation: Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke
Vortragende: Univ.-Prof. Dr. Stefan Schmidl, Univ.-Doz. Dr. Werner Telesko, Univ-Prof. Dr. Susana Zapke
Respondenten: Prof. William Kinderman Ph.D, Prof.em. Dr. Thomas Macho, Prof.em. Dr. Jürg Stenzl

Das Symposium Beethoven visuell ist Teil des Forschungsprojekts Beethoven 2020 an der MUK.

Eintritt frei.

Anmeldung unter ifw@muk.ac.at

Programm

Vortrag: Die Kunst der Inklusion – Polyästhetische Raumerfahrung in der Schule

26. September 2018 - 28. September 2018
53. Arbeitstagung Sektion Sonderpädagogik, Erziehungswissenschaft,

Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8

12. Oktober 2018 - 13. Oktober 2018
Internationales Symposium: ALL INCLUSIVE?! zur inklusiven Musik- und Tanzpädagogik, Haus der Musik Innsbruck

Virginie Roy und Nora Schnabl-Andritsch, Studiengang Tanz an der MUK, sowie Michelle Proyer, Universität Wien, wurden im Wintersemester 2018-19 mehrfach als Referentinnen zu Symposien eingeladen, um dort mit dem Beitrag Die Kunst der Inklusion-Polyästhetische Raumerfahrung in der Schule ihr aktuelles Forschungsprojekt zu präsentieren. Sie referierten beispielweise auf der 53. Arbeitstagung der Sektion Sonderpädagogik, Erziehungswissenschaft mit dem Titel Vernetzung, Kooperation, Sozialer Raum-Inklusion Querschnittaufgabe in der Arbeitsgruppe Spannungsfelder, Konzepte und Arbeitsformen in heterogenen Gruppen  in Hamburg und dem Internationalen Symposium: ALL INCLUSIVE?! zur inklusiven Musik- und Tanzpädagogik in Innsbruck.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Tagung: Publikumsentwicklung Neue Musik

26. September 2018, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Mit der praxisorientierten Tagung zur Publikumsentwicklung für Neue Musik zeigt mica – music austria in Zusammenarbeit mit der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien in Form von Impulsvorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und performativen Interventionen Wege aufzeigen, wie man an Hörerinnen und Hörer herantreten kann, die noch nicht in engeren Kontakt mit Neuer Musik gekommen sind. Darüber hinaus gilt es, das Publikum auch für weitere Veranstaltungen zu binden. Durch die vielfältigen Herangehensweisen dient die Veranstaltung sowohl der Wissensvermittlung durch teils internationale Gäste als auch dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung von Ensembles, VeranstalterInnen, MusikvermittlerInnen und weiteren ProtagonistInnen der Neuen-Musik-Szene.

Zur Veranstaltung

Eine Veranstaltung der mica - music austria in Kooperation mit der MUK.

Tagung: Geschichte der Oper in Wien

17. - 19. September 2018, Gustav - Mahler-Saal, Wiener Staatsoper
Eine Konferenz zum 150. Geburtstag des Hauses am Ring

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus am Ring mit Mozarts Don Giovanni feierlich eröffnet. Ein Ereignis, das nicht nur die Wiener Öffentlichkeit mit Spannung verfolgte, sondern das auch außerhalb der Grenzen des Habsburgerreichs große Beachtung fand. Seither ist das Opernhaus stets im Blickpunkt des Interesses gestanden: Seit 150 Jahren ist es eine international wichtige Institution und Angelegenheiten der Wiener Oper sind – wie in keiner anderen Stadt weltweit – immer auch öffentliche Angelegenheiten.

Um die Geschichte des Hauses am Ring und seine Aufführungsgeschichte richtig lesen zu können, bedarf es einer Verortung des Musiktheaters in Wien, Österreich, Europa. Beginnend bei der Barockoper befragt unter der Leitung von Oliver Rathkolb ein hochkarätig besetztes Symposium im September die wechselnden Situationen, Ausdrucksformen und Umstände des (Wiener) Musiktheaters: Wer waren die Rezipienten, wie waren die politischen Zustände, was durfte gespielt werden – und was nicht? Wie sah die Spielplanpolitik der einzelnen Direktoren aus – und wie die wirtschaftliche Lage des Hauses?

In zahlreichen Einzelvorträgen wird beim dreitägigen Symposium eine genaue Bestandsaufnahme der Situation der Wiener Oper und ihres Umfelds vorgenommen – und weit über die Grenzen geschaut.
Im Mai 2019 ist ein zweiter Symposiums-Block geplant. Die Ergebnisse der September-Tagung sowie zusätzliche Beiträge werden in einem bebilderten Doppelband publiziert.

Freier Eintritt, Zählkarten ab 1. August erhältlich

Programm

Konzerte in Gemeindebauten

Freitag, 14. September 2018, 17:30 Uhr
Veranstaltungszentrum der VHS Donaustadt Bernoullistraße 1, 1220 Wien 

Freitag, 5. Oktober 2018, 17:30 Uhr
Veranstaltungszentrum der VHS Floridsdorf Angerer Straße 14, 1210 Wien

Konzerte des 1. Wiener Gemeindebauchors in Zusammenarbeit mit Studierenden des Studienlehrgangs Operette unter der Leitung von Wolfgang Dosch. Auf dem Programm stehen unter anderem Wiener Lieder wie Schön ist so ein Ringelspiel (Peter Herz/Hermann Leopoldi), Ein Rother (Wenzel Seidl), Grüß mir mein Wien (aus Gräfin Mariza), I hab' a Badehütt'n drunt in Kaisermühl'n (Charles Berndt/Hermann Leopoldi).

