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Current events

Workshop Improvisation & Artistic Research Methoden

mit Jin Hyun Kim (Sibelius Academy Helsinki)

Workshop Teil I: Künstlerisch-praktische Bearbeitung von Forschungsfragen/Hypothesen

Di, 05.12.2023
16:00-19:00 Uhr

MUK.Podium
Johannesgasse 4a
1010 Wien
 

Workshop Teil II: Konsolidierung & Analyse, sowie Performance von Jin Hyun Kim (Interventionen/Tanz)

Mi, 06.12.2023
11:00-13:00 Uhr

MUK.Podium
Johannesgasse 4a
1010 Wien
 

Interview, Gespräche und Forschungsfragen

Do, 07.12.2023
ab 14:30 Uhr

Clemens Hellsberg Saal
Johannesgasse 4a
1010 Wien
 

Passive Teilnahme für Studierende und Lehrende möglich
Aktive Teilnahme für Studierende möglich (Instrument und Schreibmaterialen mitbringen)

 

Innovative Forschungsmethoden auf dem letzten Stand aus der Systematischen Musikwissenschaft und Therapie, wie mikrophänomenologische Interviewtechniken werden von Prof. Dr. Jin Hyun Kim in künstlerisch-wissenschaftliche Interventionen umgewandelt, um in den sofortigen Austausch mit improvisierenden Künstler*innen zu treten und dadurch neue Erkenntnisse über Kommunikations- und Perzeptionsprozesse freisetzen und erörtern zu können. In Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Jean Beers (MUK) werden gemeinsame Forschungsfragen mit Studierenden der MUK an zwei Nachmittagen erarbeitet, dokumentiert, analysiert und im konzertanten Rahmen präsentiert. Diese Interaktion ist Teil eines lang angelegten Forschungsprojekts unter der Leitung von Jean Beers und verbindet sich mit einem unabhängigen Forschungsschwerpunkt von Jin-Hyun Kim. Die beiden Forscherinnen arbeiten seit Anfang 2022 zusammen.


Jin Hyun Kim studierte an der Seoul National University Musiktheorie, die dort in Form einer Theorie der Musik betrieben wird, und an der Universität Hamburg Musikwissenschaft (mit Schwerpunkt Systematische Musikwissenschaft) und Philosophie. Die musikwissenschaftliche Zeitschrift Nangmanumak publizierte ihre Bachelorarbeit über Kurt Blaukopfs Musiksoziologie auf Empfehlung von Professor Geonyong Lee. Die Magisterarbeit Musikwissenschaft in der Postmoderne. Zur Legitimationsproblematik von Musikwissenschaft wurde auf Professor Bernd Enders’ Empfehlung im epOs-Verlag veröffentlicht. An der Universität Osnabrück wurde sie mit ihrer Dissertation zum Thema Embodiment in interaktiven Musik- und Medienperformances – unter besonderer Berücksichtigung medientheoretischer und kognitionswissenschaftlicher Perspektiven promoviert (summa cum laude).
Sie war u. a. wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich „Medien und kulturelle Kommunikation“ (= SFB/FK 427) an der Universität zu Köln (2002—2008), Postdoc Visiting Fellow am Institute for Psychoacoustics and Electronic Music (IPEM) der Ghent University (2009), Postdoktoranden-Stipendiatin (2009—2010) und assoziierte Wissenschaftlerin (2011—2012) am Exzellenzcluster Languages of Emotion an der Freien Universität Berlin, Junior Fellow in den Bereichen Neuro- und Kognitionswissenschaften am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK, 2011—2012) und Juniorprofessorin für Systematische Musikwissenschaft im Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (2014—2020).
Sie ist Affiliated Researcher am Centre for Music and Science an der University of Cambridge und Mitglied des Einstein Center Chronoi, des laboratory of micro-phenomenology und des Editorial Board der Zeitschrift Music & Science.
Aktuell arbeitet Jin Hyun Kim als Gastprofessorin an der Sibelius Academy Helsinki.
 

