Die Tänzerin und Tanzvermittlerin Katharina Senk wurde mit einem der 2026 erstmals vergebenen Brigitte-Hamann-Preise der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK) ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte in Würdigung des innovativen Engagements der Künstlerin im Kontext der inklusiven Vermittlung nonverbaler Künste, etwa via Audiodeskription.
Im festlichen Rahmen des Wiener Rathauses wurden am 9. April die von den österreichischen Privatuniversitäten gestifteten Brigitte-Hamann-Preise für besondere Leitungen von Studierenden und Absolvent*innen dieser Universitäten vergeben. Als Preisträgerinnen wurden von unabhängigen Fach-Jurys drei Frauen in den Disziplinen „Wissenschaft und Forschung“, „Startup“ sowie „Kunst/Musik/Darstellende Kunst“ auserkoren.
Im Bereich der Künste fiel das Votum auf die MUK-Alumna Katharina Senk: Mit ihrem Entscheid würdigte die Jury das künstlerische und kunstvermittelnde Engagement der Tänzerin und Tanzpädagogin im Kontext von Inklusion und Barrierefreiheit. Katharina Senk habe die Wahrnehmung nonverbaler Künste für ein sehbehindertes Publikum geöffnet, sei eine Pionierin des neuen Formates „Audiodeskription“ und damit eine von fünf Spezialistinnen in Europa, hob Jurymitglied Christine Standfest (ImpulsTanz) hervor.
In der Kategorie „Wissenschaft und Forschung“ wurde PD Dr. Verena Wally von der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) für ihre Erforschung seltener Hautkrankheiten an den Salzburger Landeskliniken ausgezeichnet. Den Preis für das beste Projekt in der Kategorie „Startup“ erhielt Selin Matun, BA von der Sigmund Freud Privat Universität (SFU) für ihre Gründung einer cloudbasierten Anwendung zur automatisierten Transkription von psychotherapeutischen Therapiesitzungen (Theradocx).
Der Brigitte-Hamann-Preis der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK) wurde im Vorjahr etabliert und 2026 erstmals vergeben. Der in Würdigung der herausragenden Wissenschaftspublizistin und Historikerin Brigitte Hamann (1940–2016) gestiftete Preis ist mit jeweils EUR 5.000,– dotiert wird jährlich in den Bereichen „Wissenschaft und Forschung“, „Startup“ sowie „Kunst/Musik/Darstellende Kunst“ vergeben und zeichnet laut Ausschreibung Exzellenz, Innovation, Internationalität, fachwissenschaftliches Niveau sowie gesellschaftlichen Nutzen aus.
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Katharina Senk, Jahrgang 1991, graduierte im Jahr 2015 an der MUK (BA Zeitgenössischer und Klassischer Tanz) und war als Performerin in Produktionen von Doris Uhlich, Florentina Holzinger, Sara Ostertag und Georg Blaschke zu sehen. In ihrem autonomen und kollaborativen künstlerischen Schaffen arbeitet die Künstlerin u. a. unter besonderer Berücksichtigung von intersektionalem Feminismus und Inklusion. Im Jahr 2024 wurde Senk (gemeinsam mit Theresa Scheinecker) die Turbo Research Residency bei ImPulsTanz zuerkannt. Die Alumna hat 2018 als Lehrende an der MUK gewirkt sowie 2019 als Performerin an der Produktion Alles tanzt. – Rosalia Chladek Reenacted teilgenommen.