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ACHTUNG: Das vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek und dem Elfriede Jelinek-Forschungszentrum veranstaltete Symposium Krise der Demokratie — Widerstand der Kunst? am 11. und 12. Juni findet — abweichend (!) — in den Räumlichkeiten der Universität Wien im Schreyvogelsaal, Hofburg, Batthyanystiege statt und beginnt am 11. Juni erst um 17 Uhr.
Angesichts der Debatten um Peter Thiel und der damit verbundenen Absage des französischen Soziologen Geoffroy de Lagasnerie ändert das Interuniversitäre Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek den Raum und das Programm des von ihm veranstalteten Symposiums. Das Symposium findet nun nicht im Festivalzentrum der Wiener Festwochen am Badeschiff, sondern an der Universität Wien, im Schreyvogelsaal der Hofburg, statt und startet am 11. Juni erst um 17 mit einer Panel-Diskussion mit Christina von Braun, Monika Mokre und Milo Rau und Christoph Reinprecht zu den aktuellen Ereignissen und zu neuenFormen des Faschismus und zu Ästhetiken des Widerstandes.
Anliegen des Interuniversitären Forschungsnetzwerks Elfriede Jelinek ist es, durch die Transferierung seines Symposiums an die Universität Wien als Raum des wissenschaftlichen Diskurses eine analytische Reflexion zu ermöglichen.
Das Symposium fragt danach, wie sich Kunst und Kunstinstitutionen angesichts der bedrohten demokratischen Souveränität und des Erstarkens autoritärer Kräfte positionieren sollen: (wie) kann Kunst neue Formen demokratischer Imagination ermöglichen, ohne ihrerseits autoritäre und totalitäre Logiken zu reproduzieren?
Mit Mattias Andersson & Ensemble Volkstheater, Christina von Braun, Rosemarie Brucher, Ekaterina Degot, Jan Philipp Gloger, Martina Grohmann, Stefan Herheim, Thomas Kasebacher, Thomas Köck, Monika Mokre, Julia Purgina, Julya Rabinowich, Milo Rau, Gerfried Stocker und Monika Voithofer.
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Das interuniversitäre Symposium wirdl vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek durchgeführt und widmet sich der Rolle von Wissenschaft und Kunst angesichts der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten durch populistische Politiken und autoritäre Kräfte.
Welchen Herausforderungen müssen sich Wissenschaft und Kunst sowie Kunstinstitutionen und Wissenschafts- und Kunst-Universitäten stellen? Welche Versäumnisse und Defizite müssen sie eingestehen, welche Verantwortung sollen sie übernehmen?
Elfriede Jelinek dekonstruiert in ihren Texten globale Mechanismen propagandistischer Massenmobilisierung und die Bereitschaft, sich von Bildern und Parolen verführen zu lassen. Sie warnt vor der Zerstörung demokratischer Strukturen und der Zuspitzung gefährlicher ökonomischer und medialer Dynamiken.
Vor diesem Hintergrund fragen die Vorträge und Gespräche von Teilnehmenden aus Wissenschaft, Kunst und Kulturpolitik nach der Aufgabe von Wissenschaft und Kunst: Welche Strategien können und sollen Wissenschaft und Kunst sowie Wissenschafts- und Kunstinstitutionen entwickeln, um sich den antidemokratischen Diskursen und Rhetoriken entgegenzustellen?
Konzeption und Organisation: Pia Janke, Rosa Eidelpes
Die Veranstaltung findet im Rahmen von RESISTANCE NOW! statt, die von den Wiener Festwochen | Freie Republik Wien organisiert wird.
PROGRAMM:
Keynote (EN) von Geoffroy de Lagasnerie: Can art do what it says it does?
Gespräch (DE/EN) Ästhetiken des Widerstands / Aesthetics of Resistance
Mit Evelyn Annuß, Geoffroy de Lagasnerie, Milo Rau, moderiert von Monika Meister
Performance und Diskussion (DE) Die Kunst (in) der Verantwortung: Künstlerische Praktiken in autoritären Zeiten
Mit Thomas Köck, Sara Ostertag, Julia Purgina, moderiert von Monika Voithofer