 Weitere Infos zu Prof. Dr. Jin Hyun Kim

 Weitere Infos zum Forschungsprojekt von Jean Beers

WORKSHOP „NEW INSIGHT INTO GREGORIAN CHANT TRADITION“ MIT OLIVIER CULLIN, JEAN-FRANÇOIS GOUDESENNE UND SUSANA ZAPKE

Mo, 06.12.2023
14:00 - 16:00 Uhr

Raum 2.04
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Johannesgasse 4a
1010 Wien

EINTRITT FREI
Aktive Teilnahme nur für Studierende der MUK.

Als Fortsetzung der 2022 begonnenen Kooperation zwischen der MUK und dem IRHT-CNRS (Institut de Recherche et d’histoire des Textes - Centre Nationale de la Recherche Scientifique- Musicologie), findet am 6.12.2023 ein Workshop mit Univ.-Prof. Dr. Olivier Cullin und Univ.-Prof. Dr. Jean-François Goudesenne zum Thema: Frühe Psalmodie und Lesarten der Notation im 10.-11. Jahrhundert statt. Anhand von Originalquellen werden sich die Studierenden mit grundlegenden Fragen zur Interpretation ältester notierter Melodien der Musikgeschichte auseinandersetzen. 
 

What we can read, what we can understand, what we can sing?

Univ.-Prof. Dr. Olivier Cullin, Université de Tours

Taking the example of communion Nemo te condemnavit, we will approach the writing/oral relationship and their conflicts. We will question the nature of singing and what we can understand, offering some reflections on the meaning of what a „tradition“ is.


"Die nicht temperierte Psalmodie": Cantus Intonation in the first Millenium: Envisioning new Chant Performances

Dr. Jean-François Goudesenne, Institut de Recherche et d’Histoire des Textes-CNRS-Orléans

Both musicologist and keyboard player Goudesenne, practising tuning in 16—17th c. instruments asks why Gregorian Chant remains systematicly performed by singers on the „wohltemperierte“ scale of the post Schönberg habitus. The example of the Canticum Danielis, Benedictus es in firmamento in the Dijon-Montpellier codex with double neumatic and alphabetic volpiano a-p notation, with the help from an antique 7 chords lyra, will permit us to perform psaltic art by using microtones, mostly inspired by Greek Byzantine chant usages, based on different tetrachords (here the synemenon). Students are invited to experiment pythagorician principles (for the main structures of the scales), combined with mobile (unstable) pitches according to genres (a little bit like Greek Antique system), shaping then rhetoric effects and the ethos concept in the peculiar contexts of liturgy.
This approach, formerly considered as „exotic orientalism“ imposes itself nowadays as a main esthetic stake of creativity for interprets of Ancient music, as important for the music langage as Rameau for tonal system around 1700.

Abschluss mit Auszeichnung – und was nun? Künstlerische Forschung in Jazz und Improvisierter Musik als Arbeitsfeld von Alumnae*Alumni – Vortrag und Workshop


Vortragender: Ivar Roban Krizic

Do, 07.12.2023
15:45-17:45 Uhr

Raum 4.27
Bräunerstraße 5,
1010 Wien

EINTRITT FREI

Die Absolvent*innen von künstlerischen Studien sehen sich einer überaus komplexen beruflichen Landschaft gegenüber, im Bereich des Jazz weiter erschwert durch die geringe Zahl an Festanstellungen. Die künstlerische Forschung bietet hier die Perspektive des lebenslangen Lernens sowie die Möglichkeit, Forschungsprojekte zu initiieren und zu leiten, sich mit der akademischen Gemeinschaft auseinanderzusetzen und dabei das eigene künstlerische Schaffen und Profil nachhaltig zu verfolgen und zu schärfen.

In dem Vortrag mit Workshop werden zunächst die verschiedenen Bereiche von Artistic Research definiert und anhand von Best-Practice-Beispielen aus dem Bereich Jazz und Improvisierte Musik veranschaulicht. Hierbei soll insbesondere das Verständnis geschaffen und geschärft werden, welche Parameter darüber entscheiden, ob ein Projekt in den Bereich der Kunst, der EEK oder der Künstlerischen Forschung fällt, und welche Gütekriterien ein gelungenes Forschungsprojekt ausmachen. Anschließend entwickeln die Teilnehmer*innen unter der Anleitung des Vortragenden, der ihnen selbst auch als praktizierender Musiker bekannt ist, aus ihrer eigenen künstlerischen Praxis heraus in der Künstlerischen Forschung verortete Projekte und diskutieren diese in der Runde.
 

