Eine Besetzung als Vorgabe, eine Stimmung als Spur: Louise Farrencs Nonett in Es-Dur op. 38 wird zum Ausgangspunkt für neue Musik. Fünf Bläser und vier Streicher bilden den Rahmen, innerhalb dessen Studierende der Kompositionsklassen auf die einzelnen Sätze Farrencs reagieren — nicht als Bearbeitung oder Zitat, sondern als freie Resonanz auf deren Charakter und Atmosphäre. Ihre Kolleg*innen aus der Dirigierklasse stehen vor der umgekehrten Aufgabe: Sie begegnen Partituren ohne Geschichte, ohne Vorbilder, ohne vertraute Lesart und führen diese zum ersten Mal ins klingende Leben. So entspinnt sich ein Dialog über 175 Jahre hinweg — zwischen Hören und Erfinden, Schreiben und Deuten, Erinnerung und Gegenwart.
Mit dem MUK.sinfonieorchester (Leitung: Andreas Stoehr) sowie Kompositions- und Dirigierstudierenden der MUK.
Zählkarten ab 19. Jänner 2027 bei den Portier*innen der MUK in der Johannesgasse 4a erhältlich.