Von Mut und Kreativität: Ein partizipatives Kunstvermittlungsprojekt zwischen MAE und Mittelschule

Fr, 27.02.2026
  • Wissenschaft/Pädagogik
© Daniel Gonaus

Die Kooperation zwischen der MUK und der Mittelschule Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse (Direktor: Max Steiner) ging heuer in die dritte Runde. Erneut arbeiteten die Studierenden des 1. Jahrgangs Master of Arts Education (MAE) mit rund 75 Schüler*innen der 1.—3. Schulstufe.

Über mehrere Monate hinweg planten und konzipierten Media Gharizadeh Bonab, Maria Sawerthal, Sebastian Schmidt, Cornelia Fitz, Mahtab Bozorgpourshirazi, Salar Ghaffarbejouei, Ena Topcibasic und Sophia Caroline Luise Skrdlant unter der Leitung von Martina Rösler (Assistenz: Wieda Shirzadeh-Kepi) bis es endlich so weit war und die Schüler*innen für einen intensiven Projekttag im Dezember an die MUK in die Johannesgasse geladen wurden. Anschließend folgte eine Workshopwoche mit Abschlussperformance im Februar am Otto Wagner Areal in den Pavillon der Pionier*innen.

Die Studierenden bildeten im Vorfeld Zweierteams, die jeweils eigenständig interdisziplinäre Workshopkonzepte entwickelten und mit den Kindern und Jugendlichen umsetzten. Im Mittelpunkt stand das Thema „Mut“ und der Versuch gemeinsam mutiger zu werden. Aspekte wie Selbstbewusstsein, Zugehörigkeit sowie der Umgang mit Ängsten als zentrale Fragen der persönlichen Entwicklung bearbeiteten die Schüler*innen mit großer Offenheit und Kreativität. Durch die Verbindung verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen entstanden performative Elemente, die sowohl individuelle Erfahrungen als auch gemeinsame Perspektiven sichtbar machten.

Die intensive Arbeitsphase war geprägt von hoher Motivation, gegenseitigem Vertrauen und bemerkenswertem Engagement aller Beteiligten. Dies zeigte sich besonders, als am 20. Februar 2026 — dem Tag der Performance — starker Schneefall einsetzte, der es den Schulgruppen unmöglich machte, zum Otto Wagner Areal zu kommen. Die Beteiligten disponierten daher spontan um und verlegten die Abschlussperformance kurzerhand in die Schule. Diese Flexibilität erwies sich als zusätzlicher Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen den Studierenden, den Lehrpersonen und den Schüler*innen.

Bei der abschließenden Präsentation stellten alle vier Gruppen ihre Ergebnisse vor. Die künstlerischen Beiträge reichten von performativen Formaten über visuelle Arbeiten bis hin zu interaktiven Elementen und zeigten eindrucksvoll, wie intensiv sich die Jugendlichen innerhalb kurzer Zeit mit komplexen Themen auseinandergesetzt hatten. Besonders beeindruckend war, dass viele der Schüler*innen zuvor nur wenig Erfahrung mit künstlerischen Arbeitsweisen hatten.

Das Publikum zeigte sich tief berührt von der Offenheit, Kreativität und Ernsthaftigkeit, mit der die jungen Teilnehmer*innen ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck brachten. Das Projekt verdeutlichte eindrucksvoll, welches Potential in partizipativen künstlerischen Bildungsprozessen liegt und wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule sein kann. Insgesamt kann das Projekt als großer Erfolg gewertet werden. Es bot den Studierenden wertvolle Praxiserfahrungen und eröffnete den Schüler*innen neue Möglichkeiten, sich selbst und ihre Themen durch Kunst sichtbar zu machen.