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Jelineks Wien - Literarische Topographien

Ein Fest für Elfriede Jelinek zum 75. Geburtstag

Der Abend findet anlässlich des 75. Geburtstags von Elfriede Jelinek statt und ist ein künstlerisch-wissenschaftliches Fest für sie. Im Zentrum steht Jelineks Spannungsverhältnis zu Wien, der Stadt ihrer Sozialisation und zentraler politischer und ästhetischer Auseinandersetzungen. Texte der Autorin, in denen biographische, politische, künstlerische und symbolische Wiener Orte wie das Konservatorium (heutige Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, MUK), der Ballhausplatz, das Burgtheater, die Steinhofgründe, der Zentralfriedhof und der Prater literarisch verarbeitet werden, bilden den Ausgangspunkt des Abends: sechs junge österreichische Autor*innen setzen sich in Kurzvideos textlich und filmisch mit diesen Arbeiten und Orten auseinander, Gespräche thematisieren die politischen und ästhetischen Kontexte. Im Rückgriff auf typische Jelinek-Techniken der Überschreibung fremder Texte legen die neuen Video-Beiträge der Autor*innen Jelineks spezifische Topographie der Stadt Wien offen. Die Videos ermöglichen nicht nur neue Blickwinkel auf die vielfältigen Bedeutungsebenen in Jelineks Texten, sondern schreiben mit ihren eigenen Ansätzen den von Jelinek geschaffenen intermedialen Raum weiter. Der Abend und die Beiträge sind nicht zuletzt auch eine künstlerische Hommage an die prägende Kraft Elfriede Jelineks.

Konzeption und Organisation: Pia Janke, Rosa Eidelpes, Andrea Heinz


PROGRAMM

Begrüßung
Veronika Steinböck, Kosmos Theater Wien
Pia Janke, Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek

Videos
Sophie Reyer: Vampirismus der Kindheit
Lydia Haider: Go further Krähokalypse hoch ehest zerhacken.

Gespräch: Jelineks Wien: Orte der Politik
Mit Eva Brenner, Rosemarie Brucher, Silke Felber, Robert Misik, moderiert von Christoph Reinprecht

Videos
Miroslava Svolikova: Kaffeekränzchen
Clemens J. Setz: Detail zu einer Winterreise

Gespräch: Jelineks Wien: Orte der Kunst
Mit Claudia Bossard, Karoline Exner, Nikolaus Selimov, Emmy Werner, moderiert von Monika Meister

Videos
Raphaela Edelbauer: Wenn man mit dem 71er fährt
Thomas Köck: Happy Birthday! (from childhood to childhood and back)

Gespräch: Jelinek-Überschreibungen
Mit Raphaela Edelbauer, Lydia Haider, Sophie Reyer, Miroslava Svolikova, moderiert von Stefan Krammer

 

Di 19.10.2021
18:00 Uhr

Kosmos Theater
Siebensterngasse 42
1070 Wien
01 523 12 26
karten@kosmostheater.at
www.kosmostheater.at

Eintritt frei
Begrenzte Platzzahl, Anmeldung bis 15.10. unter jelinek.germanistik@univie.ac.at erforderlich
Zu den aktuell geltenden Corona-Regeln informieren Sie sich bitte auf der Homepage des Kosmostheater

Digitaler Vortrag  „Künstlerische Forschung im Kontext des Musiktheaters" und Diskussion mit Dominik Frank

Der Vortrag stellt die Initiative Künstlerische Forschung des Forschungsinstituts für Musiktheater Thurnau der Universität Bayreuth (fimt) vor. Nach einer Überblicksdarstellung der methodischen Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis sowie der Vorstellungen unserer Definition von „KüFo“ werden zwei Forschungsprojekte näher betrachtet: Zum einen das Reenactment Das Jahrtausend der beleidigten Frau, welches der Frage nachging, ob und wie sich Werk und Biografie eines Künstlers trennen lassen, zum anderen das aktuelle DFG-Erkenntnistransferprojekt Wagnergesang im 21. Jahrhundert — historisch informiert, in welchem das fimt-Team gemeinsam mit Concerto Köln und Kent Nagano an einer historisch-informierten Aufführung des Ring des Nibelungen arbeitet. (Premiere Rheingold am 18.11.2021 in Köln). Neben Fragen nach historischer Aussprache und Gesangsidealen stehen dabei auch die gesellschaftspolitischen Implikationen Wagners (beispielsweise in Bezug auf Antisemitismus und Geschlechterbilder) im Fokus.

