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„Little Scratch“ im Schauspielhaus: „Sehr, sehr sehenswert!“ (Kurier, ORF)

Tu, 21.04.2026, 12:00 Uhr

Im Schauspielhaus Wien leihen Regisseurin Blanka Rádóczy und Schauspielstudierende des 3. Jahrgangs der MUK dem Schicksal einer jungen Frau mit Gewalterfahrung ihre Stimme/n. Rebecca Watsons eindringliches Stück in der Übersetzung von Gerhild Steinbuch als deutschsprachige Erstaufführung zu sehen.

[…] Die Musik- und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) zeigt in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus die deutschsprachige Erstaufführung von „Little Scratch“in einer Übersetzung von Gerhild Steinbuch. Unter der Regie von Blanka Rádóczy und der musikalischen Leitung von Constantin Sieghart stellen acht Schauspielstudierende – Merle Häcker, Lukas Hagenauer, Niels Karlson Hering, Annelena Hochgruber, Etienne Lestrange, Justus Peger, Elisa Perlick und Leonie Rabl – die junge Frau dar. Sie singen, sprechen mal im Chor, dann wieder übernimmt ein Einzelner die Rolle der Hauptdarstellerin.
Eine Art Traumabewältigungs-Musical, das überraschend gut funktioniert. Jeder Darsteller, jede Darstellerin überzeugt, ist eine mal tapfer-trotzige, mal verletzliche Facette dieser jungen Frau, die sich nicht unterkriegen lassen will. Sich als Opfer zu sehen, wäre zu schmerzhaft.  […]
Neben den fan­ta­sti­schen Darstellern glänzen auch Bühne und Kostüm: Andrea Simeon hat alle acht in ähnliche, zart­lila Outfits gesteckt. Acht Waschbecken werden flugs zu acht Bürokojen. Auch hier dominieren Pastellfarben, was dem Stück insgesamt den Eindruck einer Fünfzigerjahre-Musical-Komödie verleiht, samt jungen Darstellern, die gemeinsam singen. Diese scheinbare Idylle macht das Geschehene umso schmerzhafter. Sehr, sehr sehenswert! 

Schauspielhaus: Traumabewältigung in Pastellfarben
Barbara Beer
Kurier, 21.04.2026, S. 28

Ein ungewöhnlicher, spannend erzählter Theaterabend.
ORF Zeit im Bild, 19.04.2026