Aktuelle Veranstaltungen

BUCHPRÄSENTATION „WILLY SCHMIDT-GENTNER: DER POSTMEISTER“ MIT STEFAN SCHMIDL UND TIMUR SIJARIC

AUS DER REIHE FILMMUSIK IN HISTORISCH-KRITISCHEN EDITIONEN
MIT MUSIKALISCHEM RAHMENPROGRAMM VON STUDIERENDEN DES STUDIENGANGS SAITENINSTRUMENTE DER MUK

Gustav Ucicky gelang mit Der Postmeister eine bemerkenswerte Adaption von Alexander Puschkins Kurzgeschichte. Neben seiner opulenten Inszenierung besticht der Film auch durch die Musik von Willy Schmidt-Gentner, einem der prominentesten Komponisten des deutschsprachigen Kinos seiner Zeit. Mit der Herausgabe von Schmidt-Gentners Partitur liegt der zweite Band der Reihe Filmmusik in historisch-kritischen Editionen vor, dem das mehrjährige, vom FWF geförderte Projekt Wien-Film 1938—1945 zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Filmarchiv Austria zugrunde liegt.

Von einem Rittmeister mit falschen Versprechungen in die Stadt gelockt, wird Dunja, Tochter eines Postmeisters, in der Gesellschaft weitergereicht. Als der Vater von ihrem Lebenswandel erfährt, bricht er wütend nach St. Petersburg auf… Heinrich George, „mozärtlicher Elephant“ und „ein Granitblock, dem diamantene Tränen entfallen“ (Jürgen Fehling) macht Ucickys Literaturverfilmung darstellerisch zum Ereignis, Willy Schmidt-Gentners Leitmotive und russische Klangfarben verleihen ihr musikalisch Gewicht. Eingespielt wurde die Partitur des „Hauskomponisten“ der Wien-Film GmbH von den Wiener Philharmonikern.

Mit Notenmaterial zu über 150 Spiel- und Dokumentarfilmen aus der Zeit zwischen 1939 und den 1960er-Jahren verfügt das Filmarchiv Austria über eine der umfangreichsten Filmmusiksammlungen im deutschsprachigen Raum, die gegenwärtig aufgearbeitet und wissenschaftlich erforscht wird. Mit Der Postmeister liegt nun bereits der zweite Ergebnisband dieser Forschungen vor. Er ermöglicht tiefe Einsichten in eine Musik, die an Dramatik, Lokalkolorit und Gefühlsüberschwang nichts vermissen lässt.

Musikalisches Rahmenprogramm mit Studierenden des Studiengangs Saiteninstrumente der MUK:

Nikita Kuts, Violine
Josefina Ribeiro, Violine
Guilherme Marques Caldas, Viola
Fiorentina Harasko, Violoncello

Arrangement: Timur Sijaric
Einstudierung: Florian Berner

 

PROGRAMM:

18:30 Uhr: Begrüßung durch Florian Widegger (Filmarchiv Austria) und Vertreter der Gustav Klimt | Wien 1990-Privatstiftung
18:40 Uhr: Buchpräsentation Filmmusik in historisch-kritischen Editionen
18:45 Uhr: Musikalisches Rahmenprogramm
19:00 Uhr: Filmvorführung

 

WEITERE INFORMATIONEN:

Publikation Willy Schmidt-Gentner: Der Postmeister
von Stefan Schmidl/Timur Sijaric (Hg.)
Realisiert mit freundlicher Unterstützung der Gustav Klimt | Wien 1990-Privatstiftung
Erhältlich in der Satyr Filmwelt und im Webshop des Filmarchivs


Der Postmeister (1940, D)
Regie: Gustav Ucicky
Buch: Gerhard Menzel, nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Alexander Puschkin
Kamera: Hans Schneeberger, Hannes Staudinger
Musik: Willy Schmidt-Gentner
Mit Heinrich George, Hilde Krahl, Siegfried Breuer, Hans Holt, Erik Frey
Länge: 88 min
Format: S/W, 35mm
Fassung: deutsche Originalfassung

 

Mi 19.01.2022
18:30 Uhr
METRO Kinokulturhaus
Johannesgasse 4
1010 Wien
+43 1 512 18 03
reservierung@filmarchiv.at
www.filmarchiv.at
Eintritt frei
Bitte beachten Sie die geltenden COVID-19-Sicherheitsbestimmungen des Filmarchivs Austria.

