Großer Auftritt: MUK-Schauspielende an der „Burg“

Fr, 09.01.2026
  • Schauspiel
Szenenfoto DAS FERIENHAUS: Fabia Matuschek und Leonie Rabl. Foto ©  Marcella  Ruiz  Cruz /Burgtheater
Szenenfoto DAS FERIENHAUS: Fabia Matuschek, Leonie Rabl. Foto © Marcella Ruiz Cruz /Burgtheater

Im Dezember erwiesen die Premieren zweier Burgtheater-Produktionen, dass und wie Studierende, Lehrende und Absolvent*innen des Instituts Schauspiel an der MUK auf großer Bühne überzeugen.

Motive aus Stücken Henrik Ibsens, arrangiert zu einem transgenerationellen Familienepos: Unter dem Titel Das Ferienhaus hat Regisseur Simon Stone seine moderne Verdichtung unseliger familaler Konfliktkonstellationen für das Burgtheater angepasst (Übersetzung: Brangwen Stone). Zu erleben sind die MUK-Studentin Leonie Rabl (3. Jahrgang) sowie die Absolventin Fabia Matuschek (Abschluss 2025) an der Seite von Michael Mertens, Birgit Minichmayr, Caroline Peters, Thiemo Strunzenberger und Michael Wächter, derzeit Gastdozent an der MUK. 

Großartige Ensembleleistung

Die Kritik lobte unisono die großartige Ensembleleistung: So etwa schwärmte die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom „mitreißenden Sog einer Truppe“: „Wer Lust hat, einen Abend zu erleben, der ganz und gar auf den Schultern seiner Darsteller ruht, der muss jetzt nach Wien fahren. Ans Burgtheater. Dort, wo die Besten der Besten ein Ensemble bilden. Lange hat man darauf gewartet, sie endlich einmal wieder auf einer Bühne zu sehen. Jetzt kann man es: Die Minichmayr. Die Peters. Den Maertens. Den Koch. Und genauso alle anderen, bislang vielleicht weniger bekannten: Die Hackl. Den Wächter. Die Matuschek. Die Rabl. Den Witzel. Die Augustin. Und den Strutzenberger. Oft sieht man an Theaterabenden ein oder zwei Schauspieler, die besonders gut sind, aber hier sind alle auf gleiche Weise hervorragend. Das ist fast schon unheimlich. Als wären sie Mitglieder einer einzigen großen Theaterfamilie.“ 

Brisantes Drama

Wenige Tage zuvor feierte die Uraufführung des Stücks LECKEN 3000 im Burgtheater Vestibül Premiere mit Una Novak (MUK-Schauspiel, 4. Jahrgang) sowie mit Yuria Knoll (Absolventin des inklusiven Professionalisierungsprogramms JETZT!, Spielzeit 2024/25). Der Gewinnertext des Retzhofer Dramapreises 2025 ist ein ebenso witziges wie brisantes Drama zum Thema „Machtmissbrauch“ bzw. „Gewalt“ in queeren Beziehungen. Von der Kritik wurden die „ornamentale Fülle an popkulturellen Anspielungen“ (Nachtkritik) sowie die „scharfkantige Gratwanderung“ (Der Standard) gelobt.

Beide Inszenierungen sind weiterhin am Burgtheater zu sehen: Nähere Informationen gibt es unter den in der Rubrik „Weitere Informationen“ vermerkten Links.