Das interuniversitäre Symposium wirdl vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek durchgeführt und widmet sich der Rolle von Wissenschaft und Kunst angesichts der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten durch populistische Politiken und autoritäre Kräfte.
Welchen Herausforderungen müssen sich Wissenschaft und Kunst sowie Kunstinstitutionen und Wissenschafts- und Kunst-Universitäten stellen? Welche Versäumnisse und Defizite müssen sie eingestehen, welche Verantwortung sollen sie übernehmen?
Elfriede Jelinek dekonstruiert in ihren Texten globale Mechanismen propagandistischer Massenmobilisierung und die Bereitschaft, sich von Bildern und Parolen verführen zu lassen. Sie warnt vor der Zerstörung demokratischer Strukturen und der Zuspitzung gefährlicher ökonomischer und medialer Dynamiken.
Vor diesem Hintergrund fragen die Vorträge und Gespräche von Teilnehmenden aus Wissenschaft, Kunst und Kulturpolitik nach der Aufgabe von Wissenschaft und Kunst: Welche Strategien können und sollen Wissenschaft und Kunst sowie Wissenschafts- und Kunstinstitutionen entwickeln, um sich den antidemokratischen Diskursen und Rhetoriken entgegenzustellen?
Konzeption und Organisation: Pia Janke, Rosa Eidelpes
Die Veranstaltung findet im Rahmen von RESISTANCE NOW! statt, die von den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien organisiert wird.
PROGRAMM:
Keynote (EN) von Geoffroy de Lagasnerie: Can art do what it says it does?
Gespräch (DE/EN) Ästhetiken des Widerstands / Aesthetics of Resistance
Mit Evelyn Annuß, Geoffroy de Lagasnerie, Milo Rau, moderiert von Monika Meister
Performance und Diskussion (DE) Die Kunst (in) der Verantwortung: Künstlerische Praktiken in autoritären Zeiten
Mit Thomas Köck, Sara Ostertag, Julia Purgina, moderiert von Monika Voithofer