Konzeption: Univ.-Prof. Wolfgang Dosch und Univ.-Prof. Susana Zapke
Musikalische Leitung: Mag. Martin Strommer

1. Wiener Gemeindebauchor

Seit 2008 wird bei wohnpartner die Stimmgabel geschwungen: Rund 80 SängerInnen des 1. Wiener Gemeindebauchors stehen bei jährlich bis zu 25 Auftritten in Wiener Gemeindebauten, aber auch bei Chorfestivals im In- und Ausland auf der Bühne.
Mit der Gründung des 1. Wiener Gemeindebauchors verfolgt wohnpartner die Idee, unterschiedliche Menschen durch die gemeinsame Sprache der Musik miteinander zu verbinden.

Rückblick

 

Die Studierenden des Lehrgangs Operette (W. Dosch) wurden dieses Semester eingeladen mit dem 1. Wiener Gemeindebauchor zu dessen 10jährigem Jubiläum zwei außergewöhnliche Konzerte zu gestalten. 
Mit Liedern von Stolz und Strauß, Leopoldi und Kálmán, von Schuberts Klassikern bis zu Ohrwürmern der Popmusik wurden Melodien zum Besten gegeben, die sich tief ins Wiener Gemüt eingegraben haben. 
Als Konzertorte wurden diesmal die Volkshochschulen in der Donaustadt und in Floridsdorf gewählt. Zwei Einrichtungen, die in ihrer Geschichte und ihrem Traditionsreichtum Institutionen wie dem Musikverein oder dem Konzerthaus in Nichts nachstehen. Sie sind Charakteristikum der Wiener Lebensart und des Miteinanders in der Großstadt.
Und so trafen sich auf der Bühne leidenschaftliche Musikerinnen und Musiker verbunden durch ihre Liebe zur Musik und die Gewissheit, dass das Herz der Musikstadt Wien dort schlägt, wo die Menschen zusammenkommen.

Plakat

Eine Veranstaltung in Kooperation mit wohnpartner

Studienjahr 2017-18

Symposium: Notation: Imagination und Übersetzung

17.–18. Mai 2018
IFK, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Die Suche nach adäquaten Zeichensystemen und Notationsarten, die den jeweiligen Klang- und Formvorstellungen entsprechen, gehört besonders in der Moderne zur schöpferischen Praxis musikalischer Komposition. In ihr manifestieren sich Fragen nach der Natur des Klangs und des Klangraums sowie nach dessen Übersetzung in visualisierbare Bilder und Strukturen.

Eine Veranstaltung des IFK und des IWF in Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und Wien Kultur.

Konzeption: Susana Zapke

Programm
Abstracts

Kooperationspartner

Podium Operette

"Wien Film" - Operetten als Staatsersatz

07. Mai 2018; 18.30 Uhr, MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Als Österreich von der Landkarte verschwinden, (kulturelles) Leben gleichgeschaltet und ausgelöscht werden sollte, bot die neugegründete „Wien-Film“ mit Produktionen wie Operette, Wiener Blut, Wiener Mad’ln etc. einen Zufluchtsort. Der Operettenfilm wurde flimmernder Staatsersatz. In der „ostmärkischen Realität“ war Operette auf Zelluloid der – staatlicherseits als Ventil gestattete - letzte Schatten Österreichs und befriedigte, operetten- und filmtypisch und meist gekonnt gemacht, Sehnsüchte nach Identität im Walzertakt, nach „Ö-Dur“ (Hans Weigel) in einer Welt des Stechschrittes. Die Gratwanderung zwischen Widerstand und Anpassung ist nicht allen KünstlerInnen der „Wien-Film“ geglückt, zwiespältig bleibt manches Werk, widersprüchlich manche Persönlichkeit. Nicht nur während, sondern auch nach den „Tausend Jahren“.
Der 2. Teil des Programms widmet sich anlässlich seines 70. Todestages dem Werk von Franz Lehár.

Regie: Wolfgang Dosch
Choreographie: Liane Zaharia
Musikalische Leitung: Klara Torbov
Moderation: Stefan Schmidl

Eine Produktion des Universitätslehrgangs Klassische Operette und des Institus für Wissenschaft und Forschung (IWF) an der MUK in Zusammenarbeit mit dem FWF-Forschungsprojekt "Die Wien-Film 1938-1945" (ÖAW/Filmarchiv Austria).

