Die Fakultät Darstellende Kunst der MUK organisiert, gemeinsam mit dem Zentrum für Wissenschaft und Forschung (ZWF), einen Austausch zum Thema Gender. Es werden Workshops und Diskussionsrunden angeboten, die sich an Studierende und Lehrende der Fakultät Darstellende Kunst der MUK richten.
9:00—9:20 Uhr: Kick Off (Raum 4.21)
9:30—12:30 Uhr: Workshops (verschiedene Räume)
12:30—14:00 Uhr: Flashlights/Nachgespräche (Raum 4.21)
9:30—12:30 Uhr, Raum Tanz:
Workshop für Studierende und Lehrende
Dieser Workshop widmet sich der Menstruation im Kontext von Tanz, Training und institutioneller Lehre. Da der Fokus auf Kommunikation und Selbstermächtigung liegt, ist die Veranstaltung ausdrücklich auch für Studierende und Lehrende anderer Fachrichtungen zugänglich.
Wir eröffnen einen Raum für Fragestellungen und den Austausch über Herausforderungen, die das Thema Menstruation im bewegungsorientierten Alltag mit sich bringt. Ziel ist es, Methoden und Übungen zu teilen, die Körper und Geist unterstützen und einen reflektierten Umgang mit Menstruation innerhalb künstlerischer Prozesse und akademischer Strukturen ermöglichen.
Friederike Decker ist Studierende im 4. Jahrgang Tanzpädagogik an der MUK. Sie forscht im Rahmen ihrer Bachelorarbeit intensiv zum Thema Menstruation im Tanz und organisierte hierzu bereits Workshops sowie Formate im Tanzquartier Wien (TQW).
Der Workshop richtet sich an Studierende und Lehrende sowie an Personen mit und ohne Menstruation (Allies), die sich vernetzen und den Umgang mit Menstruation im universitären Raum gemeinsam weiterdenken möchten.
Mitzubringen: Bequeme Bewegungskleidung, Papier und Stift
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9:30—12:30 Uhr, Schauspiel Studio 1:
Chair: Bartolo Musil; Workshop für Studierende und Lehrende
Bislang ist kaum bekannt, inwieweit ein transmaskuliner klassischer Sänger seine Gesangsfähigkeiten nach einer durch Testosteron induzierten Stimmumwandlung wiedererlangen kann. Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Antonio-Salieri-Instituts der mdw und des Allgemeinen Krankenhauses Wien setzt eine breite Palette modernster Methoden ein, um Antworten zu finden.
In diesem Vortrag präsentiere ich euch unsere Studie, die meine Stimmumwandlung von einem Mezzosopran zum Bariton verfolgt.
Im anschließenden Gesprächslabor kann sich die Diskussion auch hin zu allgemeineren Fragen der Besetzungspolitiken und Gender-Stereotypen in (Kunst-)Gesang und Musiktheater öffnen.
Henry Blue ist ein transgender Sänger und Stimm-Forscher.
Zurzeit absolviert Henry seinen Bachelor in Gesang an der mdw in der Klasse von Laura Aikin. Henry war als transgender Bariton bereits in vielen Opernproduktionen, als Musical-Darsteller sowie in zahlreichen Contemporary Performance-Kunst Aufführungen tätig. Als Stimmforscher führt er zurzeit eine fachübergreifende Studie über Auswirkungen von Hormonersatztherapie (HRT) auf Singstimmen durch, sowie über Barrieren, denen Transgender Sänger:innen in der klassischen Musik-Szene begegnen.
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9:30—12:30 Uhr, Raum 4.21:
Workshop für Studierende (max. 20 Personen)
Der Queer Empowerment Workshop bietet Raum für Austausch und Begegnung zwischen queeren Studierenden der MUK sowie für das Zusammenbringen unterschiedlicher Erfahrungen aus den verschiedenen Studiengängen. Gemeinsam reflektieren wir queere Arbeitsweisen und Ästhetiken als wesentliche Bereicherung für die Künste – insbesondere im Hinblick auf Diversität, Sichtbarkeit und die Kritikfähigkeit gegenüber normativen Strukturen in Institutionen, Gesellschaft und Kunst. Darüber hinaus eröffnet der Workshop einen Ausblick auf das Arbeitsfeld professioneller queerer künstlerischer Praxis und diskutiert mögliche Wege, Positionierungen und Herausforderungen.
Der Workshop wird geleitet von René*e Reith, Choreograf*in, Performancekünstler*in und Tanzwissenschaftler*in sowie Promotionsstudent*in im Doktorat an der MUK.
Der Workshop richtet sich an queere Studierende sowie an Allies, die sich vernetzen, austauschen und ihre künstlerische Praxis im gemeinsamen Denken und Gespräch weiterentwickeln möchten.
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9:30—12:30 Uhr, Schauspiel Theorieraum 2.33 & Schauspiel Studio 6:
Workshop für Lehrende
Die Lehrenden der Fakultät Darstellende Kunst erwartet ein praxisorientierter Workshop. Niederschwellig und aus einer intersektionalen Perspektive nähern wir uns gemeinsam Themen wie gendersensible Sprache, Selbstreflexion und diskriminierungssensiblen Umgang miteinander im Lehrkontext — mit Raum für Austausch.
Anmeldung bei den jeweiligen Insitutssekretariaten (Oper, MUNTER, Schauspiel, Tanz) bis spätestens Di, 26. Mai erforderlich (first come, first serve)!