Reger Andrang bei der „Langen Nacht der Forschung“ an der MUK

Mi, 29.04.2026
  • Wissenschaft und Forschung
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MAE-Student Tin Dzaferovic beim Sound Mapping-Workshop mit Kindern, fotografiert von Julia Meer
Sound Mapping Workshop: Kinderprogramm zum Erleben von Klang mit MAE-Student Tin Dzaferovic © Julia Meer

Letzten Freitag, 24. April fand erneut die „Lange Nacht der Forschung“ statt, Österreichs größtes Event zu Wissenschaft, Forschung und Innovation unter dem Motto „Mitmachen, Staunen und Entdecken“. Auch die MUK konnte mit einem abwechslungsreichen Programm überzeugen und bot Einblick in die Forschung an der Universität.

Das Programm startete um 17:00 Uhr mit einem Kinderprogramm und einer Rätselrallye, konzipiert von Wiebke Rademacher. Dabei wurden ausgewählte Forschende der MUK mitsamt ihren Schwerpunkten im Posterformat vorgestellt. Jede Station endete mit einer kniffligen Frage, deren Beantwortung zum finalen Codewort führte. Der spielerische Zugang zog Familien, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen in den Bann und machte die MUK den ganzen Abend über zu einem Ort lebendiger Entdeckungen. 

Kreativ ging es auch beim Basteln von Soundbooks zu: Gemeinsam mit Tin Dzaferovic gestalteten die jüngsten Gäste bei Live-Musik eigens bemalte Klangbücher. Tin Dzaferovic am Kontrabass wurde spontan durch MUK-Student Simeon Ohlsen am Klavier unterstützt, was die Klangerlebnisse noch intensivierte.

Ab 18:00 Uhr konnten die Besucher*innen zwischen zwei oder sogar drei parallel stattfindenden Stationen wählen: Im MUK.podium stellte Philipp Gerschlauer ein Monochord und seine Funktionsweise vor, das nicht nur bestaunt sondern auch selbst bespielt werden durfte, um (Dis-)Harmonien körperlich zu erfahren. Danach wurde fleißig das Tanzbein geschwungen: Margit Legler lud gleich zweimal hintereinander zum komplett ausgebuchten Barocktanz-Workshop La Belle Dance ein und erläuterte dabei wertvolle historische und theoretische Hintergründe. 

In der Vollpension hatten die Besucher*innen die einmalige Gelegenheit, die (künstlerisch) Forschenden der MUK persönlich kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Beim von Vizerektorin Rosemarie Brucher konzipierten Format des wissenschaftlichen „Speed Datings“ wurde Forschung direkt vermittelt und diskutiert. 

Im Clemens Hellsberg Saal eröffneten sich weitere außergewöhnliche Perspektiven: Beim Workshop mit Steffi Hofer konnten die Teilnehmenden Zwischenräume erfahren sowie die Grenzen des Ichs ausloten und dabei die eigene Stimme und das eigene Sehen erproben. Im Anschluss war das Publikum zu einem außergewöhnlichen Klangexperiment von zwei Doktoratsstudierenden eingeladen: Veronica Klavzar auf der E-Harfe und Theresa Wagner auf der Violine hinterfragten die gewohnten Klänge und Spielweisen ihrer Instrumente und forderten damit auch die Hörgewohnheiten der Zuhörer*innen heraus. Besonders praxisnah wurde es im Workshop von Susanne Abed-Navandi: Dort wurde dem Publikum vermittelt, wie Elemente aus der Solfeggio-Interpretation im Alltag helfen können, sich Kreditkartennummern oder Passwörter leichter zu merken.  

Einen eindrucksvollen Abschluss fand der Abend im experimentellen Format des „She-Wolfing“: Doktorandin Annika Tudeer lud dazu ein, eine körperbasierte, künstlerische Methode zu erleben, in der Bewegungen und Erfahrungen gemeinschaftlich erforscht werden. Ziel ist es, Verbundenheit auch mit nicht-menschlichen Spezies spürbar zu machen. So zog am späten Abend ein „Wolfsrudel“ durch die Korridore der MUK und bot ein einmaliges Finale eines ebenso unterhaltsamen wie vielschichtigen Abends.

Wir danken für den zahlreichen Besuch und freuen uns schon jetzt auf die nächste Lange Nacht der Forschung im Jahr 2028!

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