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LOCATION:MUK, Virtueller Raum
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SUMMARY:GENDER &amp; DIVERSITY: Rassismuskritische Praxis im Schauspiel mit Steffen Jäger
DESCRIPTION:TERMINE: MI, 7. OKTOBER 2020, 10.00 - 13.00 UHR MI, 4. NOVEMBER 2020, 10.00 - 13.00 UHR  
Kunst lebt von Perspektivenvielfalt. Um zu gewährleisten, dass Menschen mit Rassismuserfahrungen gleichberechtigt und gleichwertig am Schauspielbetrieb teilhaben können, bedarf es einer umfassenden institutionellen Selbstreflexion. Um rassistische Strukturen (an)erkennen zu können, ist es notwendig, gesellschaftliche Normen grundlegend zu hinterfragen – unter Einbeziehung der Perspektive von Schwarzen Menschen und People of Color. Wir gehen der Frage nach, was rassistische Diskriminierung mit uns, unserer Kunst und den Institutionen zu tun hat, in denen wir wirksam sind – und wie Schauspielpraxis und Macht miteinander wirken. Wo begegnen wir rassistischen Mustern und Handlungsweisen und wie können wir ihnen entgegenwirken? Der Workshop befasst sich in zwei Etappen mit den Grundlagen rassismuskritischer Praxis: Im ersten Teil werfen wir einen Blick auf gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge und untersuchen Schlüsselbegriffe und -konzepte von Diversität und strukturellem Rassismus. In einem zweiten Schritt betrachten wir anhand einer Reihe von aktuellen Fallbeispielen, wie diskriminierende Bühnenmittel und Organisationsstrukturen im Theater zu einer permanenten (Re)Produktion von Ausschlussmechanismen führen können. Wir entwerfen Lösungsansätze, um Diversität und Diskriminierungsfreiheit in unserem Arbeitsumfeld aktiv zu stärken.
Dauer des Workshops: 2 x 2 Stunden
 Steffen Jäger, Jahrgang 1983, ist Universitätsprofessor am Schauspielinstitut der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, Schauspieldozent am Max Reinhardt Seminar Wien, wo er auch sein Regiestudium absolvierte, und arbeitet als freier Regisseur mit zahlreichen Inszenierungen u.a. am Landestheater Niederösterreich, Landestheater Vorarlberg, Theater in der Josefstadt, das TAG, Schlosstheater Schönbrunn, Theater der Keller Köln, Konzerthaus Wien, Werk-X, sowie Autor*innen-Projekte in der freien Szene (On Display 2014, Habenichtse! 2018). Er engagiert sich in den Bereichen Diversität und rassismuskritische Positionierung im Schauspiel und absolvierte 2019 die Weiterbildung Theater- und Musikmanagement an der LMU München mit der Abschlussarbeit „Aus der Grauzone – Struktureller Rassismus auf deutschsprachigen Bühnen“.
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