Programm
Flyer
 

Gefördert durch

Tanz-Signale 2018

„Ich scheiße auf alle Professoren der Tonkunstlehre.“
(Brief von Johann Strauss Sohn an Gustav Lewy, 10. Juni 1892)

Freitag, 16.03.2018, 9.00–12.00 Uhr, 
Vivaldi-Saal im ÖJAB-Haus, Johannesgasse 8

Wie komponierte er wirklich? Im Sinne der künstlerischen Forschung werden sich der Universitätslehrgang Operette (Klasse Wolfgang Dosch), der Studiengang Saiteninstrumente (Klasse Hartmut Pascher) sowie das Studio für Live-Elektronik (Klasse Alfred Reiter-Wuschko) mit der Musik von Johann Strauss kreativ auseinandersetzen und singuläre künstlerische Beiträge leisten. Kritisches Hinterfragen, improvisatorische Interpretationen, ein selten gehörtes Repertoire und vor allem das genuine Interesse, Geist und Gestus von Johann Strauss’ Musik auf den Grund zu gehen, stehen im Mittelpunkt der künstlerischen Erforschung seiner Musik.

Ein Projekt des Instituts für Wissenschaft und Forschung der MUK in Kooperation mit dem Wiener Institut für Strauss-Forschung (WISF).

Einführung & Moderation: Susana Zapke

Programm
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Musikproduktion - Symbolpolitik und Verklärung der Nation

Vorlesung von Univ.-Prof.in Dr. in Susana Zapke und Dr. in Kathrin Raminger im Rahmen des Projekts oesterreich100 des Bundeskanzleramtes anlässlich des Gedenkjahres 2018

Donnerstag, 1. März 2018, 16.00 Uhr
1010 Wien, Johannesgasse 4a, 2. Stock, Erkersaal

Anhand konkreter Beispiele aus der jüngsten Grundlagenforschung wird erörtert, wie Musik und Musikbildung als essentielle Bestandteile einer "Neuen Stadt" und eines "Neuen Menschen“ im Rahmen der Ersten Republik bewusst eingesetzt wurden.
Wien, die Welthauptstadt der Musik, positioniert sich nach 1918 neu. Welches Repertoire und mit welcher Funktion und Intention hierbei besonders gefördert wurde, bildet den Gegenstand der Vorlesung.

Interactive Music Mapping Vienna / FWF AR 384 – G24

Gefördert durch

Beethoven Museum feierlich eröffnet

Im Rahmen der Eröffnung des Beethoven Museums lud die MUK in Kooperation mit dem Wien Museum am 24. Novermber 2017 zu einer exklusiven Preview mit Konzert in das neurenovierte Haus in Heiligenstadt. 

Die Beethoven Wohnung Heiligenstadt in der Probusgasse 6 im 19. Bezirk wurde in den letzten Monaten von einer kleinen Gedenkstätte zu einem großen Beethoven Museum, das dem gesamten Leben und Werk des Komponisten gewidmet ist, erweitert. Im Zuge der Eröffnungsfeierlichkeiten veranstaltete die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien für rund 60 geladene Gäste eine exklusive Preview der von der Kulturwissenschaftlerin Lisa Noggler-Gürtler kuratierten Ausstellung. William Kinderman, Professor an der University of Illinois at Urbana-Champaign und Gastprofessor an der MUK sowie Co-Kurator der Ausstellung führte durch die völlig neu gestalteten Räume des Beethoven-Museums. 

In einem anschließenden Konzert spielten Klaus Sticken, stellvertretender Studiengangsleiter Tasteninstrumente, die Eroica-Variationen für Klavier sowie William Kinderman, Dalibor Karvay, Hartmut Pascher und Sebastian Dozler das Klavierquartett Es-Dur op. 16a. In ihrer Begrüßung betonten Prof. Dr. Franz Patay, Rektor der MUK, und Dr. Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums, die herausragende Qualität der gemeinsamen Kooperation der beiden Institutionen der Stadt Wien. Prof. Dr. Susana Zapke, Prorektorin der MUK und Vorstand des Instituts für Wissenschaft und Forschung, und Prof. Dr. William Kinderman blickten in ihrer gemeinsamen Einführung zurück auf ein Jahr der intensiven und produktiven Zusammenarbeit, in deren Rahmen die Museums-Eröffnung ein besonderes Highlight darstellt. Als exklusiver universitärer Partner des Wien Museums zeichnete die MUK für das Projekt „Beethoven Heiligenstadt“ auf wissenschaftlicher-kuratorischer Basis verantwortlich. Die Gastprofessur des Wissenschafters und renommierten Beethoven-Forschers William Kinderman stellte zudem einen wesentlichen Bestandteil der Zusammenarbeit dar.

Kooperationspartner

Studienjahr 2016-17

Symposium: Wilhelm Grosz (1894—1939). Wien-London-New York

Donnerstag, 23. November 2017, 19.30 Uhr - Gesprächskonzert
ASC, Arnold Schönberg Center, Schwarzenbergplatz 6 (Eingang Zaunergasse 1 - 3), 1030 Wien

Mitglieder des Sinfonieorchesters der MUK
Studierende der MUK SolistInnen
Andreas Stoehr Künstlerische Leitung und Moderation

Arnold Schönberg aus Brettl-Lieder
Wilhelm Grosz Bänkel und Balladen op. 31
Hanns Eisler Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben op. 70 Balladen und Songs für eine Singstimme und Kammerensemble
 