Dominik Frank, Jahrgang 1983, studierte Theaterwissenschaft, Philosophie und Neuere Deutsche Literatur (Abschluss: Magister Artium) sowie Psychologie (Abschluss: Bachelor of  Science) an der LMU München. Während seines Erststudiums war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und absolvierte Hospitanzen und Assistenzen an den Münchner Kammerspielen und bei den Salzburger Festspielen. Seit 2010 Lehrbeauftragter an der LMU München und an der Hochschule für Musik und Theater München, 2013—2016 Mitarbeiter im Forschungsprojekt Die Bayerische Staatsoper 1933—1963, seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Musiktheater Thurnau an der Universität Bayreuth, dort Promotion bei Prof. Dr. Anno Mungen zu Operndiskurse in der DDR. Daneben Tätigkeit als Theaterpädagoge, freischaffender Regisseur und Dramaturg sowie Referent an der KZ-Gedenkstätte Dachau mit Themenschwerpunkt Theater im KZ.

Mi 20.10.2021
18:30—20:00
MUK, Virtueller Raum
Online-Veranstaltung
Eintritt frei

Teilnahme via Zoom nur für Studierende der MUK.
https://us02web.zoom.us/j/81134814036?pwd=MXdCaTlhVThMRGNvSmZLR3NVUVErZz09
Meeting-ID: 811 3481 4036
Kenncode: EXUa3w

GENDER & DIVERSITY: Umgang mit Vielfalt

Seminar für Studierende des SG Zeitgenössische Tanzpädagogik im Kontext Gender and Diversity

Wie wirkt sich Diskriminierung auf Einzelne aus?
Was ist meine Identität und mein Umgang mit Gruppenzugehörigkeit?
Was bedeutet Vielfalt?
Welche Relevanz haben Unterschiede?
Wie kann ich mit Unterschieden positiv umgehen und „Vielfalt“ als positiven Wert in meinem Arbeitsalltag fördern?

Die intensive Auseinandersetzung mit den Themen Identität, Vielfalt, Eigen- und Fremdzuschreibungen und Diskriminierung auf individueller Ebene stehen im Zentrum des Seminars. Gemeinsam werden Unterschiede thematisiert, eigene und fremde Vorurteile reflektiert und Strategien im Umgang mit Vielfalt erarbeitet. Weitere Themen sind die Vermittlung von Grundlagen der interkulturellen Kompetenz und praktische Übungen, weiters die Handlungssicherheit im Umgang mit Personen anderer ethnischer, kultureller und sozialer Hintergründe.

Ziel des Seminars ist die Sensibilisierung für die Bedeutung unterschiedlicher ethnischer, kultureller und sozialer Hintergründe im (Arbeits-)Alltag von zukünftigen Kunstvermittler*innen.

Seminarleitung: ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit

 

Fr 22.10.2021 
14:00—18:00 Uhr
MUK Bräunerstraße 5
Raum 4.21 & 4.22  
Teilnahme ist nur für Studierende des SG Tanz möglich.

VORTRAG, ROUND TABLE UND DISKUSSION „FRAUEN IM ORCHESTER“ MIT CHRISTA BRÜSTLE

FRAUEN IM ORCHESTER — VORURTEILE, KÄMPFE, SELBSTVERSTÄNDLICHKEITEN

Ein Platz im Orchester für Musikerinnen war lange Zeit nicht selbstverständlich, mit Ausnahme der Frau an der Harfe. Offenbar ist die Harfe — obwohl man sie als kompliziertes und schweres Instrument bezeichnen kann — ein fast durchweg weiblich konnotiertes Instrument geblieben. Ganz anders stellt sich dies bei den Blechblasinstrumenten dar, hier gibt es noch immer das Vorurteil, Frauen seien dafür wenig geeignet — aus welchen Gründen auch immer. Hier wurden zum Teil auch Kämpfe um bestimmte Positionen geführt.
Selbstverständlich sind Frauen zumeist an der Geige oder Flöte, obwohl es letztlich vom Orchester und vom Dirigenten abhängig sein kann, wer die Spitzenpositionen einnimmt.
In der Gesprächsrunde sollen verschiedene Standpunkte aus der aktuellen Praxis zur Diskussion gestellt werden. Es wird vor allem von Interesse sein, ob und wie Stereotype noch immer durchschlagen, oder ob man von grundlegenden Veränderungen ausgehen kann, die Frauen im Orchester eine breite Akzeptanz gebracht haben.

