Veranstaltung des Netzwerks „Wissenschaft für Demokratie“
27.11., 17.30 Uhr,
BIG Hörsaal Universität Wien
Universitätsring 1, 1010 Wien
Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind zentrale Grundlagen unserer
Gesellschaft. Zugleich stehen demokratische Institutionen und Werte in
Europa und weltweit vor vielfältigen Herausforderungen. Autoritäre
politische Entwicklungen, gesellschaftliche Polarisierung und wachsendes
Misstrauen gegenüber etablierten Institutionen, nicht zuletzt der
Wissenschaft, werfen auch für Hochschulen grundlegende Fragen auf.
Welche Rolle können und sollen Universitäten in einer demokratischen
Gesellschaft einnehmen? Wie können sie demokratische Grundwerte und
Menschenrechte stärken? Und welchen Beitrag kann Wissenschaft dazu
leisten, dass Menschen unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und
wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen können, so dass
gesellschaftliche Resilienz gegenüber autoritären Tendenzen entsteht?
Diesen Fragen widmet sich diese hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion
mit drei unterschiedlichen Perspektiven auf das Verhältnis von
Universität, Wissenschaft und Demokratie.
Podium:
Anna Durnová, Professorin für Politische Soziologie an der
Universität Wien, forscht unter anderem zur Rolle von Emotionen in
demokratischen Gesellschaften, zu politischer Soziologie und Public
Policy. Sie ist eine der Leiter:innen der AG „Hochschule und
Demokratie“ im Rahmen der „Hochschulstrategie 2040“.
Brigitte Hütter ist seit 2019 Rektorin der Universität für
künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und seit 2024
Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), der
Interessenvertretung der 22 öffentlichen Universitäten Österreichs.
Sie vertritt die Perspektive der österreichischen Universitäten und
ihrer gemeinsamen Verantwortung sowie die besondere Rolle von
Kunstuniversitäten.
Sebastian Schütze, Rektor der Universität Wien, bringt die Perspektive
der institutionellen Verantwortung einer großen europäischen
Forschungsuniversität ein. Demokratie ist für ihn ein zentrales Thema
für die Universitäten, die nicht nur forschen und lehren, sondern auch
Verantwortung dafür haben, Wissen in die Gesellschaft hineinzutragen.
Schütze ist Professor für Neuere Kunstgeschichte und seit 2022 Rektor
der Universität Wien.
Moderation: Susanne Hochreiter, Mitinitiatorin von „Wissenschaft für
Demokratie“
Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Verantwortung Universitäten
angesichts gesellschaftlicher und politischer Veränderungen tragen, wo
ihre Möglichkeiten und Grenzen liegen und wie Wissenschaft und
akademische Bildung zur Stärkung demokratischer Kultur beitragen
können. Dazu gehört auch, wie Universitäten selbst Resilienz
gegenüber autoritären Angriffen entwickeln können.
Die Veranstaltung findet auf Initiative von „Wissenschaft für
Demokratie“ statt, einem Netzwerk von Wissenschaftler:innen
verschiedener Disziplinen und Universitäten in Österreich. Das
Netzwerk hat sich ausgehend von einem offenen Brief im Jahr 2024
formiert und entwickelt in internationaler Zusammenarbeit Initiativen
und Vermittlungsformen, die zur Stärkung der Demokratie beitragen und
der Wissenschaftsskepsis entgegenwirken.
Mit-organisiert von PD Ass. Prof. Dr. Rosemarie Brucher
Eintritt frei