Freitag, 24. November 2017, 9.30 Uhr - Symposium

9.30 - 10.00 Uhr
Susana Zapke (MUK, Wien) Einleitung
Die Goldenen Zwanziger Jahre in Wien

10.15 - 10.45 Uhr
Joseph Toltz (Conservatorium of Music, University of Sydney)
Imperative aesthetics: the life and stylistic range of Wilhelm Grosz

11.00 - 11:30 Uhr
Andreas Stoehr 
(MUK, Wien)
Von der Musik jener Zeit

(Mittagspause - Buffet 12.00 - 13.00 Uhr)

13.00 - 13.30 Uhr
Stefan Schmidl (MUK, Wien)
Wilhelm Grosz im Kontext der Filmmusik seiner Zeit

13.45 - 14.15 Uhr
Christian Glanz (mdw, Wien)
Zu den Varianten von Hanns Eislers politischer Musik

14.30 - 15.00 Uhr
Philipp Gutmann (MUK, Wien)
Eine neue kritische Edition der Bänkellieder und Balladen (UE)

Konzeption: Susana Zapke

Das Schaffen von Wilhelm Grosz, der 1933 in die Emigration gezwungen und dessen Musik 1938 als »entartet« deklariert wurde, fand bis heute wenig Verbreitung. Als Schüler Franz Schrekers geriet er zwar nicht in unmittelbaren Kontakt mit der Lehre Schönbergs, gehörte jedoch einem intellektuellen Kreis von Wiener Komponisten der 1920er und 1930er Jahre an, dessen Geschichte und Rezeption noch weitgehend unbearbeitet blieb. Die kulturhistorische Zuordnung seines stilistisch breitgefächerten Œuvres, das von Liedern, Opern und Orchesterwerken bis zur Filmmusik reicht, ist Gegenstand dieser ersten Wilhelm Grosz gewidmeten wissenschaftlichen Tagung. Unter dem Titel »Bänkel und Balladen« präsentieren Studierende der MUK in einem Gesprächskonzert Werke von Arnold Schönberg, Wilhelm Grosz und Hanns Eisler. Diese drei Komponisten, deren Lebensläufe in Wien ihren Anfang nahmen und schließlich in der Emigration mündeten, haben sich auf unterschiedliche Weise mit den Genres Lied und Ballade auseinandergesetzt.

The works of Wilhelm Grosz, who was forced to emigrate in 1933 and whose music was declared “degenerate” in 1938, have received little attention to date. Although a pupil of Franz Schreker, he did not come into direct contact with the teachings of Schönberg, yet he belonged to an intellectual group of Viennese composers in the 1920s and 1930s whose history and reception remained largely unaddressed. The assignment of his oeuvre – characterized by a wide diversity of styles ranging from songs, operas and orchestral works to film music – within cultural history is the subject of this first academic conference dedicated to Wilhelm Grosz. Entitled “Bänkel und Balladen” (cantastoria and ballads), students at MUK will present works by Arnold Schönberg, Wilhelm Grosz, and Hanns Eisler in a lecture recital. These three composers, whose careers started out in Vienna and who were ultimately forced to emigrate, treated the genres of song and ballad in very different ways.

Eintritt frei

Ö1 Radiokolleg
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Folder - MUK
Folder - Arnold Schönberg Center

Kooperationspartner

Interdisziplinäres Symposium: "Das Lachen ist der Ausnahmezustand" - Komik und Subversion im Musiktheater

Dienstag, 21. November 2017, 17.30 Uhr
Donnerstag, 23. November 2017, 17.30 Uhr
ÖGM, Österreichische Gesellschaft für Musik, Hanuschgasse 3, 1010 Wien

Das Symposium befasst sich mit dem Spannungsfeld von Musiktheater und subversiver Komik. Ausgehend von Elfriede Jelineks Bezügen zur Musik geht es dabei insbesondere um Musiktheater in Österreich seit den 1960er Jahren.
Anliegen ist es, aus interdisziplinärer Perspektive grundsätzliche Aspekte von Musiktheater und Komik zu untersuchen, zeitgenössische komische musiktheatrale Formen zu analysieren und nach deren Traditionen zu fragen, Komik auf den Musiktheaterbühnen heute zu beleuchten und Neues zu initiieren sowie den Zusammenhängen von Musiktheater, Komik und Gender nachzugehen. Das subversive Potenzial der Komik, das Unterlaufen gesellschaftlicher und ästhetischer Normen sowie das Aufbrechen patriarchaler Strukturen, steht dabei im Zentrum der Vorträge, Dialoge und Gespräche.
Einen Schwerpunkt bildet die Zusammenarbeit zwischen Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth, von der auch der titelgebende Satz "Das Lachen ist der Ausnahmezustand" stammt. Untersucht werden die vergleichbaren Verfahren der beiden Künstlerinnen in Hinblick auf subversive Komik sowie ihr Umgang mit Sprachwitz und musikalischer Ironie.
Darüber hinaus werden aktuelle Inszenierungsformen von Komik diskutiert und nach der gesellschaftlichen Relevanz von Opernhäusern und Festivals gefragt, die sich komischen Musiktheaterwerken widmen.
Das Symposium ist Teil des Forschungsschwerpunkts "Komik" der Forschungsplattform Elfriede Jelinek der Universität Wien.