In ihrem Vortrag widmet sich Christa Brüstle dem Thema „Frauen im Orchester“ und beleuchtet dabei Vorurteile, Kämpfe und Selbstverständlichkeiten.

Im anschließenden Round Table mit Andrea Dusleag und Andreas Stoehr und danach in der Diskussion mit den Studierenden sollen verschiedene Standpunkte aus der aktuellen Praxis zur Diskussion gestellt werden. Es wird vor allem von Interesse sein, ob und wie Stereotype noch immer durchschlagen, oder ob man von grundlegenden Veränderungen ausgehen kann, die Frauen im Orchester eine breite Akzeptanz gebracht haben.


Programm:

  • Begrüßung durch Rosemarie Brucher, Vizerektorin der MUK
  • Vortrag von Christa Brüstle (Leiterin des Zentrums für Genderforschung an der Kunstuniversität Graz)
  • Round Table mit Christa BrüstleAndrea Dusleag (Soloflötistin des Bruckner Orchester Linz und MUK-Absolventin) und Andreas Stoehr (Dirigent und Professor an der MUK)
  • Diskussionsrunde mit Studierenden der MUK
     

Christa Brüstle
Musikwissenschaftlerin am Institut Musikästhetik und seit 2012 Leiterin des Zentrums für Genderforschung der Kunstuniversität Graz. Sie promovierte 1996 über die Rezeptionsgeschichte Anton Bruckners. 1999—2005 und 2008 war sie Mitarbeiterin des Sonderforschungsbereichs „Kulturen des Performativen“ an der Freien Universität Berlin, wo sie sich 2007 mit der Arbeit Konzert-Szenen: Bewegung — Performance — Medien. Musik zwischen performativer Expansion und medialer Integration 1950—2000 habilitierte (publiziert 2013). Sie war Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, an der TU Berlin sowie an der Universität Wien. 2008—2011 war sie Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin und 2014 Gastprofessorin für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg. Publikationen u. a.: Jacqueline Fontyn – Nulla dies sine nota. Autobiographie, Gespräche, Werke (= Studien zur Wertungsforschung, Bd. 55), Wien, London, New York 2013; Pop-Frauen der Gegenwart. Körper — Stimme — Image. Vermarktungsstrategien zwischen Selbstinszenierung und Fremdbestimmung, Bielefeld 2015; Elizabeth Maconchy. Music as Impassioned Argument (= Studien zur Wertungsforschung, Bd. 59), Wien, London, New York 2018; Musikerinnen in Graz und in der Steiermark. Ein Beitrag zur Geschichte des bürgerlichen Musiklebens als Handlungsraum für Frauen, Graz 2020.

Andrea Dusleag wurde in Graz geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Kunstuniversität Graz bei Erwin Klambauer, wo sie 2015 ihren Abschluss mit Auszeichnung erlangte. Danach setzte sie ihre Studien an der Universität Mozarteum Salzburg bei Paolo Taballione, an der Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Davide Formisano und an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien bei Karl-Heinz Schütz fort.
Während Ihres Studiums war sie als stellv. 1. Flötistin an der Oper Graz engagiert und war Mitglied der Sommerakademie der Wiener Philharmoniker und des European Union Youth Orchestra.
Aushilfstätigkeiten in Orchestern wie dem Mozarteum Orchester Salzburg, SWR Symphonieorchester sowie an der Wiener und Bayerischen Staatsoper führten sie zu Festivals wie den BBC Proms, dem Grafenegg Festival und den Salzburger Festspielen.
Seit Herbst 2017 ist Andrea Dusleag Soloflötistin des Bruckner Orchester Linz.

 

Mi 03.11.2021
11:30—12:45 Uhr

Pfarre Akkonplatz
Oeverseestraße 2c

Eintritt frei
Aktive Teilnahme nur für Studierende der MUK,
kein Zutritt für externes Publikum.

GENDER & DIVERSITY: Der Kulturbetrieb ist weiblich – ist der Kulturbetrieb weiblich?

