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Lehrende - Lebenslauf

Christian Fennesz

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Vita

Der österreichische Gitarrist, Komponist und elektronische Musiker Christian Fennesz gilt heute als Schlüsselfigur und als eine der markantesten Stimmen der elektronischen Musik. Sein breites internationales Ansehen wurde durch seinen wesentlichen Gesamtbeitrag zum neuen musikalischen Ausdruck gefestigt.

Anfang der 90er Jahre engagierte sich Fennesz in der Wiener Technoszene. Obwohl Fennesz bereits in jungen Jahren eine Ausbildung in Gitarren- und Ethnomusik hatte, entschied er sich, seine eigene Klangwelt in der charakteristischen elektronischen Sprache zu komponieren und zu entwickeln. Indem er seine Gitarre in seinen Laptop einsteckte und umwandelte und verarbeitete, schaffte er es, einen bestimmten Sound zu erzeugen, der schwer mit dem eines anderen zu verwechseln ist. Bei seiner ersten Solo-Veröffentlichung in voller Länge, Hotel Paral.lel (1997, Editions Mego), stellte er eine Mischung aus rohen Texturen und verdrehten Gitarrensounds vor. Das Album wurde mit dem Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Zwei Jahre später wurden plus siebenundvierzig Grad 56 "37" minus sechzehn Grad 51 "08" von Touch veröffentlicht.
 
Sein drittes Meilensteinalbum Endless Summer (2001, Editions Mego) wurde als eine der wichtigsten Veröffentlichungen des Jahrzehnts gewürdigt und trug dazu bei, die Wahrnehmung elektronischer Musik heute zu verändern. Dabei legte er großen Wert auf Melodie, die zart unter (oder über) seiner schimmernden elektronischen Klanglandschaft auftauchte - oft als "symphonisch" bezeichnet wegen seiner enormen Bandbreite und komplexen Musikalität.
 
Im Jahr 2004 veröffentlichte Fennesz Venice, in dem er ambiente-reiche Klangstrukturen mit Pop-Song-Elementen kombinierte. Schwarzes Meer (2008) hat sich als mutiger Schritt beim Experimentieren mit längeren Tracks erwiesen, die den Klangraum skizzieren und konstruieren, ohne ihn unbedingt mit musikalischer Erzählung oder einem vordefinierten Konzept zu füllen. Sein 2014er Studioalbum Bécs wurde von seinem 2019er Album für Touch, Agora gefolgt.
 
In den letzten zehn Jahren hat Fennesz mit vielen Musikern, Filmemachern und Tänzern zusammengearbeitet. Diese Begegnungen mit verschiedenen Kunstformen haben zu zahlreichen Bühnenauftritten und mehreren außergewöhnlichen Studio-Veröffentlichungen geführt. Er hat mit Ryuichi Sakamoto, David Sylvian, Keith Rowe, Mark Linkous von Sparklehorse, Mike Patton und vielen anderen aufgenommen und gespielt. Fennesz hat neben Peter Rehberg und Jim O'Rourke auch als Improvisationstrio Fenn O'Berg gearbeitet.

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