Die MUK bei den Tanz-Signalen 2026

Di, 24.03.2026
  • Wissenschaft und Forschung

Am 13. und 14. März fanden erneut die „Tanz-Signale“, veranstaltet vom Wiener Institut für Strauss Forschung, im House of Strauss statt. Dieses Jahr widmete sich die Veranstaltung dem Thema „Wegbereiter zum Ruhm der Strauss-Dynastie“. MUK-Professorin Susana Zapke war als Vortragene und auch Moderatorin vor Ort.

2025 wurde der 200. Geburtstag von Johann Strauss gefeiert. Auch 2026 befasste sich die mit der Strauss-Dynastie befasste Veranstaltung Tanz-Signale wissenschaftlich und künstlerisch mit dem Wiener Walzerkönig. Es wurden Forschungsfragen gestellt, neues Material erschlossen und Überlegungen über die Zukunft der Strauss-Forschung bzw. über deren Vermittlung an die junge Forscher*innengeneration debattiert.

Diesmal widmeten sich die Tanz-Signale im Rahmen des titelgebenden Themas Wegbereiter zum Ruhm der Strauss-Dynastie der Frage nach den Orchestermusiker*innen, Verleger*innen, Frauen, Mäzen*innen und Journalist*innen, die zum Ruhm der Strauss-Dynastie beigetragen haben (Konzept: Prof. Norbert Rubey). Wer stand hinter den einzigartigen Erfolgen der Wiener Musikerfamilie Strauss? Im 19. Jahrhundert reichte allein die musikalische Begabung in der Unterhaltungsmusik Wiens nicht mehr aus — schon gar nicht für eine weltweite Verbreitung oder einen nachhaltigen Erfolg über zwei Jahrhunderte hinweg. Drei Generationen Strauss schufen ungefähr 1.600 Kompositionen; hinzu kamen die Organisation und Durchführung unzähliger Konzertreisen im In- und Ausland von Russland bis Amerika. Ohne einen entsprechend starken Hintergrund wäre dies nicht möglich gewesen.

Die Vorträge forderten viele neue Erkenntnisse zutage: Andreas Maurer (ORF) referierte über Vom Ballsaal ins Feuilleton: Johann Strauss Sohn im Spiegel der Presse, Thomas Aigner (Direktor i.R. der Wien Bibliothek im Rathaus) über Johann Strauss Vaters Lehrjahre als Buchbinder und als Geiger, Marijana Kokanović Marković (Universität Novi Sad) über Johann Strauss Sohn in der serbischen Presse (1845—1847), Johannes Promiczel (Leiter des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde) über Eduard Strauss’ Kapelle und Musikfreunde sowie Susana Zapke (MUK) über Johann Strauss’ Impact im Pariser Leben und seinen Rivalen und Namensvetter Isaac Strauss.

Die Tanz-Signale sind und bleiben eine wichtige Institution zur Förderung der Strauss-Forschung. Dank der langjährigen finanziellen Unterstützung seitens der MA 7 und der Kooperation mit Wiener Kulturinstitutionen — allen voran der MUK, die seit 2014 auch als Gastgeberin fungiert — schaffen es die Tanz-Signale jedes Jahr internationale Wissenschaftler*innen und Strauss-Interpret*innen nach Wien einzuladen und neue Aspekte einer bei weitem nicht ausgeschöpften Biografie und kompositorischen Jahrhundertleistung im Bereich der Unterhaltungsmusik zu präsentieren.

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