Gastvortrag und Diskussion im Rahmen der VT LV Gender and Diversity Reading Group

Während immer mehr Frauen das Angebot des Kulturbetriebs nutzen, sinkt der Anteil der männlichen Nutzer*innen stetig. Letztere greifen lieber auf andere, in der Regel leistungsorientierte, Freizeitangebote zurück. So erfreulich diese Verschiebung innerhalb des Publikumsinteresses angesehen werden kann, so soll nicht vergessen werden, dass die Ausweitung des Frauenanteils (und der mit ihm assoziierten sozialen Wertvorstellungen) auch zu einer Schwächung des Images des Kultursektors, in einer nach wie vor männlich dominierten konkurrenzorientierten Erfolgsgesellschaft, geführt hat: Während auf der Nachfrageseite „die Frauen übernommen“ haben, bietet sich auf der Produktionsseite nach wie vor ein differenzierteres Bild. Zwar haben – durchaus mit Unterstützung auch konservativer Politikerinnen wie Elisabeth Gehrer – Frauen in den letzten Jahren eine Reihe von Chefsesseln auch prominenter österreichischer Kultureinrichtungen übernommen. Viele institutionelle Entscheidungen werden hingegen nach wie vor aus einer traditionell männlichen Sicht getroffen. Sie bestätigen damit das Klischee des Fortbestands patriarchaler Herrschaftsformen, an dem die, in diesen überkommenen Strukturen Beschäftigten, in (fast) gleicher Weise leiden (Willkür, Mobbing, sexuelle Übergriffe, ...).
 
PD Dr. Michael Wimmer ist Gründer und war bis Ende 2017 Geschäftsführer von EDUCULT. Seit 2018 ist er Direktor des Forschungsinstituts und nimmt seither die Funktion des Vorstandsvorsitzenden wahr. Aus diesen Tätigkeiten sowie als langjähriger Geschäftsführer des Österreichischen Kulturservice (ÖKS), als Musikerzieher und Politikwissenschafter bringt Michael Wimmer umfassende Erfahrungen in die Zusammenarbeit von Kunst, Kultur und Bildung ein.
Er ist Dozent an der Universität für angewandte Kunst Wien zu Kulturpolitikforschung sowie Lehrbeauftragter am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie am Institut für Lehrer*innen-Bildung an der Universität Wien. Er war Mitglied der Expertenkommission des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zur Einführung der Neuen Mittelschule.
Auf dem internationalen Parkett ist Michael Wimmer als versierter Berater des Europarats, der UNESCO und der Europäischen Kommission in kultur- und bildungspolitischen Fragen aktiv. Zudem war er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Internationalen Konferenz für Kulturpolitikforschung (iccpr).

Mi 17.11.2021
18:00—19 :30 Uhr
Online via Zoom:

https://us02web.zoom.us/j/82827445218?pwd=UEg0NEphUEJrR0Yvb2Y1ZTZGQk84dz09
Meeting-ID: 828 2744 5218
Kenncode: B4CuYf

MUK MEETS IFK: VORTRAG VON ISABEL MUNDRY

DIE GESTE DES HÖRENS IM KOMPONIEREN

In Kulturen, deren Musik von Ohr zu Ohr, also ohne Notation weitergetragen wird, wirkt die Praxis eines Aufführens durch das Erinnern auf die musikalische Zeitgestalt ein. Die Gregorianischen Gesänge des Mittelalters sind ein Beispiel dafür, wie sich das Zusammenspiel zwischen dem Hervorrufen, Vergegenwärtigen und Erneuern in den Strukturen akustisch abbildet. 

Diese Musik bildet Schemata aus, die verbindlich genug sind, um erinnerbar zu sein, und offen genug, um Neues eindringen zu lassen. Daraus ergeben sich komplexe Formen zwischen dem Ritualisierten und dem Einmaligen. Es ist eine Musik des Zuhörens in zweifachem Sinne: Das einst Gehörte wird aufgerufen, und das Hören im Jetzt ermöglicht seine Transformation. Seit der Notation von Musik hat sich eine andere Idee des Hörens ausgebildet, weniger ausgerichtet auf das Vergangene und das Jetzt der Performance als auf das Kommende. Sie verbindet sich mit dem Imaginieren einer noch ungehörten Musik und einhergehend damit mit dem Ideal neuer, autonomer Strukturen und Formen. In den vergangenen Jahren haben Isabel Mundry Werke aus den bildenden Künsten und dem Theater sowie Eindrücke aus ihrer akustischen Umwelt dieses Ideal kritisch überdenken lassen. Seither arbeitet sie kompositorisch an Formen, die das Hören im Sinne eines Aufgreifens und Weitertragens wieder aufwerten, ohne auf das Schreiben von Partituren zu verzichten. Dafür bedarf es auch einer Revision der Idee, was kompositorische Techniken zu leisten haben. Die Gregorianischen Gesänge dienen ihr hier als Vorbild wie auch das Spätwerk von Samuel Beckett, das vergleichbare Modelle des Hörens im Medium der Schrift ausbildet.

