Mit dem erstmals ausgeschriebenen Kitty Weinberger Musikpreis zeichnet die MUK herausragende kammermusikalische Leistungen und innovative Programmkonzepte aus. Der mit insgesamt € 15.000,— dotierte Wettbewerb fand am 20. und 21. Oktober 2026 an der MUK statt. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 21. Oktober wurden die drei besten Ensembles ausgezeichnet.
Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 21. Oktober an der MUK wurden die drei besten Ensembles mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt € 15.000,— ausgezeichnet. Den Ersten Preis, dotiert mit € 7.500,— , erhielt das Trio Con Brio (Eva Maria Wagner — Violine, Annamaria Kohlndorfer — Violoncello, Helir Hernández — Klavier). Der Zweite Preis mit € 5.000,— ging an das Ensemble Artemisia (Catalina Paz — Sopran, Hongyi Sophia Cai — Cembalo, Rebecca Taio — Traversflöte, Viktória Menyhárt — Historisches Violoncello) während das La Travesia Quintett (Nuno Estévez Pazó — Akkordeon, Dan Bantić — Klarinette, Laura Gutiérrez — Schlagwerk, Felipe Bueno — Violine, Camilo Obando — Kontrabass) mit dem Dritten Preis und € 2.500,— ausgezeichnet wurde.
Über die Vergabe der Preise entschied eine hochkarätig besetzte Jury unter dem Vorsitz des Musikwissenschaftlers Hartmut Krones. Weitere Jurymitglieder waren die Pianistin Catalina Butcaru, die Bratschistin und Kammermusikerin Veronika Hagen sowie Julia Lacherstorfer, Intendantin des Festivals wellenklænge. Die Leitung der Jury übernahm Livia Sellin, Leiterin des Instituts für Saiteninstrumente an der MUK, als nicht stimmberechtigte Vertreterin der Universität.
Namensgeberin des Wettbewerbs ist Katharina „Kitty“ Weinberger (geb. Bunzl), die 2024 verstorben ist. Kitty Weinbergers lebenslanges Engagement galt der Unterstützung zivilgesellschaftlicher Projekte sowie dem Einsatz für Minderheiten- und Frauenrechte. Das Gedenken an den Holocaust war ihr, geprägt durch ihre eigene Familiengeschichte, ein besonders wichtiges Anliegen. 2008 initiierte sie gemeinsam mit ihrem Mann Peter Weinberger das Kammermusikfestival Wien.
„Kitty Weinberger war eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich mit großer Überzeugung für Kunst und Kultur, gesellschaftliche Verantwortung und ein lebendiges Erinnern eingesetzt hat. Mit diesem Musikpreis halten wir nicht nur ihr Andenken wach, sondern fördern zugleich herausragende junge Talente. Mein besonderer Dank gilt Peter Weinberger und seiner Familie, die diese wertvolle Verbindung von Erinnerung und musikalischer Nachwuchsförderung ermöglichen,“ so MUK-Rektor Andreas Mailath-Pokorny.
Mit dem Kitty Weinberger Musikpreis setzt die MUK einen neuen Impuls in der Förderung junger Musiker*innen. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen neben der künstlerischen Qualität insbesondere die Originalität und Authentizität der Interpretation sowie die Entwicklung eines überzeugenden Programmkonzepts. Die teilnehmenden Ensembles waren eingeladen, mit einer eigenständigen Werkauswahl und einem selbstgewählten Programmtitel ein künstlerisches Gesamtkonzept zu gestalten. Dabei musste mindestens ein Werk von einer Komponistin stammen, dem nicht-westlichen klassischen Repertoire zuzuordnen oder nach 1980 entstanden sein.
Wir gratulieren herzlich!