Zu dem Vortragenden:

Ivar Roban Krizic studierte Jazz-Kontrabass an der KUG und promoviert derzeit in künstlerischer Forschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit Forschungen zur Epistemologie der freien Improvisation (Abschluss voraussichtlich im März 2024). Seine künstlerische Praxis umfasst eine breite Palette internationaler Projekte von zeitgenössischem Jazz bis zur experimentellen Musik und freien Improvisation. Er erhielt den Preis des kroatischen Musikverbands für den besten Kontrabassisten, gewann den Boris Papandopulo Nationalwettbewerb für junge Musiker und erhielt zahlreiche Arbeitsstipendien sowohl vom kroatischen als auch vom österreichischen Kulturministerium. Als künstlerischer Forscher hat Ivar seine Erkenntnisse auf dem AR@K Symposium in Oslo, isaScience 2022 in Reichenau, der 11. FORIM Tagung in Linz und dem Internationalen Symposium für Ästhetik in Niš präsentiert. Seine Forschung beschäftigt sich mit den Begriffen Fluss, Reflexion und musikalischer Kognition. Sie erkundet die verschiedenen kognitiven Zustände, in denen sich Performer*innen während der Improvisation befinden, und schafft performative Rahmen, die sowohl die musikalischen als auch die reflektierenden Aspekte im selben Kontext ermöglichen.

Schubert-Szenen

Ein Gespräch über filmische Mythisierungen

Mo, 11.12.2023
18:00 Uhr

Clemens Hellsberg Saal
Johannesgasse 4a
1010 Wien

EINTRITT FREI

Anhand ausgewählter Szenen aus Franz Schubert-Filmen entspinnt sich ein interdisziplinäres Gespräch über den Mythos des Komponisten und seine kinematographischen Ausprägungen. An bekannten wie weniger geläufigen Beispielen wird diskutiert werden, welche Wege Vorstellungen Schuberts im Kino genommen haben, auf welchen Traditionen sie fußten und worin ihr Eigenleben bestand.

Mit Werner Telesko (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Stefan Schmidl (MUK und ÖAW)

Einleitende Worte: Rosemarie Brucher (Vizerektorin für Forschung der MUK)
Eine Veranstaltung des Kompetenzzentrums Film | Filmmusik in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

 

Gastvortrag "Outernational" mit Elisa Erkelenz

Mi, 13.12.2023
09:30-11:00 Uhr

Online via ZOOM
Um Anmeldung bei Wiebke Rademacher <w.rademacher@muk.ac.at> wird gebeten
 

Die künstlerische Forschung »Outernational« geht der Frage nach, wie wir in einer postmigrantischen Gesellschaft Räume für Kunstmusik gestalten können. Die Plattform baut auf zwei Säulen: einer Konzertreihe angedockt ans Radialsystem, die in ganz Europa gastiert, und einem Magazin, in Kooperation mit dem VAN Magazin. Ausgehend von den Erfahrungen von Outernational soll sich der Vortrag Möglichkeiten einer progressiven, intersektionalen und transtraditionellen Kuration widmen. Und genauso Herausforderungen in den Blick nehmen. Am Beispiel verschiedener Praxisprojekte wie den Konzerten »Songs of Wounding«, »Sources« und »Parasite Village« sowie »EXT INC / REMEMBER ME« werden Fragen der Kuration, der Projektentwicklung, der theoretischen Bezugsquellen aber auch der Ansprache eines heterogenen Publikums vorgestellt und diskutiert. Der Vortrag ist gegliedert in neun Grundgedanken und Prinzipien – von Fragen des »Musicking« und der Co-Kuration über »Feminist Leadership« und der kreativen Verbindung zur Theorie zum Prinzip der postautonomen Kunst. Damit verbunden werden neun Fragen, die die Studierenden auf ihre eigene Arbeit übertragen können.