Isabel Mundry, Komponistin, lehrt seit 2004 Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste, seit 2011 zudem an der Hochschule für Musik und Theater München. 2002/03 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2017 beim Forscherkolleg Cinepoetics der FU Berlin. 2019 war sie Stipendiatin der Civitella Ranieri Foundation, 2020 der Wilhelm-Kempff-Stiftung in Positano. Ihr Werk umfasst zwischen der Kammermusik und dem Musiktheater alle Gattungen und ist immer wieder interdisziplinär ausgerichtet. Ihre Kompositionen wurden u. a. von Ensemble Intercontemporain, Arditti Quartet, Chicago Symphony Orchestra, Ensemble Modern, Ensemble Resonanz, der Musikfabrik NRW, London Sinfonietta und den Berliner Philharmonikern aufgeführt. Sie war Composer in Residence u. a. beim Lucern Festival, Gstaad Menuhin Festival, Takefu Festival (Japan), den Biennalen Lyon und Salzburg sowie bei der Staatskapelle Dresden. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.

 

Do 02.12.2021
18:15 Uhr

IFK - Internationales Forschungszentrum
Kulturwissenschaften
Reichsratsstraße 17
1010 Wien
Website des IFK

Eintritt frei

In Kooperation mit dem IFK 

GENDER & DIVERSITY: Workshop „Resistance, Gender and Voice in Intercultural Collaboration“ mit Nguyễn Thanh Thủy

The proposed workshop is structured in two parts. First, a presentation of the intercultural and interdisciplinary practice of the Vietnamese musician Nguyễn Thanh Thủy. Second, the participants are invited to co-create a short improvised performance together with her, to be presented at the end of the workshop.

In the last eight years, Nguyễn has been collaborating extensively with choreographers, composers and theatre directors, with the aim to expand the expressive scope of her performance. Her identity as a Vietnamese đàn tranh player has shifted towards an awareness of, and a conscious play with hybrid identities, expressed in a series of installations, music theatre pieces and choreographed performances. Nguyễn will present examples of her artistic work, drawn from her artistic doctoral project, built on a gender analysis of the choreographies that have characterized traditional music performance across the past decades. The presentation articulates an understanding of the forces at play in intercultural artistic exchange, which also entails a perspective on hybridity understood as “communicative practices, processes rather than static states” (Weiss, 2014, p. 511).


Nguyễn Thanh Thủy is a leading đàn tranh player/improviser in both traditional and experimental music. She was born into a theatre family and was raised with traditional Vietnamese music from an early age in Hà Nội. She has received many distinctions including the First Prize and the Outstanding Traditional Music Performer Prize in the National Competition of Zither Talents in 1998. Nguyễn Thanh Thủy has recorded several CD’s as soloist with orchestra and solo CDs which released by Phương Nam Film (VN); by dB Productions (SE); by Setola di Maiale (IT) and by Neuma Records & Publications (USA). The last ten years she has been collaborating extensively with choreographers, composers and theatre directors on many interdisciplinary projects. Between 2009—2011, she was involved as an artistic researcher in the international research project (Re)thinking Improvisation, a collaboration between the Vietnam National Academy of Music and the Malmö Academy of Music. Between 2012—2019 she carried out an artistic doctoral project at the Malmö Academy of Music concerned with gesture in traditional Vietnamese music. Between 2018—2020, she engaged in Musical Transformations, a senior research project looking at musical change, in transcultural and intercultural settings. She currently is an international postdoctoral research fellow at the Royal College of Music in Stockholm, and at the Institute of Arts, Faculty of Education Western Norway University of Applied Sciences (202123).


Do, 16.12.2021
9:00—16:00 Uhr

MUK.studio
Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Eintritt frei
Teilnahme nur für Studierende der MUK, externes Publikum nicht zugelassen.
Anmeldung via MUKonline.


THE MUK

The MUK considers itself a progressive university of music and art that creates cultural values in the fields of music, dance, acting and singing. The MUK is the only university owned by the City of Vienna and brings together the best international young talent and outstanding lecturers.
 

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Monday to Friday:
8:00 a.m. — 10:00 p.m. (Johannesgasse 4a, Bräunerstraße 5)
8:00 a.m. — 9:00 p.m. (Singerstraße 26)
Saturday: 8:00 a.m. — 6:00 p.m. (all sites)
Sundays and holidays: closed

 

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