Das interuniversitäre Symposium WISSENSCHAFT — KUNST — DEMOKRATIE: Universitäten in der Verantwortung ist Teil des Projekts Wissenschaft — Kunst — Demokratie, das aktuell vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek durchgeführt wird und sich der Rolle von Wissenschaft und Kunst angesichts der Erosion demokratischer Verbindlichkeiten durch populistische Politiken und autoritäre Kräfte widmet.
Welchen Herausforderungen müssen sich Wissenschaft und Kunst sowie Kunstinstitutionen und Wissenschafts- und Kunst-Universitäten stellen? Welche Versäumnisse und Defizite müssen sie eingestehen, welche Verantwortung sollen sie übernehmen?
Elfriede Jelinek dekonstruiert in ihren Texten globale Mechanismen propagandistischer Massenmobilisierung und die Bereitschaft, sich von Bildern und Parolen verführen zu lassen. Sie warnt vor der Zerstörung demokratischer Strukturen und der Zuspitzung gefährlicher ökonomischer und medialer Dynamiken.
Vor diesem Hintergrund fragen die Vorträge und Gespräche von Teilnehmenden aus Wissenschaft, Kunst und Kulturpolitik nach der Aufgabe von Wissenschaft und Kunst: Welche Strategien können und sollen Wissenschaft und Kunst sowie Wissenschafts- und Kunstinstitutionen entwickeln, um sich den antidemokratischen Diskursen und Rhetoriken entgegenzustellen?
Konzeption und Organisation: Pia Janke, Rosa Eidelpes
PROGRAMM:
Keynote Olga Flor (Graz): Wege aus der Depression?
Gespräch Kunst und Wissenschaft: Kritik oder Intervention?
mit Evelyn Annuß (mdw), Martin Rummel (Anton Bruckner Privatuniversität), Eike Wittrock (MUK), moderiert von Lisz Hirn (Wien)
Diskussion Kunst- und Wissenschaftsuniversitäten als Orte der Demokratie
mit Manuela Baccarini (Universität Wien), Susanne Hochreiter (Universität Wien), Eva-Maria Holzleitner (Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung), Andreas Mailath-Pokorny (MUK), moderiert von Stefan Krammer (Universität Wien)