Vor wenigen Tagen gab es ein besonderes Musikereignis für Menschen mit Behinderung: Während einer Probe des MUK.sinfonieorchesters im Großen Saal des Musikvereins Wien konnten blinde und sehbehinderte Personen zwischen den Musiker*innen sitzend Werke von Mozart, Weber, Henze und Strauss auf ganze besondere Art ― buchstäblich mittendrin ― erleben. Dirigent Andreas Stoehr erzählt, wie er diese Probe erlebt hat. Zu Gast im Studio bei Marion Eigl ist zudem Simeon Ohlsen, der bei diesem Termin die Gruppe mit einem Musikvermittlungsprogramm begleitet hat.
GANYMED kehrt im April 2026 zurück. GANYMED AREAL heißt die neue Inszenierung von Regisseurin Jacqueline Kornmüller, mit der das Erfolgsprojekt erstmals im Otto Wagner Areal stattfindet. Das GANYMED Ensemble und die Studierenden der MUK erwecken das Areal zu neuem Leben, neuen Formen und neuen Geschichten, die sich an der Schnittstelle von Kunst und Psyche ergeben. Unter der Leitung von Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf wurden Autor*innen, Komponist*innen und Performer*innen eingeladen, Auftragswerke zu entwickeln. Julia Moser studiert Zeitgenössische Tanzpädagogik an der MUK und ist in der Szene Die körperlose Frau von Oliver Sacks dabei. Mit Marion Eigl haben die Regisseurin und die Tänzerin über dieses außergewöhnliche Projekt gesprochen.
Helga Arias (geb. in Bilbao, Spanien) ist Komponistin, künstlerische Forscherin und Pädagogin. Sie studierte Komposition bei Mario Garuti am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand sowie bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz. Ergänzend studierte sie elektroakustische Komposition bei Javier Torres Maldonado am Conservatorio Arrigo Boito in Parma und bei Karlheinz Essl an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit September 2024 als Lehrende an der MUK tätig, hat Helga Arias jüngst die Leitung des Instituts für Tasteninstrumente, Musikleitung und Komposition an der MUK übernommen. Marion Eigl hat sie nach ihren Plänen, Visionen und Zugängen gefragt.