Beim Schauspielschultreffen, das im Juni 2026 in Rostock stattfand, wurden MUK-Schauspiel-Studierende des 3. Jahrgangs für eine Szene der Produktion „Little Scratch“ ausgezeichnet.
Der jährliche Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender fand in der zweiten Juniwoche an der Rostocker Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) statt. Das Institut für Schauspiel an der MUK war bei dieser Leistungsschau mit der Produktion Little Scratch zu Gast und errang einen der acht Jurypreise.
Rebekka Watsons Little Scratch war im April unter Regie von Blanka Rádóczy mit MUK-Schauspiel-Studierenden des 3. Jahrgangs im Schauspielhaus Wien gezeigt worden: Das in Gerhild Steinbuchs Übertragung als deutschsprachige Erstaufführung realisierte Stück über eine Frau mit Gewalterfahrung war nicht nur von der österreichischen Presse äußerst positiv aufgenommen worden, sondern überzeugte nun auch die Fachjury in Rostock, die die Szene „Pedalling“ auszeichnete:
„Wir zeichnen eine Szene aus, die uns nicht nur rhythmisch-musikalisch überzeugt hat, sondern sinngemäß für den Ausbruch aus dem Schrecken steht, wohl wissend, dass dieser Ausbruch nicht endgültig ist: Wir ihr auf Schreibtischstühlen von der Arbeit miteinander in den Feierabend geradelt seid, die Uhr zeigt endlich 18:02, Helm auf den Kopf — pedalling, pedalling, pedalling, verdient den Preis ‚Herausragende Szene'. Gratulation an das Ensemble der MUK Wien!“
Diese an das Ensemble (Merle Häcker, Lukas Hagenauer, Niels Karlson Hering, Annalena Hochgruber, Etienne Lestrange, Justus Pegler, Elisa Perlick, Leonie Rabl) adressierte Jurybegründung betätigte die positive Erfahrung der gemeinschaftlichen Teilnahme an diesem überregionalen Treffen. In einem Interview mit dem NDR hob Annalena Hochgruber die Ensemble-Erfahrung hervor: „Ich habe mich sehr stark gefühlt in der Gruppe, wir haben einander geholfen, wenn Patzer passiert sind und ich bin sehr froh über die Gemeinschaft!“
Der jährliche Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender findet traditionell in Verbindung mit dem Treffen zur Förderung des Schauspielnachwuchses (Schauspielschultreffen) statt. Zentraler Bestandteil des jährlichen Treffens ist der nicht-öffentliche Wettbewerb der Schauspielschulen mit deren Theaterproduktionen von Studierenden der höheren Semester. Ziel des vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Bundeswettbewerbs ist es, dem Schauspielnachwuchs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Plattform zur Präsentation studentischer Inszenierungen und damit des Ausbildungsstandes zu bieten — verbunden mit Vernetzung, Feedback und Diskussion.
Das nächste Schauspielschultreffen samt Wettbewerb ist für Juni 2027 an der Theaterakademie August Everding München avisiert.