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Forschungsplattform Elfriede Jelinek

Vortrag: Angewandte Polyästhetik in der Kunst der Inklusion

Samstag, 27. Oktober 2017, 9.00 - 10.30 Uhr
Technische Universtität Dortmund

Nora Schnabl‐Andritsch und Virginie Roy, Studiengang Tanz sowie Michelle Proyer, Universität Wien, referierten bei dem wissenschaftlichen Symposium der Gesellschaft für Tanzforschung in Dortmund (27.‐29.10.) über partizipative Forschung, Intersektion Kunst/Behinderung/Inklusion sowie kunstgeleitetes Raum_Erleben.

Den Teilnehmerinnen des Symposiums wurde in einem 90 minütigen Workshop das polyästhetische Modul‐Konzept aus Tanz‐, Musik‐ und Bildsprache nähergebracht und deren Verquickung aus Kunst und Wissenschaft verdeutlicht. Des Weiteren wurden in einer Lecture Demonstration Forschungsfelder aufgezeigt, die partizipative, künstlerische sowie transmediale Praxen in den Fokus stellen.

Der Beitrag Angewandte Polyästhetik in der Kunst der Inklusion von Nora Schnabl‐Andritsch, Virginie Roy und Michelle Proyer wird in dem Sammelband des Symposiums Tanz‐Diversität‐Inklusion‐2017 veröffentlicht.

Alle weiteren Informationen finden sie unter

Gesellschaft für Tanzforschung

Die andere Seite der Musikstadt/02: In memoriam Georg Danzer

Pop und Protest: Die Slang Poeten der 70er

Dienstag, 26. September 2017, 17.00 Uhr
MUK.theater, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Forschungsprojekt FWF/PEEK AR 384-G24:
Interactive Music Mapping Vienna. Exploring the City. 1945 up to the present day

Anlässlich des zehten Todestages von Georg Danzer (21.06.2007) werden Protest, Poesie und die sozial-politischen Umstände in der Frühzeit des Wiener-Austropops kritisch erläutert. Ein neuer Wiener Slang erobert seinen Raum. Sprache und Klang erheben sich als subversive Medien einer Wiener Jugendkultur der späten 60er und 70er Jahre.

Walter Gröbchen, Journalist, Autor und Musikverleger, und Franz Christian Schwarz, Musikmanager und mit Georg Danzer 30 Jahre befreundet, sowie ab 1989 auch sein Manager und Verleger, diskutieren gemeinsam mit Susana Zapke, Leiterin des Forschungsprojekts und Paul Lohberger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, über Stil, Intention und Nachwirkung der legendären Austropop-Größe.

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Gefördert durch

Gustav Mahler. Das himmlische Leben 1892-1911. Vom Klavierauszug zum Symphoniesatz

Donnerstag, 29. Juni 2017, 15.00 Uhr
1.T, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Gastvortrag Dr.in Renate Stark-Voit

Musikwissenschaftlerin, Germanistin und Herausgeberin der Neuen Kritischen Gesamtausgabe (NKG) der Werke Gustav Mahlers innerhalb der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft (IGMG).

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Elfriede Jelineks "Burgtheater" - Eine Herausforderung

Donnerstag, 27. April 2017, 17.00 Uhr
MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Die Forschungsplattform Elfriede Jelinek lädt herzlich ein!

Unter dem Titel „Elfriede Jelineks ‚Burgtheater‘ – Eine Herausforderung“ veranstalten die Forschungsplattform Elfriede Jelinek und das Elfriede Jelinek-Forschungszentrum in Kooperation mit dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, dem Österreichischen Filmmuseum, dem Haus der Geschichte Österreich und dem Institut für Wissenschaft und Forschung der MUK von 26. April bis 5. Mai 2017 eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe.

Elfriede Jelineks Posse mit Gesang „Burgtheater“ thematisiert das opportunistische Verhalten und die ideologische Mittäterschaft von SchauspielerInnen im Nationalsozialismus sowie die Kontinuitäten der österreichischen Kunstproduktion von den 1930er Jahren über die NS-Zeit bis in die 1950er Jahre.
Das Stück, das bereits vor der Waldheim-Affäre die Mitschuld Österreichs am Nationalsozialismus zur Sprache brachte, wurde bei seiner Uraufführung 1985 als Schlüsselstück zur Schauspielerfamilie Paula Wessely – Attila Hörbiger skandalisiert, die öffentlichen Debatten begründeten Jelineks Ruf als „Nestbeschmutzerin“. Uraufgeführt in Bonn wurde es in Österreich – mit Ausnahme einer Produktion am Theater im Bahnhof in Graz – bislang nicht gespielt.
Anliegen der sieben Tage umfassenden Veranstaltungsreihe ist es, Jelineks „Burgtheater“ einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Aus interdisziplinärer Perspektive werden die zeitgeschichtlichen Kontexte, die Form und Sprache des Stücks, prägende Intertexte, Aspekte des Komischen, die Skandalisierung sowie die Verantwortung von KünstlerInnen in Diktaturen diskutiert.
Ein Schwerpunkt im Österreichischen Filmmuseum, gruppiert um den NS-Propagandafilm „Heimkehr“, den Jelinek in „Burgtheater“ aufgreift, rundet die Reihe ab.

