„Phänomenale Schauspielschau“ – MUK-Schauspielende am Burgtheater (FAZ)

We, 07.01.2026, 11:09 Uhr

Im Dezember erwiesen die Premieren zweier Burgtheater-Produktionen, dass und wie Studierende, Lehrende und Absolvent*innen des Instituts Schauspiel an der MUK auf großer Bühne überzeugen.

[…] Wer sehen will, was Schauspiel heute kann, wer spüren will, welchen mitreißenden Sog eine Truppe entwickelt, die sich ihr spielerisches Können gegenseitig bis ins letzte Detail beweisen will, wer Lust hat, einen Abend zu erleben, der ganz und gar auf den Schultern seiner Darsteller ruht, der muss jetzt nach Wien fahren. Ans Burgtheater. Dort, wo die Besten der Besten ein Ensemble bilden. Lange hat man darauf gewartet, sie endlich einmal wieder auf einer Bühne zu sehen. Jetzt kann man es: Die Minichmayr. Die Peters. Den Maertens. Den Koch. Und genauso alle anderen, bislang vielleicht weniger bekannten: Die Hackl. Den Wächter. Die Matuschek. Die Rabl. Den Witzel. Die Augustin. Und den Strutzenberger. Oft sieht man an Theaterabenden ein oder zwei Schauspieler, die besonders gut sind, aber hier sind alle auf gleiche Weise hervorragend. Das ist fast schon unheimlich. Als wären sie Mitglieder einer einzigen großen Theaterfamilie.  […]

Stone bietet mit seiner neuen Fassung eines ursprünglich schon 2017 in Amsterdam unter dem Titel „Ibsen huis“ auf die Bühne gebrachten Abends eine phänomenale Schauspielschau. Ein Theaterereignis, um das die deutschsprachige Bühnenprovinz die Wiener Bühnenhauptstadt nun wieder einmal von Herzen beneiden darf.

Wiener Theaterhöhepunkt: Das Ferienhaus als Schlachtfeld. 
Von Simon Strauß: 
FAZ, 20.12.2025 (Link)