Online-Lecture: Moving Naturally - An Exploration for Dancers

Im Rahmen der von Andrea Amort (Tanz-Archiv) und Jolantha Seyfried (Bühnentanz) initiierten mehrsemestrigen Lehrveranstaltung zur Erforschung der spezifischen Tanzweise von Grete Wiesenthal (Wien 1885 – Wien 1970) leitet Jaqueline Waltz-Rauch aus London eine praxisbezogene Lecture an, die auf Isadora Duncans Umgang mit natürlicher Bewegung abzielt. Das Leitungsteam unternimmt damit den Versuch, mögliche künstlerische Einflüsse, die von Wiesenthal für Bedeutung waren, in den Forschungsprozess miteinzubeziehen.

Die in Großbritannien lebende aus den USA stammende ausgebildete Tanztherapeutin Jacqueline Waltz arbeitet mit Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten. Sie nutzt Musik und Bewegung, um Menschen zu ermöglichen, ihre körperlichen, emotionalen und kognitiven Fährigkeiten zu entwickeln und zu vernetzen und um ihr Wohlbefinden, ihr Selbstbild und ihre Körperwahrnehmung zu verbessern. Als Tanzpädagogin war sie Vortragende und Dozentin an der University of Derby (UK), der University of Arizona, den Lummud conferences, dem JW3 – Jewish Community Center London, außerdem bei internationalen Symposien und Workshops in Deutschland, Österreich, den USA und dem Vereinigten Königreich. Sie ist ehemaliges Mitglied des Tanz Theater Wien und der Isadora Heritage Group (NYC) unter der namhaften Leitung von Maria-Theresa Duncan. Sie führt die Duncan-Bewegungslehre fort mit Barbara Kane, mit der Isadora Duncan London-Paris Dance Group, außerdem in ihrer eigenen privaten Praxis und ihrem Tanzstudio in London. Als ehemalige Schülerin der österreichischen, expressionistischen Tanzpädagogin Hilde Holger, vermittelt sie Holgers expressive Arbeit in Zoom-Sessions und in ihrem Studio.

Mi 09.03.2022
18:00 Uhr

Online via Zoom
Teilnahme nur für Studierende der MUK

Resonanz – Eine Frage des Hörens

Vortrag zum Jahresthema des ZWF: RESONANZ

Das Ohr ist für Musiker*innen und darstellende Künstler*innen das Fenster zur Welt. Gelauscht wird auf Resonanzen und Anklänge, in denen sich Subjekt und Welt vernehmen lassen sowie einander antworten. Hör-Akteur*innen bringen wahrnehmend handelnd jene Sphäre hervor, von der sie zur gleichen Zeit durchdrungen werden. Im Spiel des Hörens inszeniert sich auf der inneren Hörbühne eine Welt, die partizipativ und performativ erforscht werden kann. 

Als Erkenntnisorgan wurde das Ohr in den abendländischen Geistes- und Humanwissenschaften von einer übermächtigen okularen Tradition verdrängt.

In diesem Vortrag wird der Versuch unternommen, das Hören zu rehabilitieren und als Instrument für künstlerische Forschung zu manifestieren.

Univ.-Prof. Mag. Nicolai Gruninger ist Psychologe, freischaffender Musiker, Autor und Sprecher. Er lehrt seit 2008 an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Das Hören an der Schnittstelle von Kunst und Humanwissenschaften erforscht er im Rahmen des MAE in der Vorlesung „Anthropologie der Resonanz“.

Do 24.03.2022
18:00 Uhr
MUK Johannesgasse 4a

 


DIE MUK

Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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