Aktuelle Veranstaltungen

Architektur im Tanz

Gastvortrag und Workshop mit Katharina Voigt

Gastvortrag: Architektur als Impulsgeberin für den Tanz

Katharina Voigt betrachtet in ihrem Vortrag die Architektur als Impulsgeberin für den Tanz. Sie thematisiert die räumlichen Dimensionen körperbasierter und tänzerischer Arbeitsweisen und betrachtet Potenziale architektonische Perspektiven als Grundlage für die künstlerische Forschung und Praxis im zeitgenössischen Tanz und führt in Raumtypologien und das sinnliche Erleben von Raum ein. Es wird der Frage nachgegangen, wie die Auseinandersetzung mit Raum Ausgangspunkt für die kreativen Prozesse künstlerischer Praxis und Forschung im Tanz sein können. Dabei werden unterschiedliche Typologien des Räumlichen thematisiert: Die Raumhaltigkeit des eigenen Körpers, die räumlichen Bezüge des Körpers in Bewegung, die zwischenräumlichen Beziehungen der Tänzer*innen sowie die geteilte räumliche Situation und Teilhabe des Erlebens von Tänzer*innen und Zuschauer*innen oder die Bezugnahme auf den konkreten architektonischen Raum.

Im Rahmen des Vortrags gibt Katharina Voigt Einblick in ihre eigene Forschung, die den zeitgenössischen Tanz als Medium, Werkzeug und Praktik der Erforschung des impliziten Körperwissens über Raum und Architektur untersucht. Außerdem eröffnet sie mit ihrem Vortrag das Themenfeld der Raumtypologien im Tanz und der Umsetzung des architektonischen Denkens in Bewegung und schafft damit die Grundlage für den daran anschließenden Workshop mit Tanzstudent*innen der MUK.

 

Vortragende: Katharina Voigt
Katharina Voigt, MA Architektur München, ist in Forschung, Praxis und Lehre in Architektur und zeitgenössischem Tanz tätig und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität München. Gastvortrag und Workshop sind eingebunden in den übergeordneten Kontext der Zusammenarbeit von Katharina Voigt und Virginie Roy.

 

Mo 13.09.2021 14:00 - 15:30
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Bräunerstraße 5
1010 Wien

 

 

Workshop: Raumtypologien im Tanz
Umsetzung des architektonischen Denkens in Bewegung

Thema
Am Anfang des Workshops steht die Einführung in Raumtypologien – aus Perspektive der Architektur und in Bezug auf den Tanz. Der Workshop ist eine Einladung an die Tänzer*innen, verstärkt mit dem Raum zu arbeiten und die Räumlichkeit des eigenen Tuns zu befragen. Anliegen des Workshops ist es, Tänzer*innen an die Auseinandersetzung mit Raumtypologien und -begriffen aus der Architektur heranzuführen und ihnen Zugänge zu eröffnen, um diese für die gestaltende Praxis und die künstlerische Forschung im Tanz zu nutzen. Im Vordergrund steht die Konstitution von in der eigenen tänzerischen künstlerischen Praxis generiertem Erfahrungswissen zu »Raum«. Untersucht werden: die Räumlichkeit des Körpers, die Räumlichkeit der Bewegung und Geste, die Zwischenräumlichkeit der Tänzer*innen und der architektonische Kontext des Tanzes. Es wird der Frage nachgegangen, wie die Architekturperspektive Impulse für den kreativen und künstlerisch forschenden Prozess sein kann.

Struktur
Der Workshop gliedert sich in eine Einführung in Raumtypologien im Tanz, die anhand unterschiedlicher Quellen und in Bezugnahme auf den Gastvortrag von Katharina Voigt reflektiert sowie in der eigenen tänzerischen Praxis erprobt werden. Übergeordnete und subjektive Wissensformen – Kenntnis-, Erlebnis- und Erfahrungswissen – werden verknüpft. Während hierbei die Räumlichkeit und Raumbezogenheit des eigenen Körpers im Zentrum steht, wird diese in einem nächsten Schritt im öffentlichen Raum mit den Spezifika architektonischer Räume in Dialog gebracht. Abschließend werden die Ergebnisse des Workshops sowie dessen Prozess und Methode reflektiert und deren Potenziale für die Erweiterung der tänzerischen Praxis und der künstlerischen Forschung im Tanz befragt.

Reflexion
Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, die eigenen Methoden und Arbeitsweisen zu reflektieren und um die Perspektive architektonischen Denkens zu erweitern. Die Erkenntnisse zum eigenen subjektiven Erleben der Teilnehmer*innen und aus der kritischen Auseinandersetzung anhand theoretischer und aus der künstlerischen Forschung stammender Quellen werden abschließend gesammelt und reflektiert. Als systematische und strukturierte Arbeitsweise ist die Methode wiederholbar und für jeden räumlichen Kontext adaptierbar.

 

Leitung: Katharina Voigt
Katharina Voigt, MA Architektur München, ist in Forschung, Praxis und Lehre in Architektur tätig und zeitgenössischem Tanz und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Entwerfen und Gestalten der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität München. Gastvortrag und Workshop sind eingebunden in den übergeordneten Kontext der Zusammenarbeit von Katharina Voigt und Virginie Roy.