Mit:
Alejandro Bachmann, Karl Baratta, Evelyn Deutsch-Schreiner, Karoline Exner, Allyson Fiddler, Bernhard Groß, Angelika Hager, Hilde Haider-Pregler, Beate Hoch-holdinger-Reiterer, Dagmar von Hoff, Pia Janke, Roland Koberg, Gertrud Koch, Teresa Kovacs, Anna Maria Krassnigg, Eveline List, Sigrid Löffler, Monika Meister, Markus Meyer, Cornelius Obonya (angefragt), Anton Pelinka, Artur Pe?ka, Sabine Perthold, Doron Rabinovi-ci, Oliver Rathkolb, Christoph Reinprecht, Sylvie Rohrer, Gerhard Scheit, Christian Schenkermayr, Heinz Sichrovsky, Irene Suchy, Till Gerrit Waidelich, Susana Zapke

Daten und Orte:
26.4., 4.5.: Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft (1010, Hofburg, Batthyanystiege)
27.4.: Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (1010, Johannesgasse 4a)
29.4., 30.4., 1.5.: Österreichisches Filmmuseum (1010, Augustinerstraße 1)
5.5.: Burgtheater, Vestibül (1010, Universitätsring 2)

Konzeption und Organisation: Pia Janke, Teresa Kovacs

Veranstaltung
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Tanz-Signale 2017: Walzer aus Wien — mehr als ein Tanz?

150 Jahre An der schönen, blauen Donau

Donnerstag, 16. März 2017, 10.00 Uhr - 17.00 Uhr
MUK.theater, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Vom 16. bis 19. März 2017 finden zum 14. Mal die vom Wiener Institut für Strauss-Forschung ins Leben gerufenen Tanz-Signale statt. Anlässlich des 150. Jubiläums der Uraufführung des Walzers An der schönen, blauen Donau von Johann Strauss (Sohn) am 15. Februar 2017 sind die diesjährigen Tanz-Signale dem Wiener Walzer gewidmet. Dieser ging nicht nur als reiner Tanz in die Musikgeschichte ein, sondern fand über mehr als zwei Jahrhunderte auch Eingang in die Konzertmusik.

Das Symposium an der MUK findet am 16. März 2017 im MUK.theater statt: mit wissenschaftlichen Beiträgen von u. a. Norbert Rubey und Stefan Schmidl sowie künstlerischen Beiträgen von Studierenden der MUK und einem Round-Table-Gespräch mit Wolfgang Dosch, Andrew Middleton, Norbert Rubey, Eduard Strauss, Eva Maria Stöckler, Stefan Schmidl. Moderation: Susana Zapke.

Ein Projekt des Instituts für Wissenschaft und Forschung der MUK in Kooperation mit dem Wiener Institut für Strauss-Forschung, der Universität Wien und der Donau Universität Krems.

Veranstaltung
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Tagung Utopian Visions and Visionary Art: Beethoven’s ‘Empire of the Mind’ Revisited

Mittwoch, 15. März 2017 – Freitag, 17. März 2017, 
IFK, Reichratstraße 17, 1010 Wien
MUK, Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Wien Museum, Karlsplatz 8, 1040 Wien

Symposium an der MUK am Freitag, 17. März 2017, 09.00 - 18.00, MUK.podium
Gesprächskonzert mit Studierenden der MUK ab 18.30

Konzeption: Univ.-Prof. Dr. William Kinderman (IFK, Wien/School of Music, University of Illinois at Urbana-Champaign) 

Utopian Visions and Visionary Art: Beethoven’s ‘Empire of the Mind’ Revisited explores cultural and political conditions in the wake of French Revolutionary and Napoleonic upheavals, reassessing the impact of aesthetic currents linked to Kant, Goethe, and Schiller among others on artworks of the early nineteenth century and beyond, and particularly on Beethoven's music. Fresh research on Beethoven's manuscripts has illuminated his working methods and aesthetic priorities. The composer's wide-ranging interest in mythology, non-linear temporality and philosophical notations of the unlimited invites attention. Beethoven's commitment to Schillerian idealism and the aesthetics of the sublime stands in contract to his disenchantment with the politics of absolutism and the repressive Metternich regime in Austria. Reexamination of the cultural context and early reception of Beethoven's works in all the more instructive, in view of the often marginalized role of aesthetic priorities in modern life.

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Programm

Hanna Berger - eine widerständige Künstlerin an der Tanzabteilung der mdw im Nachkriegswien

Aus der Ausstellung über Frauen an der Universität für Musik und darstellende Kunst (mdw) aus dem Jahr 2011 wurde nun ein Internet-Projekt. Die Stabstelle Gleichstellung, Gender Studies und Diversität in Kooperation mit der Genderprofessur am IKM und dem Archiv der mdw hat auch Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Amort (MUK, Leitung des Tanz-Archivs) eingeladen mitzuwirken.
Ihr Beitrag heißt: „hanna berger - eine widerständige künstlerin an der tanzabteilung im nachkriegswien“.
Am Internationalen Frauentag, dem 8. März 2017, wird die virtuelle Plattform mit dem Titel „spiel/mach/t/raum“ präsentiert und ist ab dann abrufbar.