Über die Vortragende:

Elisa Erkelenz wurde 1987 am Niederrhein geboren und hat, nach einer frühen musikalischen und künstlerischen Ausbildung u. a. auf der Insel la Réunion, französische und deutsche Literatur sowie Kulturmanagement in Bonn, Paris und Hamburg studiert. Nach langjähriger Tätigkeit als Dramaturgin und stellv. Geschäftsführung des Ensemble Resonanz (2012–18) arbeitet sie heute als freie Journalistin, Kuratorin und Dramaturgin im Bereich klassischer und zeitgenössischer Musik. Unter anderem ist sie für die Donaueschinger Musiktage oder die Elbphilharmonie tätig, kuratiert und moderiert die Philosophiereihe »Bunkersalon« (2016–2020), entwickelt Kinderkonzerte (z. B. »Reise in eine neue Welt«, »Nächste Ausfahrt Lunar Plexus«) und kuratiert die transtraditionelle Konzertreihe »Outernational« im Radialsystem Berlin. Zusammen mit Katja Heldt hat Elisa Erkelenz hat den Sammelband »Dynamische Traditionen« im Rahmen von Donaueschingen Global herausgegeben. Als Dozentin ist sie u.a. für die HAW Hamburg für den Bereich intersektionale Dramaturgie tätig. Als Journalistin schreibt sie z. B. für das VAN Magazin, in dem sie mit einem Fellowship von #bebeethoven die Reportagereihe »Outernational« ins Leben gerufen hat, für das mare Magazin oder den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Gemeinsam mit dem Geiger David-Maria Gramse konzipiert und moderiert sie den monatlichen Podcast »Des Pudels Kern« (WDR3). Elisa Erkelenz lebt und arbeitet in Hamburg, ihre Wirkungsstätte liegt im fux eG in Altona, einem Off-Ort für Kunst und Kultur der Gegenwart.

MUK MEETS IFK: (NON-)PERFORMANCES DER ÜBERSETZUNG

DEKOLONIALE STRATEGIEN IN DEN SZENISCHEN KÜNSTEN

Mi, 13.12.2023
18:15

IFK - Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften
Reichsratsstraße 17
1010 Wien

Website des IFK

EINTRITT FREI

Gesten der Vertretung, Stimmerhebung und Intervention sind verbreitete dramaturgische Strategien in gegenwärtigen Theater- und Tanzperformances geworden. Die Rede ist von szenischen Konstellationen, die die Bühne als einen Raum gesellschaftlichen Engagements erkunden, allerdings immer nur im Modus der Mittelbarkeit und des Übersetzens. Neben Augenzeug*innen und Boten-Figuren treten auf den Bühnen des angehenden 21. Jahrhunderts immer häufiger Übersetzer*innen-Figuren auf, die als nicht immer verlässliche Quellen, aber als gesellschaftlich dennoch engagierte Akteur*innen in Erscheinung treten.

Der Vortrag stellt dekoloniale Inszenierungsweisen vor, die einen Signifikationsprozess jenseits des „(re)enactens“, Wiederholens oder Abbildens einleiten. Mit Gayatri Spivaks Idee der postkolonialen Übersetzung und Fred Motens Konzept von Nonperformance sollen neue dramaturgische Verfahren aufgespürt werden, die jenen Geschichten eine Artikulation zu verleihen vermögen, die sich einer naturalistischen Vergegenwärtigung widersetzen.

Adam Czirak ist Senior Lecturer am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Er leitet das FWF-Forschungsprojekt Dramaturgien nach dem postdramatischen Theater.

Publikationen:

  • Melancholie der Resistenz. Performancekunst in den realsozialistischen Ländern Europas. Berlin: Reimer 2023
  • gem. mit Barbara Gronau und Sebastian Köthe (Hg.): Gewaltsames Wissen. Szenographien der Desubjektivierung. Paderborn: Wilhelm Fink 2023 (im Druck)
  • Theatertexte nach der postdramatischen Wende, in: Wolfgang Lessing und Karolin Schmitt-Weidmann (Hg.): Verflechtungen: Musik und Sprache in der Gegenwart. Mainz: Schott Musik International 2022, S. 29—36

In Kooperation mit dem IFK

Guest lecture/Gastvortrag von Owen G. Parry

Poor theory: art and participatory cultures in the “post-truthacene”

Fr, 15.12.2023
11:00 Uhr

MUK.studio (Raum 4.15)
Johannesgasse 4a
1010 Wien

Teilnahme möglich für alle Studierenden und Lehrenden der MUK, keine Voranmeldung notwendig.