 

Di 14.09.2021 14:00 - 18:00
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Bräunerstraße 5
1010 Wien

 

 

Poetics of Scores

Vortrag, Workshop und Intervention mit Claudia Heu und Sabina Holzer (Outdoor)

„Scores laden uns ein, aus dem Studio in die Welt hinauszutreten; den Erkundungen von Bewegungen zu vertrauen und sich darauf einzulassen. Sie lassen uns nicht in Gewohnheiten stecken bleiben und stiften uns an Verspieltheiten und Präzisionen im eigenen Tanz und unseren Performances nachzugehen.“ (Sabina Holzer)

Poetics of Scores untersucht Scores und Handlungsanweisungen als Methode von Kompositionen für Interventionen in öffentlichen Räumen und fragt ob dieser spezielle methodische Ansatz sich auf spezifische Weise ästhetisch und ethisch in den performativen Setzungen widerspiegelt.

Der transdisziplinäre Ansatz wird mit einem Schwerpunkt auf die Anwendung von Scores in den Arbeiten von Anna und Lawrence Halprin und ihre sozialen Choreographien als Beispiel in einem Vortrag vorgestellt. Ausgehend davon reflektiert Poetics of Scores die aktuellen Beziehungen zwischen Körper und Landschaft und beleuchtet den Subjektbegriff in kritischer Auseinandersetzung mit dem Anthropozän, dem Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Die Aufmerksamkeit wird auf das Zusammenwirken von Ressourcen, - Körper, Raum und Zeit - gerichtet, um über eine (Re-)Integration des Menschen die natürliche Umwelt nachzudenken, die gerade nicht mit einer herausgehobenen Stellung des Subjekts vereinbar ist.

Anschließend werden in einem dreistündigen Workshop die Bedingungen von Scores praktisch untersucht. Welche Formen von Gemeinschaften werden mit dieser Praxis generiert? Was für ein Miteinander bzw. Mit-Sein wird kreiert, wenn die Aufmerksamkeit auf die sinnliche Wahrnehmung gerichtet wird. Was für Handlungsräume entstehen dadurch?

Mit diesen Untersuchungen werden wir im 2. Teil eine Intervention im öffentlichen Raum gestalten und diese gemeinsam reflektieren.

 

 

Vortragende: Claudia Heu und Sabina Holzer

Claudia Heu ist seit November 2013 Dozentin an der MUK. Sie arbeitet als Künstlerin, Performerin und Lehrerin in Europa, der Mongolei und den USA. Ihre künstlerische Arbeit ist eine Gratwanderung zwischen Wirklichkeit und Fiktion und findet ihren Ausdruck in ortsspezifischen Performances, partizipative Installationen und sozialen Interventionen. Die Performances finden an Orten des wirklichen Lebens statt und schließen verschiedenste Akteure mit ein.

Sabina Holzer ist Performance Künstlerin, Autorin und Bewegungspädagogin. Ihre Arbeit bewegt sich entlang den Schnittstellen von Praxis und Theorie mit dem Focus auf transdisziplinäre Zusammenarbeiten. Neben der Mitarbeit in zahlreichen internationalen Projekten, entwickelt sie in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Jack Hauser seit 2005 Performances und Interventionen in öffentlichen Räumen, Galerien, Museen und Theatern wie dem Tanzquartier Wien, Wohnung Miryam van Doren, Lentos Museum für moderne Kunst, machfeld Studio, WUK, Im_flieger, Essl Museum, Hidden Museum, dOCUMETA (13), Akademie der bildenden Künste Wien, SeeLab/Jot12, Volkskundemuseum Wien.
Sie unterrichtet bei ImPulsTanz, Tanzquartier Wien, Im_flieger, a.pass (advanced performance and scenography studies), SEAD (Salzburg Experimental Academy for Dance) u. a, und ist dramaturgisch-künstlerische Mentorin für Performance. Seit 2016 auch SIB®- Pädagogin (systemische und integrative Bewegungslehre) für körperliches Coaching in Einzelbehandlungen.
Sie veröffentlicht Texte zu Performance und zeitgenössischem Tanz in verschiedenen Medien, u. a. Triëdere 17, engagée #5, TQW Edition SCORES N°2, N°4, TQW Magazin 2018, Les Sublin/mes sowie www.corpusweb.net, und zahlreichen Künstler*innenpublikationen. Redaktion und Künstlerin bei dem Online Dokumentationsprojekt MIND THE DANCE, Mitbegründern des Instituts für künstlerische Forschung zur körperlichen Poesie der Kindheit (2018), Ko-Konzeption und Künstlerin in dem künstlerischen Forschungsprojekt Stoffwechsel – Ökologie der Zusammenarbeit. Zur Zeit bereitet sie das Projekt „which dances - eine choreografische Assemblage“ für das Volkskunde Museum Wien vor.

 

Mi 15.09.2021 13:00 - 16.30
Vortrag: Scores in den 60er Jahren und Spekulationen zu Sozialen Choreografie heute

Do 16.09.2021 13:00 -14.30 
Intervention im öffentlichen Raum mit Studierenden. Anschließend Nachbesprechung.

 

Teilnahme für maximal 15 Studierende. Anmeldung erforderlich unter s.singer@muk.ac.at (Aufnahme zur Künstlerischen Forschung erfolgt nach Eingang der E-Mails.)

 


DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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