Wettbewerbserfolg für Pilar Policano in Madrid

Mi, 07.10.2026
  • Instrumentalsolist*innen
Pilar Policano @ Santi García

Die argentinische Violinistin aus der Klasse von Boris Kuschnir kann bei der 5. Ausgabe des Concurso de Jóvenes Intérpretes in der spanischen Hauptstadt auf ganzer Linie überzeugen und gewinnt ein großzügiges Stipendium.

Der Wettbewerb, der von der María Paula Alonso Foundation von Ruiz Martínez organisiert und gesponsert wird, richtet sich an junge, ibero-amerikanische Musiker*innen im Alter von 15 bis 25 Jahren, die im Moment ein Musikstudium absolvieren und es auch fortsetzen werden. Für diese fünfte Ausgabe gingen 115 Bewerbungen aus zahlreichen Ländern wie Spanien, Venezuela, Argentinien, Portugal, Mexiko, Kolumbien, Chile, Brasilien, Kuba, Ecuador, Panama und Peru ein — die bislang höchste Teilnehmer*innenzahl. Die Jury bewertet in ihrer Entscheidung die fachliche Kompetenz, die Ausdrucksfähigkeit, die Vielfalt des Programms, den Werdegang der Bewerber*innen sowie die Relevanz des jeweiligen Ausbildungsplans. Die zwei Gewinner*innen erhalten jeweils ein Stipendium in der Höhe von € 10.000,—.


Die junge argentinische Violinistin Pilar Policano begeistert mit außergewöhnlicher Musikalität, Energie und Leidenschaft sowie einem ausdrucksstarken, lebendigen Klang. Sie ist Preisträgerin des Arthur-Waser-Preises 2025, Erste Preisträgerin des Ilona-Fehér-Violinwettbewerbs 2026 und Gewinnerin des Grand Prix beim V. Yankelevitch-Violinwettbewerb. 2026 wurde sie zudem als Preisträgerin der Fondation Gautier Capuçon ausgezeichnet.
2007 in Buenos Aires geboren, begann Pilar im Alter von sechs Jahren mit dem Geigenspiel. 2022 zog sie mit ihrer Familie nach Wien und setzte ihr Studium bei Boris Kuschnir an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz fort. Seit 2026 studiert sie bei ihm im Bachelor an der MUK.
Mit 14 Jahren debütierte sie mit dem Philharmonischen Orchester von Buenos Aires im Teatro Colón. Es folgten Auftritte mit renommierten Orchestern in Europa und Lateinamerika, darunter das Luzerner Sinfonieorchester, das Kammerorchester Luxemburg, das Sinfonieorchester Liechtenstein und das Nationale Sinfonieorchester Argentiniens. Zu ihren Auftrittsorten zählen das KKL Luzern, die Philharmonie Luxemburg, die Victoria Hall Genf und das Teatro Petruzzelli in Bari. 2023 spielte sie anlässlich des Ungarn-Besuchs von Papst Franziskus.
2025 wurde Pilar zur „Besten argentinischen Solistin des Jahres“ gewählt und vom argentinischen Kulturministerium ausgezeichnet. Sie spielt eine Violine von Nicolaus Bergonzi (Cremona, ca. 1780—1785) mit einem Bogen von Dominique Peccatte als Leihgaben. Seit 2026 ist sie Künstlerin von GEWA Strings.

Wir gratulieren sehr herzlich!