Aktuelle Veranstaltungen

INTERDISZIPLINÄRES SYMPOSIUM: GESCHLECHT UND GEWALT

Lesen & Tschechern #Jelinek royal

veranstaltet vom Interuniversitären Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

in Kooperation mit den Volkstheater Wien

Einen Tag nach Ablauf der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ und in einer Welt, in der Männergewalt an Frauen nach wie vor 365 Tage im Jahr aktuell ist, befasst sich das Symposium mit patriarchalen Strukturen und der aus ihnen hervorgehenden, von ihnen strukturierten Gewalt von Männern an Frauen. Ausgehend vom Werk Elfriede Jelineks und ihren Themensetzungen fragt die Veranstaltung: Wo kommt diese Gewalt her, warum wird sie nach wie vor relativiert, nicht gesehen, hingenommen? Mit diesen Aspekten befasst sich die Spezial-Edition von „Lesen & Tschechern“, die zugleich Teil des Forschungsschwerpunkts „Geschlecht und Gewalt“ des Interuniversitären Forschungsverbunds Elfriede Jelinek ist, auf wissenschaftlich-künstlerische Weise.

Höhepunkt des Abends ist, nach einem Impuls-Vortrag und Gesprächen, eine performative Intervention von und mit Lydia Haider, die mit Die Buhlschaft in Herbert. Eine Heimführung eine subversive Neu- und Überschreibung des Textes der Buhlschaft aus Hugo von Hofmannsthals Jedermann wagt und diese in den Zusammenhang ihres Romanprojekts Du Herbert stellt, das konkrete Femizide in Österreich verarbeitet.

PROGRAMM
FREITAG, 9.12.2022

20 Uhr
Judith Goetz: Femizide und patriarchale Gewalt

Gespräch: Die Dramaturgie der Männergewalt
Mit Sarah Held, Steffen Jäger, Monika Meister, Lea Susemichel, moderiert von Christoph Reinprecht

Gespräch: Herbert und seine Brüder
Mit Margarete Affenzeller, Lydia Haider, Jennifer Weiss, moderiert von Andrea Heinz

22.30 Uhr
Video und performative Intervention:
Lydia Haider: Die Buhlschaft in Herbert. Eine Heimführung
Mit Apollonia T. Bitzan, Lydia Haider, Anna Rieser, Samouil Stoyanov, Katarina Maria Trenk

Im Anschluss: DJ-Kollektiv EKLEXTASY und Volksordination Dr. Haider im Führerzimmer

Konzept und Organisation: Pia Janke, Andrea Heinz

Fr 9.12.2022
20 Uhr

Volkstheater Wien
1070, Arthur-Schnitzler-Platz 1
Eintritt: 12,- (inkl. 1 Freigetränk)
Tickets über https://www.volkstheater.at
T. +43 1 52 111-400 oder kartenservice@volkstheater.at
Vorverkaufsstart am 7. November

­­Kooperationspartner des Projekts "Geschlecht und Gewalt":
Central European University Vienna
Fachbereich Germanistik, Paris Lodron Universität Salzburg
Hoschule für Musik Karl Maria von Weber Dresden, Deutschland
Hochschule für Musik, Freiburg im Breisgau, Deutschland
Instytut Filologii Germańskiej, Abteilung für Deutschsprachige Medien und Österreichische Kultur,
Uniwersytet Łódzki, Polen
Instytut Germanistyki, Uniwersytet Warszawski, Polen
School of Modern Languages, Georgia Institute of Technology, USA
Kunsthistorisches Museum Wien
Volkstheater Wien

GENDER & DIVERSITY: Wer macht den Kanon?

Vortrag mit Joosten Ellée

Laut einer in 2021 veröffentlichten Studie wurden in der Saison 2019/20 in Abo-Konzerten deutscher Symphonieorchester zu 1,9% Werke von Komponistinnen gespielt. Auch wenn sich daran mittlerweile, nicht zuletzt durch die Pandemie als Katalysator, ein bisschen etwas geändert hat, bleibt die Tendenz bestehen: der Kanon der sogenannten klassischen Musik ist hauptsächlich männlich, weiß und tot. Doch wer bestimmt eigentlich diesen Kanon? Wer beurteilt die Qualität von Komponist*innen und sorgt dafür, dass sie entweder heroisiert oder vergessen werden? Und welche Rolle spielt er in Musikschulen und Kunstuniversitäten? Der künstlerische Leiter der innovativen Musik-Institution PODIUM Esslingen, Joosten Ellée, versucht mit einer konsequenten Quote von Komponistinnen Impulse zur ständigen Transformation des Kanons zu geben. Beim diesjährigen PODIUM Festival standen beispielsweise 80% Werke von Komponistinnen auf dem Programm. Warum alle - Musiker*innen, Publikum wie Intendant*innen - von einem offeneren Kanon profitieren würden und wie man aktiv dazu beiträgt, bzw. den Weg dafür frei macht, soll in diesem Workshop durchleuchtet werden. Dabei werden nicht nur grundsätzliche Fragen von Sichtbarkeit und Repräsentation thematisiert, sondern auch ganz praktische Fähigkeiten vermittelt. So erhalten die Studierenden auch Einblicke in Datenbanken und Recherchewerkzeuge, die sie für ihre eigene Unterrichtstätigkeit nutzen können.

Der aus Leer/Ostfriesland stammende, 1992 geborene Geiger und Konzertdramaturg Joosten Ellée ist seit 2021 künstlerischer Leiter von PODIUM Esslingen. Er studierte an der Hochschule für Künste Bremen und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, ist Mitgründer und Konzertmeister von ensemble reflektor, mit dem er als Künstlerischer Leiter 2019 den Max- Brauer-Preis der Toepfer-Stiftung sowie 2020 den NORDMETALL-Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gewann. Sein musikalisches Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis des Frühbarocks über die Realisation zahlreicher Uraufführungen bis hin zur Komposition elektronischer Musik.

Anmeldeinfos: Keine Anmeldung erforderlich

Do 12.01.2023
Teil 1: 9:00–10:40 Uhr im Rahmen von „Werkstatt Unterricht 01“ (Johannesgasse 4a, MUK.studio - öffentlich)
Teil 2: 15:40–17:20 Uhr im Rahmen von „Grundlagen der Instrumental(Gesangs)Pädagogik 01“ (Bräunerstrasse 5, 4.27 - seminarintern)


DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

KONTAKT

 

Johannesgasse 4a
1010 Wien
Österreich

 

+43 1 512 77 47

 

+43 1 512 77 47-7913

 

office@muk.ac.at

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Freitag:
8.00—22.00 Uhr (Johannesgasse 4a & Bräunerstraße 5)
8.00—20.00 Uhr (Singerstraße 26)
Samstag: 8.00—18.00 Uhr (alle Standorte)
Sonntag und Feiertag geschlossen

 

    ÖFFNUNGSZEITEN STUDIENREFERAT

    ÖFFNUNGSZEITEN KASSA

    ÖFFNUNGSZEITEN BIBLIOTHEK