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Der Blick, der Atem und das Sprechen II

Montag, 6. Februar 2017 – Freitag, 10. Februar 2017, 9.00 – 15.00 Uhr
Bräunerstrasse 5, 1010 Wien

Leitung: Univ.-Prof.in Steffi Hofer

Wie wir unsere Sehbahn benutzen, hängt von unserem Blick ab. Unser Blick und die Art und Weise, wie wir sehen, ist also auch für unsere Impulse mit verantwortlich. Gleichzeitig beeinflusst die Augenspannung die Zungen- und Kieferspannung sowie die Atemregulierung. Während wir diese Faktoren anhand der Eyebody® Methode untersuchen, loten wir die Möglichkeiten unseres Handwerks für die Bühne und die Partnerarbeit aus. Wo beginnt Kontakt und wo hört er auf? Kontakt beschreibt unsere Linien im Raum und diese lassen uns ausbreiten. Wir arbeiten an der Verbesserung der Haltung und der Verstärkung unserer Präsenz. Um die Bezüge der Sehbahn in unserem Körper besser aufspüren und integrieren zu können, werden wir in diesem Workshop die Talmi®-Behandlungen mit integrieren. Talmi® ist eine systematische Körperarbeit, welche die Struktur, Funktion und Energie des Körpers wieder aufspürt. Anhand von Übungen, Spielen und Textarbeit möchte ich die Zusammenhänge von unserem Sehsystem und unserem Ausdruck (Körper, Stimme und Sprechen) bewusster machen.

Konzept

Weiterlesen (Beitrag Steffi Hofer: Das Sehsystem und seine Einflüsse auf die eigene Präsenz

Andrea Amort im Tanztalk

Sonntag, 04. Dezember 2016, 19.07 Uhr
Freies Radio b138 (auf 102,3 MHz)

Klassischer Tanz, Moderner Tanz, Konzepttanz, Zeitgenössischer Tanz, Community Dance – und dann? Lässt sich der gegenwärtige Bühnentanz in Worte fassen? Was zeichnet ihn aus und wohin führt er? Spannende Fragen, die Radioredakteurin Gerlinde Roidinger, ehemals MUK-Absolventin, an Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Amort richtet. 

zur Sendung

Entente Musicale: Nordic Landscapes

Samstag, 26. November 2016, 19.30 Uhr
RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien

Landschaft zählte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den wichtigsten Themen von programmatischer Musik. Besonders intensiv und vielschichtig geschah dies in Nordeuropa. Dieses Konzert versucht, das Spektrum der musikalischen Formulierungen vorzuführen. So umfasst es Werke, die den pastoralen Charakter Dänemarks suggerieren (Niels Gade, Carl Nielsen), die „irreduzible“ nationale Eigenart Finnlands ausdrücken (Jean Sibelius), die betörende Sinnlichkeit Norwegens evozieren (Geirr Tveitt) und schließlich die spektakuläre Erhabenheit Islands in Musik übersetzen (Jón Leifs). Dazu ergänzend erklingen schwedische Konzertkompositionen von Lars Erik Larsson und Andrea Tarrodi …

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zur Reihe Entete Musicale

Eröffnungsrede von Susana Zapke bei Ausstellung von Hubert Scheibl im Belvedere

Dienstag, 8. November 2016, 19.00 Uhr
Orangerie im Unteren Belvedere, Rennweg 6, 1030 Wien

Am Dienstag, 8. November 2016, wird im Belvedere die Austellung Hubert Scheibl — Fly eröffnet. Zu Gast ist auch Prorektorin Susana Zapke.
Von 9. November 2016 bis 5. Februar 2017 werden in der Orangerie im Unteren Belvedere (Rennweg 6, 1030 Wien) Bilder des abstrakt-sensiblen, lyrischen Malers Hubert Scheibl ausgestellt.
Bei der Ausstellungseröffnung am Dienstag, 8. November 2016 um 19.00 Uhr wird neben der Direktorin des Belvederes Agnes Husslein-Arco und des Kurators Mario Codognato auch Univ.-Prof.in Dr.in Susana Zapke, Prorektorin der MUK und Leiterin des Instituts für Wissenschaft und Forschung, mit einem Vortrag zu Gast sein.

Die Welten der Rosalia Chladek

Freitag, 21. - Samstag, 22. Oktober 2016, Köln

Internationales Symposium: Zugänge schaffen! – Wie Wissenschaft und Kunst vom Kulturerbe Tanz profitieren können

Die Welten der Rosalia Chladek übertitelte Andrea Amort (Studiengang Tanz) die Präsentation ihres an der MUK zeitlich befristet verorteten, bedeutsamen Nachlass-Projekts. Die Internationale Gesellschaft Rosalia Chladek hat der MUK und Amort als Projektleiterin den sehr umfangreichen Nachlass der 1995 verstorbenen Künstlerin zur Erschließung und Beforschung zur Verfügung gestellt. Anlässlich des Internationalen Symposiums Zugänge schaffen! – Wie Wissenschaft und Kunst vom Kulturerbe Tanz profitieren können (21. und 22. Oktober 2016), veranstaltet vom Deutschen Tanzarchiv Köln und dem Verbund Deutscher Tanzarchive, referierte Amort über die Bedeutung des singulären Wiener Tanzarchiv-Projektes.