Owen G. Parrys Vortrag findet im Rahmen der LV „Kunst- und Kulturtheorie: Partizipative Kunst und Politik der Partizipation“) von Univ.-Prof. Joonas Lahtinen statt.

For a long time, artists and entertainers have willfully employed cheap acts of fakery, deception, and mythmaking as a means of instilling awe and wonder in audiences, or as a way of critiquing and subverting institutions of power. But do such fictive approaches in art still hold up? What is art’s role in the “post-truthacene”, a time of disinformation, planetary crisis, and infinite distraction?

These are key questions surrounding Parry’s artistic research, which has an ongoing engagement with participatory internet cultures, pop celebrity and the occult. Thinking ecologically through post-truth contexts and Parry’s own projects, this lecture explores examples of the vernacular internet with radically opposing ideologies – from the queer fanfictions of boyband fans, afro-futurist image-worlds of science-fiction, and the magic spells of TikTok witches and wellness gurus; through to the viral memes of anonymous shit-posters, and paranoid conspiracy theories of Pizzagate and Qanon.

On re-deploying the practices of digital folklore in artistic research and performance settings, we will begin exploring methodological clues for surviving the “post-truthacene”; calling forth new realities or finding new ways of relating to one another. 

Biography

Dr Owen G. Parry is a London based artist-researcher. He completed his PhD in visual cultures at Goldsmiths in 2014 and is currently Lecturer in Critical Studies Fine Art at Central Saint Martins, University of the Arts London.

Parry’s practice and research includes performance, installation, moving image, writing and alternative pedagogies. It explores the connectedness of visual art, performance, and queer cultures with pop fandom, vernacular theory, and digital folklore. Recent projects include A Performance Hangout exploring performance in the age of infinite distraction; Conspiracy-gate exploring art/practice in post-truth era; and Fan Riot, exploring fandom as a subversive community that drove the internet.

Parry has published widely in academic journals including Journal of British Art Studies (forthcoming 2024); Performance Research (2023; 2015); Journal of Writing in Creative Practice (2023); As well as in edited collections including Fandom as Methodology (MIT 2019); and The Creative Critic (Routledge 2018) among others. His work has featured in public programmes internationally in UK, Ireland, Belgium, Finland, Canada, South Korea, and USA.

www.owengparry.com

Queering Ethnizität: Nyota Inyoka, erinnert aus der Perspektive einer europäischen Künstlerin of color

Vortragende: Dr. Sandra Chatterjee

Mo, 18.12.2023
16:15-17:45 Uhr

Raum 4.21 (Tanzpädagogik Saal 1)
MUK Bräunerstraße 5
1010 Wien

EINTRITT FREI
Keine Anmeldung erforderlich
 

In diesem Vortrag berichtet Sandra Chatterjee von der Arbeit des FWF-Projekts „Border-Dancing Across Time“ (FWF, P 31958-G). Zentraler Gegenstand dieses Forschungsprojekts ist der Nachlass der Pariser Tänzerin und Choreografin of Color Nyota Inyoka, die von 19217 bis zu ihrem Tod 1971 vorwiegend in Paris gearbeitet hat und die vor allem vor dem 2. Weltkrieg durch ihre eklektischen frühen Tänze mit einer exotifizierten Fiktion des Orients resonierte.

Chatterjee diskutiert zeitgenössische Weisen der Erinnerung an diese europäische Künstlerin of color der Moderne, aus der Perspektive einer Künstlerin of color ca. 100 Jahre später. Unter Bezugnahme auf queere und dekoloniale Theorien von Fatima El-Tayeb, José E. Muñoz und David Eng/Shinhee Han werden gängige mitteleuropäische Annahmen von Ethnizität durchquert, und Vorschläge gemacht, um die noch immer wirksame Vorstellung einer monolithischen, nicht-rassifizierten weißen Tanzgeschichtsschreibung zu unterwandern. Wie lässt sich Inyokas Handlungsfähigkeit bewahren, die mögliche Widerständigkeit ihrer biografischen Selbstmystifizierung entdecken, und dabei die Abwesenheit von race im tanzhistorischen Diskurs kritisch diskutieren?

