Gelungener Auftakt für das erste digitale Schauspielschultreffen

21.06.2021 Schauspiel
Offizielle Eröffnung aus dem MUK.theater © Wolfgang Simlinger
Offizielle Eröffnung aus dem MUK.theater © Wolfgang Simlinger

In diesem Jahr richtet die MUK den Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender verbunden mit dem 32. Treffen zur Förderung des Schauspielnachwuchses aus. Die Veranstaltungswoche wurde am Sonntag, 20. Juni im MUK.theater eröffnet, über 300 Schauspielstudierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz folgten dem Livestream.

Auch wenn die Theatervorhänge gerade wieder aufgehen, bleibt die Lage für viele junge Schauspieler*innen, vor allem jene, die an der Schwelle zum Berufseinstieg stehen, herausfordernd. Wer kein Fixengagement hat, und diese Situation ist nach eineinhalb Jahren Pandemie und vielen Monaten Kultur-Lockdown für viele Realität, sucht eine Bühne. Sich zeigen, sich beweisen und vernetzen: Das wollen die jungen, bestens ausgebildeten Talente und das können sie in dieser Woche beim 32. Treffen zur Förderung des Schauspielnachwuchses auf vielfältige Weise. „Als stolze Gastgeberin des Bundeswettbewerbs deutschsprachiger Schauspielstudierender und des damit verbundenen Schauspielschultreffens macht die MUK aus der Not eine Tugend“, sagt MUK-Rektor Andreas Mailath-Pokorny und erklärt: „Es ist nicht möglich, alle Studentinnen und Studenten der neunzehn Partner-Ausbildungsinstitute physisch in Wien zusammenzubringen. Aber wir können und werden ihnen die bestmögliche Plattform bieten, sich und ihr Können zu präsentieren.“

Eröffnung mit Keynote von Ildikó Enyedi

Die bekannte ungarische Filmregisseurin Ildikó Enyedi sprach in ihrer Keynote Speech über die Freiheit der Kunst, berichtete über die schwierige Situation der Budapester Universität für Theater und Filmkunst (SZFE) und ermutigte die Studierenden aller Teilnahmeländer, für ihre Anliegen einzutreten und sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen. Ildikó Enyedi unterstützte auch die Studierenden des dritten Jahrgangs Schauspiel an der MUK bei der Gestaltung ihres Wettbewerbsbeitrags, den Film Tach(e)les.

Für das musikalische Rahmenprogramm bei der Eröffnungsveranstaltung sorgten unter der Leitung von Claus Spechtl und Denis Gäbel zwei Jazz-Ensembles aus der MUK. Eigens für das Schauspielschultreffen wurde ein Kompositionsauftrag an Studierende des Studiengangs Jazz vergeben. Die Auswahl fiel auf Jingles von Abel Marton Nagy und Lucas Ramamonjisoa.

Karoline Exner, Studiengangsleiterin Schauspiel und Dekanin der Fakultät für Darstellende Kunst an der MUK, freut sich über den erfolgreichen Start und ist vom Potenzial des Online-Formats überzeugt: „Das Schauspielschultreffen in digitaler Form umzusetzen, ist eine äußerst spannende Herausforderung, deren Ergebnis in vielerlei Hinsicht auch neue Wege für die Zukunft der Schauspielausbildung zeigen wird. Schon allein die Vielfalt der Formen der Beiträge ist ein Indiz dafür.“

Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender

Im Mittelpunkt der Woche steht der von der Europäischen Theaterakademie GmbH „Konrad Ekhof“ Hamburg veranstaltete Bundeswettbewerb. Alle neunzehn Mitglieder der Ständigen Konferenz Schauspielausbildung (SKS) zeigen Abend für Abend maximal dreißig Minuten lange Aufzeichnungen ihrer Filme, Theaterstücke, Improvisationen oder Hörspiele.

Eine unabhängige, von den Schauspielinstituten vorgeschlagene und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland berufene Jury — in diesem Jahr: Mehmet Ateşçi (Schauspieler), Sarah Viktoria Frick (Schauspielerin), Ulf Frötzschner (Dramaturg), Anja Herden (Schauspielerin) und Julia Hölscher (Regisseurin) — vergibt die Preise.

Es werden Preisgelder in der Gesamthöhe von EUR 38.000,- vergeben. Darunter sind Förderpreise der Bundesministerin für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses, der Max-Reinhardt-Preis gestiftet von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, der Marina-Busse-Preis und der von der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins und der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger gestiftete Preis der Studierenden.

Schwerpunktthemen

Ergänzt wird der internationale Wettbewerb durch ein Vernetzungstreffen mit einem vielfältigen und interaktiven Rahmenprogramm zu den Schwerpunkten Kinder- und Jugendtheater, Film in der Schauspielausbildung sowie Kunst & Politik. In zahlreichen Online-Gesprächsrunden haben die Studierenden und Dozent*innen die Möglichkeit, sich im Rahmen der moderierten Gespräche auszutauschen und zu vernetzen.

Wir wünschen allen Beteiligten eine inspirierende Woche und senden viele Grüße aus Wien!


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Die MUK versteht sich als progressive Musik- und Kunstuniversität, die in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang kulturelle Werte schafft. Die MUK ist die einzige Universität im Eigentum der Stadt Wien und vereint hier den international besten Nachwuchs und herausragende Lehrende.
 

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