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Programm

Stefan Schmidl beim Symposion Mozart heute

Freitag, 14. Oktober 2016, 10.45 Uhr
Mozarthaus Vienna, Bösendorfer-Saal, Domgasse 5, 1010 Wien

Der MUK-Lehrende und stellvertretende Vorstand des Instituts für Wissenschaft und Forschung, Univ-Prof. Dr. Stefan Schmidl, wird am Freitag, 14. Oktober, einen Vortrag im Mozarthaus Vienna halten. Am 13. und 14. Oktober 2016, ab jeweils 10.00 Uhr widmet sich das Mozarthaus Vienna gemeinsam mit der Wien Museum Mozartwohnung dem Symposium Mozart heute. Zum aktuellen Stand der Mozart-Rezeption. Dabei wird vor allem eine Frage gestellt: Wie ist die Mozart-Rezeption heute — 25 Jahre nach dem Mozartjahr 1991 — einzuschätzen? Hat sich das Mozart-Bild seit Miloš Formans Amadeus-Film und Wolfgang Hildesheimers Mozart-Buch wesentlich verändert? Stefan Schmidl wird am Fr, 14. Oktober, 10.45 Uhr, mit einem Vortrag zum Thema Sensation des Klassischen. Zur Semantik von Mozarts Musik im rezenten Kino mit von der Partie sein.

Elfriede Jelinek – Nestbeschmutzerin & Nobelpreisträgerin

Prägungen & Musikalische Bezüge
Samstag, 15. Oktober 2016, 16.00 Uhr

MUK.theater, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

In einer Veranstaltungsreihe vom 11.—23. Oktober 2016, initiiert von der Forschungsplattform Elfriede Jelinek, werden die biografischen Kontexte und musikalischen Prägungen der Autorin, ihr politisches und feministisches Engagement, die Bedeutung ihres Schreibens für die Gegenwartsliteratur und ihr Film- und Theaterschaffen in Vorträgen und Diskussionen untersucht. Jelineks provozierende Ästhetik sowie die öffentlichen Erregungen und Skandalisierungen, die es zu ihr gab, stehen im Zentrum der Befragungen.
Am 15. Oktober werden die biografischen und musikalischen Bezüge Jelineks thematisiert, die an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (ehemals Konservatorium der Stadt Wien) ihre musikalische Ausbildung absolviert hat. Ergänzt wird das Symposium mit künstlerischen Beiträgen einer interuniversitären Lehrveranstaltung, die im Dialog zwischen Studierenden der Universität Wien und der MUK stattgefunden hat.

Veranstaltung
Forschungsplattform Elfriede Jelinek

Die andere Seite der Musikstadt/01: Trash Music Vienna 1960-1990

Montag, 7. Oktober 2016, 17.00 Uhr
MUK.theater, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Vorlesung zur Vertiefenden Theorie & Party für Hörer aller Fakultäten und für externe Interessierte. Eine Veranstaltung des Instituts für Wissenschaft und Forschung (IWF)
Aus der Reihe Musik Denken

Referent Al Bird Sputnik führt uns durch drei Jahrzehnte der Musikstadt Wien - anhand von Recording Artists, Songs und Orten, die bisher nicht unbedingt Teil des offiziellen Stadt-Images waren. Sittenlose Schauplätze, egozentrische Außenseiter, Hippies, Hausbesetzer und Girl-Gangs begegnen uns auf einer Talfahrt durch die abseitigsten Kapitel heimischer Pop- und Underground-Musik-Geschichte (ca. 1960—1990)

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Susana Zapke hält Gastvortrag zu Herzog Rudolf IV. bei internationaler Tagung in Wien

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 16.15 Uhr
Curhaus, Stephansplatz 3, 1010 Wien

Prorektorin Prof. Dr. Susana Zapke hält im Rahmen der internationalen Tagung St. Stephan in Wien. Die Herzogswerkstatt einen Vortrag zum Thema Musik, Aufführung und Öffentlichkeit. Zum Repräsentationsbegriff Herzog Rudolf IV.

Als Pfarrkirche der Wiener und Wienerinnen, Repräsentationsobjekt der Landesfürsten und schließlich als Bischofskirche hat sich das Aussehen von St. Stephan über mehrere Jahrhunderte verändert.

Leben in der Wand

Dienstag, 21. Juni 2016, 19.30 Uhr
21er Haus, Quartier Belvedere, Arsenalstraße 1, 1030 Wien

Anlässlich der Eröffnung des 21er Pavillons 2016 trat das Ensemble MUK.wien.aktuell, bestehend aus Studierenden der MUK, beim Sommerfest des Belvedere im 21er Haus auf. Dieses interdisziplinär-adaptive Projekt wurde vom Institut für Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit dem Belvedere erarbeitet.


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The MUK considers itself a progressive university of music and art that creates cultural values in the fields of music, dance, acting and singing. The MUK is the only university owned by the City of Vienna and brings together the best international young talent and outstanding lecturers.
 

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