BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//TYPO3/NONSGML MUK Events//EN
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:W. Europe Standard Time
BEGIN:STANDARD
TZNAME:W. Europe Standard Time
DTSTART:20230111T183000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
RRULE:FREQ=YEARLY;BYDAY=-1SU;BYMONTH=10
END:STANDARD
BEGIN:DAYLIGHT
TZNAME:W. Europe Standard Time
DTSTART:16010101T020000
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
RRULE:FREQ=YEARLY;BYDAY=-1SU;BYMONTH=3
END:DAYLIGHT
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
ORGANIZER:MAILTO:office@muk.ac.at
UID:bc812c9b-3956-4d17-88de-5e2d152ddc5b
DTSTAMP:20230111T183000Z
DTSTART;TZID="W. Europe Standard Time":20230111T183000
DTEND;TZID="W. Europe Standard Time":20230111T193000
LOCATION:Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, MUK.podium
TRANSP:OPAQUE
SUMMARY:Podium Operette: Remember Gay Vienna - O Wien, mein liebes Wien
DESCRIPTION:Die vertriebene Wiener Komponistin Camilla Frydan 100. Todesjahr von Carl Michael Ziehrer
Remember Gay Vienna — mit diesem Song träumte die Komponistin Camilla Frydan im New Yorker Exil von ihrer Heimat. Geboren wurde sie 1887 in Wiener Neustadt als Tochter des Bankangestellten Heinrich Herzl. Ihr Bruder Ludwig wurde Arzt, jedoch berühmt vor allem für seine unter dem Pseudonym Herzer verfassten Operettenlibretti für Franz Lehár, Robert Stolz u. a. Camilla, zunächst pianistisches Wunderkind, wurde 1907 mit 20 Jahren als Soubrette am Raimundtheater und als Diseuse am legendären Cabaret Fledermaus (Ecke Johannesgasse/Kärntnerstraße) engagiert. Dort lernte sie im Umkreis der Literaten Alfred Polgar und Egon Friedell auch dessen Bruder Oskar Friedmann kennen, der ihr Gatte, Librettist und auch Verleger wurde. In dieser Zeit begann sie unter dem Pseudonym Frydan eine beachtliche Karriere als Komponistin und auch Dirigentin ihrer Werke. „Eine Tonkünstlerin, die keinen männlichen Rivalen zu fürchten braucht“ schrieb am 12.10.1919 die Wiener Satirezeitschrift Kikeriki. Besonders erfolgreich wurde ihre Revue Die große Trommel (1925) im Modernen Theater (heutiges Metro-Kino, Johannesgasse) uraufgeführt. 1939 gelang ihr gemeinsam mit ihrem Sohn die Flucht nach New York. Dort gründete sie einen Verlag und komponierte u. a. die Symphonie In The Dark Of The Night. Camilla Frydan starb 1949 im New Yorker Exil. Sie hinterließ etwa 500 Einzeltitel, vor allem Chansons, Schlager, (Wiener-) Lieder, aber auch Orgelsonaten. Beeindruckend sind ihre Begabung, Sensibilität und Fantasie, ihre Willensstärke und Ausdauer, aber auch ihr Humor — als Frau, Jüdin und Künstlerin im Exil und im Wien der Zwischenkriegszeit, an das nur die Erinnerung blieb, Remember Gay Vienna.
„O Wien, mein liebes Wien“, die melancholische Walzermelodie klingt nach wie vor in unseren Ohren, auch wenn der Name ihres Komponisten Carl Michael Ziehrer damit vielleicht nicht mehr in Verbindung gebracht wird. Seine Meisteroperetten Der Liebeswalzer, Der Fremdenführer sowie die turbulenten Landstreicher stehen jenen von Millöcker oder Strauss um nichts nach. Opern- und andere Bälle werden weltweit mit seiner Fächerpolonaise eröffnet, sein Walzer Herrreinspaziert!! reißt alle aus den Sitzen, ebenso wie seine Bad‘ner Madln immer noch verzaubern. Als letzter Hofballmusikdirektor besang er den letzten Glanz der dem Untergang geweihten Donaumonarchie und ihrer Metropole: Liebe, schöne alte Donaustadt. Vor 100 Jahren, im Noverber 1922, verstarb Carl Michael Ziehrer, einer ihrer großen Komponisten.
Carl Michael Ziehrer und Camilla Frydan und ihre Musik sind Bestandteil des vielfarbigen, schillernden Mosaiks der Kultur dieser Stadt und dieses zentraleuropäischen Raumes. Remember …
 Mit Natasa Josic, Katharina Linhard, Amane Machida, Michaela Mayr, Daniel Menczigar, Philip Guirola Paganini, Valentin Trandavir, Yichi Xu und Elisabeth Zeiler (alle Universitätslehrgang Klassische Operette).
Wolfgang Dosch, Regie László Gyükér, Klavier Christian Koch, Klavier Gabriel Wanka, Choreografie
PRIORITY:5
CLASS:PUBLIC
BEGIN:VALARM
TRIGGER:-PT15M
ACTION:DISPLAY
DESCRIPTION:Reminder
END:VALARM
END:VEVENT
END:VCALENDAR
