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OWA: Ansiedlung der MUK und Zwischennutzungen (Die Presse)

Mo, 01.06.2026, 12:00 Uhr

Bis 2031 soll die Musik- und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) auf das Otto Wagner Areal umgezogen sein. Sie wird künftig rund 15 der denkmalgeschützten Jugendstilpavillons nutzen. Fünf davon sind für studentisches Wohnen vorgesehen. Das gesamte Areal wird schrittweise zu einem offenen Campus für Wissenschaft, Kultur, Kunst und Bildung umgebaut. Mit der Weiterentwicklung ist die Otto Wagner Areal Revitalisierung GmbH (kurz OWA), eine Tochtergesellschaft der Wiener Standortentwicklung, betraut.

Ganymed Areal ist der klingende Name eines Theaterprojekts, das am Otto Wagner Areal bis Oktober 2026 läuft. Drei Stunden lang kann man dabei von Station zu Station wandern und theatrale, musikalische, tänzerische und literarische Darbietungen zu genießen. Als Ort der Geschichten an der Schnittstelle von Kunst und Psyche passt die Atmosphäre des ehemaligen Spitals auf der Baumgartner
Höhe perfekt – und ist zugleich ein Vorzeigebeispiel für kulturelle Zwischennutzung in Wien.

Geschichtsträchtige Kulisse

Bis 2031 soll die Musik- und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) auf das Otto Wagner Areal umgezogen sein. Sie wird künftig rund 15 der denkmalgeschützten Jugendstilpavillons nutzen. Fünf davon sind für studentisches Wohnen vorgesehen. Das gesamte Areal wird schrittweise zu einem offenen Campus für Wissenschaft, Kultur, Kunst und Bildung umgebaut. Mit der Weiterentwicklung ist die Otto Wagner Areal Revitalisierung GmbH (kurz OWA), eine Tochtergesellschaft der Wiener Standortentwicklung, betraut.

Um Leerstände bis zur finalen Sanierung zu vermeiden, dient das Gelände zwischenzeitlich als außergewöhnliche Kulisse für temporäre Kunstprojekte, Theaterreihen und Ausstellungen. Das Stationentheaterprojekt Ganymed Areal ist nur eine von vielen Initiativen. Der Kulturverein Kollektiv Kaorle etwa hat sich bereits im Oktober 2025 angrenzend an die Steinhofgründe im Pavillon 21 niedergelassen und dabei Raum- und Kulturprogramm mitgebracht.

„Die Zwischen- oder Nachnutzung von Leerständen kann einen leistbaren Zugang zu Räumen ermöglichen und gleichzeitig belebende Impulse in Quartieren setzen." „Unsere Projekte, wie die Aktivierung der Pavillons im Otto Wagner Areal, dienen als Experimentierfelder, um zu zeigen, wie Stadtentwicklung anders funktionieren kann: Weg von strikter Konsumorientierung, hin zu leistbarem Raum für kulturelle und handwerkliche Produktion“, heißt es seitens des Vereins. […]


25 Mal Kunst: Leerstand als urbane Ressource in Wien
Die Presse, 27.05.2026
Von Christian Lenoble (Link)