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LOCATION:MUK, Virtueller Raum
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SUMMARY:Masterclass „Worte zur Musik“ mit Claire Genewein
DESCRIPTION:Textunterlegung als didaktisches Werkzeug der Instrumentalmusik in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
Termine: 10.00—13.00 Uhr & 14.00—17.00 Uhr
 Inhalt: In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es eine enge Verbindung zwischen Instrumentalmusik, Text und Gesang, sodass man bei der Einstudierung von Instrumentalwerken so weit ging, sie beim Einüben mit Texten zu unterlegen, um somit den Ausdruck zu erhöhen. Dies wird besonders eingehend beschrieben in einem Brief von Benvenuto Robbio Conte di San Raffaele, einem adligen Violinspieler aus dem Umfeld Giuseppe Tartinis, in welchem er die verschiedenen Schritte der Textunterlegung aufzeigt. Ausgehend von seinen Ausführungen wurden zahlreiche Belege für diese Praxis gefunden. So haben etwa Domenico Corri, Francesco Geminiani und Giuseppe Tartini zum Einstudieren ihrer Instrumentalkompositionen Texte und Gesang benutzt.  
Ziel: Erkennen, welchen Einfluss auf Phrasierungen, Artikulation und harmonische Vertiefung diese nahezu vergessene Methode des 18. Jahrhunderts beim Einstudieren von Instrumentalmusik hat, welche weitreichende Konsequenzen sich für die Studierenden ergeben.  
Claire Genewein lebt in Zürich und lehrt seit 2006 an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz Traversflöte und historische Aufführungspraxis und seit 2010 auch an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie studierte moderne Flöte in Salzburg und Zürich und Traversflöte in Basel und in Den Haag bei Barthold Kuijken. Claire Genewein konzertiert mit Ensembles und Orchestern wie L’Arcadia, La Cetra, L’Orfeo, La Scintilla, Bachstiftung St. Gallen u. a. Sie erhielt von Karlheinz Stockhausen einen Sonderpreis für ihre Interpretation des Zungenspitzentanzes für Piccolo. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren ihr Schaffen. Im Jahr 2014 promovierte sie an der Universität Leiden (NL) über Textunterlegung im 18. Jahrhundert. Seit 2019 ist sie Direktorin des Instituts für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz.
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