Im Anschluss berichtet Sandra Chatterjee im Gespräch von ihrem aktuellen Projekt CHAKKARs – Moving Interventions, eine Plattform für postmigrantische, dekolonisierende, kritische intersektionale, antirassistische und kritisch weiße Perspektiven in und durch Tanz, Körper und Körperkulturen.

 

Dr.in Sandra Chatterjees choreografische und wissenschaftliche Arbeit ist an der Schnittstelle von Theorie und Praxis angesiedelt und befasst sich mit Performance, Tanz und dem Körper, mit einem Schwerpunkt auf Genderforschung, Postkoloniale Theorie und Migrationsforschung. In ihren Arbeiten setzt sie sich insbesondere kritisch mit der ästhetischen Kategorie des „Zeitgenössischen“ im Kontext von Tanz in Europa auseinander. Sie ist Gründungsmitglied der Post Natyam Collective, einer multi-nationalen, internet-basierten Gruppe von Choreographinnen und Wissenschafterinnen, die sich durch interdisziplinäre Arbeit in Tanz, Performance und Video, kritisch mit südasiatischer Ästhetik auseinandersetzen.

Zuletzt gründete sie gemeinsam mit Sarah Bergh CHAKKARs – Moving Interventions, eine Plattform, die Räume schaffen will, in denen BIPoC, postmigrantische, dekolonisierende, kritische intersektionale, antirassistische und kritisch weiße Perspektiven in und durch Tanz, Körper und Körperkulturen verhandelt werden können. Als Freie Choreographin arbeitet sie seit 2019 mit dem Olfaktorischen - Tanz und Geruch.

sandrachatterjee.net / chakkars.de

Workshop-Reihe "TEXT - MUSIK - SZENE": Gegenwartsformen des Musiktheaters

Kollaboration zwischen Text, Musik und (bewegtem) Bild: MIAMEIDE. Die stillen Schwestern (2023) 

mit Kristine Tornquist und Julia Purgina, moderiert von Paulina Schmid-Schutti

Mo, 18.12.2023
17:00 Uhr

 

Musikalische Gegen-Rhetorik: Cheap Opera #2 'Playing Trump' (2020)

mit Bernhard Lang und Dieter Serl, moderiert von Christian Schenkermayr

Do, 18.01.2024
17:30 Uhr

 

Vom Theatertext zum Libretto: Missing in Cantu (eure Paläste sind leer) (2023)

mit Thomas Köck und Johannes Maria Staud, moderiert von Rosa Eidelpes

Mo, 22.01.2024
17:30 Uhr

 

Clemens Hellsberg Saal (ehem. Erkersaal)
Johannesgasse 4a
1010 Wien

EINTRITT FREI
 

Die Workshop-Reihe bildet den Auftakt zum neuen Forschungsschwerpunkt des Interuniversitären Forschungsverbunds Elfriede Jelinek, der sich Gegenwartsformen des Musiktheaters widmet.
Die drei Workshops thematisieren Formen des Zusammenspiels zwischen Text, Musik und theatraler Szene im Musiktheater der Gegenwart. Wie lassen sich aktuelle Tendenzen der „Musikalisierung von Theater“ beschreiben? Wird der Begriff „Oper“ den gegenwärtigen ästhetischen Formen noch gerecht? Oder braucht es angesichts von gattungsüberschreitenden Musiktheaterpraktiken eine systematische Weitung des Opernbegriffs?
Im Horizont dieser Fragestellungen lädt die Workshop-Reihe Librettist*innen und Komponist*innen zur Präsentation ihrer jüngsten gemeinsamen Arbeiten und zu Grundsatzdiskussionen über Gegenwarts- und Zukunftsformen des Musiktheaters ein.

Konzeption und Organisation: Pia Janke, Rosa Eidelpes

 

Veranstaltet vom Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Musik.

 


THE MUK

The MUK considers itself a progressive university of music and art that creates cultural values in the fields of music, dance, acting and singing. The MUK is the only university owned by the City of Vienna and brings together the best international young talent and outstanding lecturers.
 

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8:00 a.m. — 10:00 p.m. (Johannesgasse 4a, Bräunerstraße 5)
8:00 a.m. — 8:00 p.m. (Singerstraße 26)
Saturday: 8:00 a.m. — 6:00 p.m. (all sites)
Sundays and holidays: closed

 

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